Louis Cole „Time“ – Ein Spiegelbild der Generation Spotify.

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Bislang konnte man die Musik von Louis Cole kaum auf „Platte“ kaufen. Alles von „Knower“, seinem, zusammen mit der Sängerin Genevieve Artadi, ursprünglich als Duo angelegten Projekt, gab und gibt es in erster Linie auf Youtube. Grandiose Feiern des grenzenlosen Talents und zugleich des Bewusstseins der Unschaffbarkeit der selbstgestellten Aufgabe, dem Zauber des Imperfekten. In multi-hunderttausend-Click-Videos von Songs wie „Overtime“, halsbrecherischen Lady Gaga Medleys und wackeligen Handymitschnitten. Es gehört zur Wahrheit, dass davon kaum jemand auch nur seine Miete bezahlen kann.

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Musikwoche-Fragebogen

Als Presse-Manager stehe ich ja eigentlich im Hintergrund und will, dass die Künstler gut aussehen und die ganze Aufmerksamkeit bekommen. Aber ich freue mich schon, dass mich das wichtigste deutsche Musik-Branchenmagazin in seiner Fragebogen-Rubrik aufgenommen hat.

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Fünf Songs für die Ewigkeit

Joni Mitchell „River“

Mann, Joni Mitchell ist sowieso jenseits aller Bewertungen – für mich eine Künstlerin, die direkt meine Seele erreicht, weil das, was sie macht, so klar und pur und reduziert ist. „River“ ist die Essenz dessen. Ein Song, den ich immer und immer wieder hören kann.

Paul Simon „Graceland“

Was hat mir, und viiielen Musikern Türen geöffnet. Zunächst zu diesem komischen Komplex „Weltmusik“, aber, davon ausgehend eben auch dazu, dass sich hier nichts gegenseitig was wegnimmt oder ineinander verschwindet, sondern wirklich respektvoll miteinander funktioniert.

The Police „Bring on the Night / When the World is running down“

Oh Mann, was hat Sting bei mir bewegt. Vor allem hat er mich zum Jazz gebracht. Und irgendwann dann kam für mich erst „The Police“ mit ihrer Mega-Energie. Beide Welten kamen im Livealbum „Sting – Bring On The Night“ zusammen. Eine Platte, so intensiv und voller so vieler Erinnerungen, dass es für mich heute fast eine Herausforderung ist, sie aufzulegen, weil mich speziell diese Nummer  so mitnimmt.

Tom Waits „House where nobody lives“

Ich mach mir ja sonst nicht so viel aus Songtexten. Aber aus DEM hier schon. Stellvertretend für viele, viele tränentreibende, bittersüße Tom Waits  Songs.

Gerhard Schöne „Unter dem Dach“

Gerhard Schöne war der Sänger meiner Kindheit. Irgendwann, vor ein paar Jahren, hab ich ihn wiederentdeckt. Er singt, ganz unprätentios von dem, was wirklich zählt. In einer wunderbaren Sprache, die jeder, unabhängig von Alter, Bildung oder Herkunft versteht. Wirklich wertvolle, zeitlose Musik.

 

 

Kommende Konzerttermine

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Wer mich mal nicht nur lesen, sondern auch hören will, der sei herzlichst willkommen auf den Konzerten der nächsten Wochen und Monate. Und ich freue mich besonders, wenn Blog-Leser Hallo sagen! „The Italian Jazz Job“ spielt italienische Songklassiker im jazzigen Gewand – voran die grandiose Sängerin Alice Viola. Mit „Manu“ gibt’s intelligente, vielschichtige Songs irgendwo zwischen Dave Matthews und Kings of Convenience. Auch tolle Songs, diesmal mit Folk-, Bluesrock und Americana-Einschlag gibt’s mit „Mailänder & Friends“. Schaut vorbei!

Wird „handgemachte“ Musik zum Zirkus-Trick?

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Vor ein paar Tagen erwischten mich an einem Tag gleich mindestens fünf online Einschläge der Band „Knower“. Heisst: An einem Tag stolperte ich auf facebook und Youtube gleich fünf mal über eine Band, von der ich noch nie was gehört hatte. Das ging mir vorher erinnerungsweise mindestens zweimal so, nämlich bei dem US Kollektiv „Snarky Puppy“ und dem extrem jungen Multiinstrumentalisten Jacob Collier.

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Heute seh ich Konstantin Wecker

Eigentlich wollte ich über eine Sache schreiben, die mir schon lange unter den Nägeln brennt: Die Tendenz von Konzertveranstaltern und Clubbetreibern, die Verantwortung für ihr Scheitern auf die Musiker zu übertragen. Und über den Wert von live gespielter Musik überhaupt. Das Ding kommt, ganz sicher, aber ich brauch dafür den richtigen Grant, damit es ein bisschen Feuer hat und nicht all zu brav und sachlich ausfällt. Vor einer halben Stunde hatte ich den auch noch. Doch nachdem ich meinen Laptop aufklappte, wollte der sich eine halbe Stunde lang updaten und in der Zeit ging bei mir dieses Feuer aus und ein anderes, weicheres, wärmenderes an. Und das kam so… (ach so: heute gibts mal gar kein Bild, nix, nur Text. Mal sehen, wer weiterliest. Vielleicht keiner? Aber wer weiss, eventuell verpasst man was….).

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Steely Dan „Two against nature“ – Musik wie Schlagsahne

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Ich will jetzt gar nicht beim Urschleim anfangen. Steely Dan sind hierzulande vielleicht unter ein paar Musikern und Journalisten bekannt, aber nicht viel mehr. Ok, „Ricky don’t lose that number“ und vieleicht noch „Reeling in the years“ und eventuell „Black friday“ laufen manchmal im Oldieradio. Aber für mich wird Steely Dan eigentlich erst seit „Aja“ richtig geil. Meine erste Platte war aber „Two against nature“ aus dem Jahr 2000. Und heute, 2017, ist die besser, als je zuvor.

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50 seconds of fame

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Seit fast 15 Jahren arbeite ich in der Musikbranche. Der Mittelpunkt immer: Jazz & Jazzverwandtes. Und die Kommunikation dessen. Seit knapp acht Jahren für das wunderbare Label ACT in München. Den Laden, bei dem ich IMMER hoffte, einmal zu landen. Letztes Wochenende feierten wir 25-jähriges Jubiläum. Mit wirklich lustigem Ausgang…

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