Pisarei e Fasò

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Ich bin immer wieder aufs Neue verblüfft und beeindruckt, wie viele verschiedene italienische Pastaformen und -zubereitungen es gibt. Der YouTube Kanal „Pasta Grannies“ ist aktuell eine Quelle für immer neuer Formen. Zum Beispiel dieser hier: Die kleine Muschelnudel aus Norditalien ist, mit einem Teig auf Mehl und Semmelbröseln, ein Zwischending aus Pasta und Knödel. Dazu gibt’s cremige Bohnen mit Tomate. Ein Gericht aus der Armen-/Bauernküche mit lächerlich günstigen Zutaten und maximalem Geschmack. Eher eine Winterpasta. Aber wer will da schon warten?

Entspannen wir uns!

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Eigentlich koch ich ja bestenfalls lecker. Ich hab in der letzten Zeit aber viele Sterneküchen-Podcasts gehört. Und da hat sich in mir wieder geregt: Nur wenn Man Makrele, Banane und Yuzu so Pan-Mediterran-Euro-Asiatisch kombiniert, und zugleich voll regional und bodenständig arbeitet, kocht man wirklich geil. Heute deshalb: Miso-Blattspinat, pochiertes Ei, Butterbrösel mit Sesam, Teriyaki Soße. Und so ein bisschen crazy auf dem grauen Teller angerichtet. Und fotografiert. Und noch son Filter drauf. Denn so in Natur sah es auch noch Scheiße aus.

Manchmal ist man halt dämlich. Ist das hier denn wirklich besser als Rahmspinat, Salzkartoffeln und Spiegelei? Absolut nicht. Im Gegenteil. Ich wünschte, ich hätte das gemacht. Und in 90 Prozent der Fälle mach ich ja auch genau das. Doch manchmal packt einen der falsche Ehrgeiz. Ich glaube, ich hab es jetzt echt kapiert: Lassen wir die Profis testen und basteln und entwickeln und erfreuen uns gelegentlich am Ergebnis. Aber zu Hause: Entspannen wir uns und kochen einfach nur… Lecker!

Fijoles negros – kubanische schwarze Bohnen mit allem Drum & Dran

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Auf dem Höhepunkt des durch Buena Vista Social Club ausgelösten Kuba-Booms entdeckte mein Vater seinen langjährigen kubanischen Kumpel Carlos wieder. Und einige Monate später flog auch ich, damals 19 Jahre alt, für ein paar Wochen auf Familienbesuch nach Havanna. Es war der Wahnsinn, besonders für mich als Trommler. Und das kubanische Nationalgericht, Reis und schwarze Bohnen, gab es jeden Tag. Meist in der einfacheren Variante, Congris, bei der Reis und Bohnen zusamnen gekocht werden, mit nicht viel dabei, vielleicht einer Banane. Auch gut. So wie hier ist das schon die Festtagsvariante: Würzige, langsam cremig gekochte Bohnen, Süßkartoffel (oder oft auch Maniok) mit gebratenem Knoblauch, Schweinekoteletts, mit Limettensaft, Knoblauch und Kreuzkümmel mariniert, Reis und Salat. Ohne die Kotletts ist es auch toll und dann sogar vegan. Nur ein bisschen Zeit braucht das Gericht.

Miso Kabeljau Kantstraßen-Mafia-Style

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In der Kantstraße in Berlin-Charlottenburg liegt das Imperium von Koch und Gastronom The Duc Ngo. Einige Gerichte, aus seinem 893 Ryōtei Restaurant gehören in ihrer Klarheit und Sexieness zum Aufregendsten, was ich je gegessen habe. Hier mein Anlauf an seinen Miso Kabeljau. Ohne Rezeptvorlage, rein nach Erinnerung gekocht, war ich echt nah dran und das Ding ist so einfach wie genial.

Mein Schweinsbraten

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Ich hab ganz schön lange rumprobiert an unserem Nationalgericht, dem Schweinsbraten. Denn DEN einen Schweinsbraten gibt es nicht. Man kann ihn aus verschiedenen Stücken machen: Nacken, Bauch, Schulter. Irgendwie sogar aus dem Rücken oder Kotelett. Mit Kruste oder ohne. Man kann ihn eher französisch ansetzen, mit Rotwein, Tomatenmark, Fond. Oder Dorf-mäßig mit Bier. Man kann ihn mit Power grillen oder langsam garen. Und alles davon kann gut funktionieren. Hier zeig ich Euch, wie ich ihn am liebsten mag.