Trofie al pesto genovese

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Heute hat mein netter Vermieter unsere Unterkunft in dem kleinen ligurischen Dörfchen, das wir zu besuchen planten, storniert. Man kann’s ihn nicht verdenken und will auch nicht jammern, denn die Italiener werden noch sehr zu kämpfen haben. Deshalb heute hier ein norditalienischer Klassiker und für mich überhaupt die schönste Version von pasta al pesto. Die Mischung von Pasta und Kartoffeln mag manchem komisch vorkommen, für die Italiener sind diese aber einfach ein weiteres Gemüse und nicht so eine Sache für sich. Zusammen mit der Pasta gekocht werden sie herrlich cremig, geben Stärke ab und geben dem Gericht Bindung. Und, in Krisenzeiten: Pesto mit dem Mörser zu machen entspannt und ist einfach ungemein meditativ.

Secreto vom Iberico Schwein mit Chicorée-Kartoffel-Stampf und süß-sauer karamellisierten Äpfeln

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Was für ein Fleisch! Das Secreto ist ein flaches, zartes, saftiges Stück und natürlich ist es vom Luxus-Schwein Iberico auch noch unglaublich aromatisch und fantastisch marmoriert. Ein teurer Spaß, locker mit dem Preis von Rinderfilet, aber erstens würde ich es diesem ab sofort jederzeit vorziehen und zweitens ist es so fett und intensiv, das pro Person 150 bis 200 Gramm locker reichen. Und dann sind wir schon wieder beim Preis eines McDonald’s Maxi Menüs – aber für ein grandioses Luxusgut.

Experimentelle Lasagne mit violettem Blumenkohl

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Könnte auch ein Stück Johannisbeerkuchen sein. Finde die Optik aber zumindest witzig. Und geschmacklich ist das, besonders für mich Blumenkohl-Fan wirklich gut. Bechamel kochen, eher dünn, Blumenkohl raspeln und mit dazu, mit der Soße die Lasagne schichten und nach Packungsangaben backen. Kurz vor Schluss Semmelbrösel, Parmesan und ein bisschen Butter obendrauf. Und ich fand eine Hand voll mini-Mangold mit Essig und Olivenöl obendrauf toll. Babyspinat geht natürlich auch. Und das Rezept klappt auch mit weißem Blumenkohl oder Romanesco.

Rinderroulade

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Nach der Veggie-Variante gestern, möchte ich doch auch meine Version dieses Klassikers bringen. Denn, es ist schon seltsam: (fast) jeder steht drauf, aber angeboten und gemacht wird er immer seltener. Diese Version hier ist, bis auf eine Abwandlung, wirklich sehr nah an dem Original, und das kommt für mich aus dem Osten. Das heisst auch: wenig Zutaten, Soße eher hell und reichlich, als weinig und reduziert. Mit mürbem Fleisch und dem Geschmack von Senf, Speck und sauren Gurken. Ein echtes Sonntagsessen.

Risotto mit Artischocken

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Heute war mir so richtig nach Gemüse. Zeit für einen Besuch in meinem Lieblingsladen „Verdi“ in der Münchner Landwehrstraße. Mal wieder Artischocken? Ich fremdele ja eigentlich mit den Dingern. Na gut: Gebratene Artischocken mit Kürbiscréme, dazu Portulak in Mandarinen-Vinaigrette und dann noch irgendeinen Knusper…. Salzkrokant von Haselnüssen? Papadam? Vielleicht alles irgendwie asiatisch? Doch ein bisschen rosa gebratenen Lammrücken dazu? Kommt bestimmt geil an im Blog… Immer, wenn ich sowas denke und mache, denke ich hinterher: Hättest Du Rindviech doch was Einfaches gemacht, das du wirklich magst, anstatt auf Teufel komm raus kreativ zu sein. Also zurückspulen. Erstmal die Artischocken richtig machen. Und wenn ich sonst irgendwas in der Küche kann, dann Risotto. Gut so.