Hausfrauenart rockt!

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Aaaahhhh… Warum ich meistens so klassisch koche und so selten „kreative“ neue Kombinationen erfinde? Darum! Kühl, warm, süß, salzig, frisch, weich, knackig, würzig, mild. Das Ding hat alles. Und da wird auch nichts dekonstruiert oder in irgendwelche Ringe gezwängt und da kommt, wie eigentlich bei allem, was ich koche, auch keinerlei Deko drauf, die nichts mit dem Gericht zu tun hat. Warum sollte man etwas Perfektes ändern? A propos perfekt: Die Kreativität liegt für mich in den Feinheiten: Beim Matjes – kräftig Piment, ein bisschen Nelke, Lorbeer, Pfeffer und süße rote Zwiebeln und Äpfel in der Soße (die hier, in Ermangelung von saurer Sahne, aus Joghurt besteht, was super geklappt hat). Und bei den Bratkartoffeln – schön langsam braten, mit separat angeschwitzten Zwiebeln, Kümmel, Fenchelsamen und ein bisschen Paprikapulver. Mehr wäre weniger.

Die einzig echten Thüringer Klöße

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Es ist schon komisch: Obwohl ich fast täglich koche, aus Thüringen komme und Thüringer Klöße liebe, habe ich sie erst einmal selbst gemacht. Und ich meine, auch hier im Knödelland Bayern sind hausgemachte Kartoffelknödel die Ausnahme. Wir haben uns an die recht anständigen Fertigmassen gewöhnt. Und so bastele auch ich mehr an den perfekten Ravioli, aber das Nationalgericht meiner Heimat kann ich nicht.. Das muss sich ändern, heute also zum zweiten Mal hausgemachte Thüringer Klöße und ich hab jetzt entschieden: Wann immer möglich bleibt die Fertigmasse im Supermarkt. Denn wenn solche Dinge keiner mehr kocht, gehen die Rezepte verloren. Und im Falle der echten (!) Thüringer Klöße ist das zumindest online schon fast der Fall: Kaum ein Rezept ist wirklich richtig, vor allem in der Technik. Und die ist die Kunst, denn man braucht für das Original tatsächlich ausschließlich Kartoffeln, der Rest ist Handwerk.

Bowl mit dreimal bayrischer Lachsforelle

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Jeden Donnerstag gibt es bei mir um die Ecke einen kleinen Wochenmarkt. Und dort auch einen Stand mit knallfrischen Forellen. Hier als Bowl, auf Sushireis und in drei Varianten: Gebraten und mit Teryakisoße glasiert, roh als Sashimi und halbroh als Tataki. Und letzteres gefällt mir am allerbesten, wegen mir könnte man Forelle nur noch so garen: In der knallheißen Pfanne mit extrem wenig Öl von jeder Seite zehn Sekunden anbraten und sofort wieder raus. Und dann, am Tisch, in ein bisschen japanische Sojasoße mit Wasabi tauchen.