Tröstendes Hühnerfrikassee

schmecken

Ich glaube, fast jeder liebt Hühnerfrikassee. Und kaum einer kann sich erinnern, wann es das zum letzten Mal gab. Typisches Phänomen deutscher Küchenklassiker, vor allem, wenn man in einer Großstadt lebt und es noch so viel Neues zu probieren gibt. Aber, so ein Hühnerfrikassee kann einem echt den Tag retten. Und es ist ein schönes Vorweihnachtsgericht, weil es so einfach und günstig und gut ist. Hier kommt meine Variante.

Rezept für vier Personen:

Es braucht ein gutes Huhn. Mindestens Supermarkt-Bio. Bäuerliche Aufzucht oder französische Freilandware am allerbesten. Das Huhn gibt den ganzen Geschmack. Taugt es nicht, kann es nicht schmecken.

Ich löse für das Frikassee die Brüste aus und hebe sie für etwas anderes auf. Sie bringen wenig Geschmack, werden nur trocken und außerdem hat man dann eben auch noch was für den nächsten Tag. Außerdem vom Huhn den Bürzel abschneiden und wegwerfen. Finde ich.

Das Huhn zusammen mit zwei grob geschnittenen Möhren, zwei halbierten Zwiebeln (mit Schale) und etwas grob gewürfelten Sellerie in einen großen Topf geben und mit kaltem Wasser bedeckt aufgießen. Salz, Pfefferkörner, Lorbeerblatt, Fenchelsamen. Deckel drauf und bei mittlerer Hitze ein bis eineinhalb Stunden köcheln. Wenn sich das Fleisch an den Keulen leicht einstechen lässt, ist das Huhn gar. Aus der Brühe nehmen und etwas abkühlen lassen.

Zwei Karotten schälen und in dünne Scheibchen schneiden. 250 g Champignons putzen und ggf. halbieren. Beides in Butter anschwitzen, bissl Salz, dann beiseite stellen.

Für die Soße in einem Topf oder einer tiefen Pfanne drei EL Butter schmelzen, drei EL Mehl dazu und anschwitzen. Nach und nach heiße Brühe einrühren, später noch etwas Vollmilch (2 Teile Brühe, ein Teil Milch). Einen Schuss Weißwein dazu und die Soße 10 Minuten ausköcheln lassen. Abschmecken: Salz, Pfeffer, Muskat, ein TL scharfer Senf.

Alles Fleisch vom Huhn pflücken und zur Soße geben. Dann auch die Pilze und Karotten und eine Hand voll TK Erbsen. Alles noch einmal heiß werden lassen. Zwei Eigelb mit etwas Milch verquirlen und zum Frikassee geben, einrühren, dann nicht mehr kochen. Zum Schluss noch ein großer Spritzer Worchestersoße. Wer hat, frischen Kerbel.

Dazu muss einfach Reis mit ein bisschen Butter und einem Spritzer Zitronensaft.

Am Ende sollte immer noch einiges an Brühe übrig sein. Aus der das Gemüse entfernen, die Hühnerknochen rein und noch ein Stündchen kochen. Eine super Basis für Suppen und Saucen, die man auch sehr gut einfrieren kann.

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