Soljanka

schmecken

Soljanka war ein Nationalgericht in der DDR. Sicher unter den Top 5. Angeblich stammt es aus der Ukraine. Ich bezweifle das und glaube, es ist ein DDR Original. Manchmal, wenn ich in Berlin war, habe ich auch in den letzten Jahren gelegentlich Soljanka gegessen und immer sehr gemocht. Die Suppe, meist mit Wurst, Pökelfleisch, Tomate und Paprika hat einen ganz eigenen, kräftig süß-sauren Geschmack und ist das ideale Gericht für den Anfang und das Ende ausführlicher Saufgelage. In letzter Zeit war mir oft nach Trost und Kinheitsgeschmack und als ich zufällig neulich die Zutaten für dieses Resteessen im Haus hatte, hab ich es auch selbst gekocht. Heute nochmal, diesmal war ich auch klarer in den Zutaten und will es doch mal hier festhalten.

Rezept für ca. 8 Portionen:

Drei Zwiebeln in feine Ringe schneiden. Ein paar saure Gurken in Scheiben. Drei Knoblauchzehen ebenso.

Das Fleisch, welches in die Suppe kommt, kann variieren. Gut ist zumindest ein gepökeltes Stück Fleisch und etwas Wurst. In meinem Fall: Zwei gebrühte Bratwürste und zwei dicke Scheiben Bauchspeck. Bratwürste in dünne Streifen schneiden, Speck ganz lassen.

Es wäre toll, wenn man ein Glas Letscho, ein Paprika-Tomaten-Gemüse, bekommt. Ich war überrascht, dass es das bei Edeka in München gab. Alternativ: Ein Glas sauer eingelegte Paprika (die Hälfte vom Sud abgießen) mit 3 EL  Tomatenmark, Salz und Pfeffer mischen.

In einem großen Topf die Zwiebeln in neutralem Öl anschwitzen. Den Speck und die Wurst dazu und alles ein bisschen mitbraten. Knoblauch dazu. Dann alles mit dem Letscho, dem Sud der sauren Gurken und einem Liter Wasser ablöschen. Die Gurken und 2 EL Zucker dazu. Ich habe noch eine halbierte Chillischote dazu gegeben. Außerdem, das ist optional, aber ich liebe es, 500 Gramm Sauerkraut.

Ganz wichtig ist die Würze: je 2 TL Pfeffer- und Pimentkörner und 2 TL Salz im Mörser zermahlen (zur Not gehen auch gemahlene Gewürze) und zur Suppe geben. Außerdem ein paar Lorbeerblätter. Dann Deckel auf den Topf und 1 1/2 Stunden zugedeckt leise köcheln lassen. Ggf. ein bisschen heißes Wasser nachgießen, wenn die Suppe zu sehr eindickt.

Ist die Zeit rum, den Speck aus der Suppe nehmen, die Schwarte abschneiden und den Speck in dünne Stückchen schneiden und wieder zur Suppe geben. Alles kräftig süß-sauer mit Salz, Zucker und Essig abschmecken.

Beim Servieren ganz wichtig: Einen ordentlichen Löffel saure Sahne und eine Zitronenscheibe (unbehandelt). Die Sahne beim Essen mit der Suppe verrühren und die Zitrone nach und nach mit dem Löffel ein bisschen ausdrücken und auspulen.

***Korrektur*** Meine Freundin Anna-Kaisa, die sich bestens in der russischen Küche auskennt sagte mir, dass es tatsächlich ein russisch/ukrainisches Gericht ist und sie es öfter mit Fisch macht, wovon ich wiederum noch nie etwas gehört habmachte.

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