Pisarei e Fasò

schmecken

Ich bin immer wieder aufs Neue verblüfft und beeindruckt, wie viele verschiedene italienische Pastaformen und -zubereitungen es gibt. Der YouTube Kanal „Pasta Grannies“ ist aktuell eine Quelle für immer neuer Formen. Zum Beispiel dieser hier: Die kleine Muschelnudel aus Norditalien ist, mit einem Teig auf Mehl und Semmelbröseln, ein Zwischending aus Pasta und Knödel. Dazu gibt’s cremige Bohnen mit Tomate. Ein Gericht aus der Armen-/Bauernküche mit lächerlich günstigen Zutaten und maximalem Geschmack. Eher eine Winterpasta. Aber wer will da schon warten?

Rezept:

Am Vortag: Getrocknete Bohnen in reichlich Wasser einweichen. Original sind Borlottibohnen, ich hatte weiße.

Am nächsten Tag: Bohnen im Einweichwasser zusammen mit ein paar Lorbeerblättern, Knoblauchzehen und getrockneten Peperoncini langsam gar kochen. Abgießen, Kochwasser auffangen.

Für den Pastateig 2/3 normales Weizenmehl und 1/3 Semmelbrösel mit soviel warmem Wasser vermischen, das sich daraus ein elastischer, nicht mehr klebender Teig kneten lässt. Wenn zu klebrig, mehr Mehl, wenn zu fest, tropfenweise Wasser dazu. Fünf Minuten gut kneten, dann 30 Minuten in Frischhaltefolie ruhen lassen.

Für die Soße Zwiebel in Streifen schneiden, in reichlich Olivenöl anschwitzen, Tomaten-Passata oder Tomatensoße dazu, Salz, Pfeffer und die Bohnen und alles langsam köcheln lassen bis diese ganz weich sind. Kocht die Soße zu sehr ein, ein bisschen Bohnenkochwasser dazu. Am Schluss nochmal Salz und Pfeffer checken.

Für die Pasta den Teig auf einem gut bemehlten, möglichst rauen Holzbrett zu Kochlöffel-dicken Würstchen ausrollen, diese in Bohnen-große Stückchen schneiden, und die mit dem Daumen über das Brett ziehen, so dass sie sich ein bisschen einrollen. Üben. Pasta in gut gesalzenem Wasser kochen. Dauert zwei bis drei Minuten. Wenn sie nicht mehr mehlig schmecken, sind sie gut. Al dente werden sie wegen der Semmelbrösel nicht, eher weich-elastisch.

Pasta mit der Soße vermischen, in letzter Minute: Frische, fein geschnittene Petersilie, geriebener Parmesan, tolles Olivenöl oder ein Stück Butter.

Das ist die vegetarische Variante. Wer es vegan will, lässt den Parmesan weg und streut ein bisschen geröstete Brotbrösel über das Gericht. Das Originalrezept sieht hingehen ein bisschen Lardo / Speck vor, der zusammen mit den Zwiebeln angebraten wird, was sicher auch toll passt.

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