Unterm Dach

fühlen

Mein Hendl ist ein bisschen verkokelt. Naja, an manchen Stellen mehr als ein bisschen. Ich hab es heute morgen noch auseinander genommen. Und mariniert. Viel Gewürze haben wir hier auf der Hütte nicht. Salz, Pfeffer, bissl wilden Thymian von draußen. Im Schrank flakt noch ein Streuer mit Knoblauchpulver rum. Ausnahmsweise. Dann raus. Als wir zurück sind, große Lust auf Mittagsschlaf unter dem Hüttendach. Dauert bis sechs. Ich hab einen steifen Nacken vom Luftzug gestern Nacht. Wollte einfach nicht rein.

Mein Huhn wieder im Halbdunkel gegrillt. An manchen Stellen ist es arg verbrannt. Innen ist es durchweg geil. Jeder Bissen ein anderer Gargrad. Dazu sauguter Wein von Weingut vlg. Ritter aus St. Paul. Da waren wir gestern. Sabine, die junge Winzerin und alleinige Betreiberin hat sich für uns eine gute halbe Stunde genommen und uns ihre umwerfend frischen, leichten, klaren, hoch-lebendigen Weine probieren lassen. Die schwingen grad nach.

Ein mächtiges Gewitter ist aufgezogen. Aus der Ferne erleuchten die Blitze die Silhouette des Waldes. Gustavo Santaolalla spielt seinen Brokeback Mountain Sound. Ich sitze unter der Decke, das Vordach hält den Regen ab. Ich sollte echt rein. So zugig. Der Nacken. Aber ich will nicht. Kommt nicht so schnell wieder, das.

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