Maß halten.

schmecken

Bevor es Weihnachten ein bisschen üppiger wird, und überhaupt immer, wenn es kalt ist, geht nichts über einen Gemüseeintopf. Neu: Zwei Esslöffel Misopaste und ein TL gutes Currypulver geben Kraft, so braucht es weder Fleisch, noch irgendwelchen Brühen und wir bleiben mal komplett vegan. Sonst ist nicht viel dran, einfach die Gemüse, die man hat und mag. Und ganz wichtig finde ich: Diese nicht knackig, sondern schön zart und weich garen, so schmecken sie mir besser und geben ordentlich Kraft an die Suppe ab.

Work in progress

Allgemein

Einer der eindeutig bessseren Versuche zu meinem Dauerthema „Lachs in der Röstihülle“. Ich will es einfach. Wenn es klappt, ist es total geil, aber ganz oft klappt es eben nicht: Kartoffeln roh, verbrannt oder beides, Lachs trocken, Hülle fällt ab, Hülle total ölig, Kartoffeln oben und unten gut, aber an den Seiten noch roh. Hier gut, Lachs zwar nicht glasig, aber noch saftig. Grundsätzlich: Mehligkochende Kartoffeln reiben, salzen, kurz stehen lassen und Wasser ausdrücken. (Kleber wie Mehl oder Ei sind geschummelt!) Dicke Stücke Lachs salzen und pfeffern, dann irgendwie mit den Kartoffeln umhüllen, mittels Palette in die Pfanne hieven, vorsichtig von beiden Seiten anbraten, dann bei 120 Grad für ca. 10 min. in den Ofen und am Schluss unter dem Grill nachbräunen. Bloß nicht an Weihnachten oder gleich für Gäste ausprobieren. Wenn man es soweit hingekriegt hat, am besten ganz auf den Teller und nicht anschneiden, aber ich wollte hier halt zeigen, wie es innen geworden ist.

Kurz geschmorter zwiebelrostbraten

schmecken

Das hier war ein Experiment zur Frage, ob man ein Steak auch schmoren kann, wie lange es dauert, bis es weich wird und wie es schmeckt. Erstaunlich: Es dauert, richtig präpariert, vielleicht 20 Minuten, wird ganz mürbe und zart und schmeckt wirklich gut. Für alle, die wie ich zart geschmortes Fleisch mit kräftiger Soße jedem kurzgebraten Stück vorziehen, und für so etwas mal keine drei Stunden warten wollen ist das hier eine echte Versuchung.

Crostini mit geschmortem Chicorée und Apfel

schmecken

Manche Produkte vergisst man einfach, oder man weiss nichts mit ihnen anfangen, oder man hat irgendwie schlechte Erinnerungen an sie. Ich glaube, mit Chicorée geht es vielen Leuten so. Es gibt ihn, aber keiner isst ihn. Und wenn, dann irgendwie roh, so als Gesund-Kost. So wie hier, geschmort, mit ein bisschen Butter und Zucker oder Honig, frischem Pfeffer und Apfelwürfeln ist er einfach der Hammer, als schnelles Abendessen oder, in kleinerer Portion als Vorspeise, die mit ihren schönen Bitterstoffen Appetit auf mehr macht.

Getrüffelte Kürbisgnocchi

schmecken

Wenn man, statt „mit Trüffeln“ auf einer Speisenkarte den Begriff „getrüffelt“ liest, kann man sich relativ sicher sein, das Chemie im Spiel ist, besonders, wenn das Gericht um die 20 Euro kostet. Dialog beim Stammitaliener: „Eeeeh Signore, ik maake dir große Teller Pasta mitte de Truffel obendraufe. Speziale!“ Zehn Minuten später riecht man das Gericht schon, wenn es aus der Küche kommt, meist mit Trüffelöl, und ein paar geschmacksarmen Scheibchen Sommertrüffel. Trüffelöl ist reine Chemie, es ist im Basisprodukt kein Gramm Trüffel enthalten. Und alle Trüffelprodukte, die den Begriff „Aroma“ in der Zutatenliste führen, enthalten das Zeug und ich würde die Finger von ihnen lassen. In meinem Lieblingsladen Frischeparadies (kleine, feine Kette) und sicher auch in manchem italienischen Delikatessengeschäft gibt es aber Peccorino, mit schwarzem Trüffel und ohne Chemie. Ein 250 Gramm Stück kostet 15 Euro und damit kann man locker Pasta, Risotto oder, wie hier, Gnocchi für vier machen, und zusammen ein bisschen puren, natürlichen Luxus erleben, ganz ohne „Aroma“.