Korean Fried Chicken. Crack!

schmecken

Es kommt ja echt selten vor, dass ich alleine und über einen Teller Hühnerteile gebeugt, laut stöhnend in der Küche sitze und durchdrehe. Mir kribbelt es jetzt noch auf der Zunge, so gut, nein, sorry, arschgeil war das. Fett, Zucker, Umami, außen kriminell knusprig und innen ganz saftig und zart. Und keine Angst um die Gesundheit: Nach fünf, sechs Stücken hat man genug und ist glücklich, so einen Wumms hat das.

Daher meine ich auch: Das hier ist kein Hauptgericht, sondern ein Snack oder Teil einer kleinen Speisefolge, vielleicht noch mit einem asiatischen Salat und einem Reis- oder Nudelgericht. Der besondere Dreh ist es, das Huhn zweimal zu frittieren. Und natürlich die tief-intensive, süß-salzig-sauer-scharfe Soße.

Für zwei Personen braucht man zwei Hühnerkeulen und zwei Hühnerflügel. Ich kaufe eigentlich nur noch ganze Bio- oder bäuerlich gezüchtete Freiland-Hühner und zerlege die selbst. Aus einem Huhn kann man locker drei, vier Gerichte kochen: Die Brüste braten oder grillen oder ein Curry draus machen, die Keulen und Flügel schmoren oder backen. Aus der Karkasse koche ich immer eine Brühe z.B. fürs nächste Risotto. Und vom Fleisch, das man noch von der Karkasse pflückt, kann man noch einen Salat machen oder Sandwiches belegen. Und dann sind zehn, fünfzehn Euro für ein richtig, richtig gutes Huhn auch kein Geld mehr.

Jedenfalls: Keulen am Gelenk halbieren und die Teile dann auch nochmal teilen, so dass man am Ende pro Keule vier Stücke hat. Von den Flügeln die Krallen abschneiden (können in die Brühe) und auch die Flügel am Gelenk teilen. Die Stücke nur mit ein bisschen Salz würzen und bei Zimmertemperatur eine Stunde lang ziehen lassen.

Dann ein Ei mit den Hühnerteilen mischen. Ein ganzes Päckchen Speisestärke in eine Schüssel geben und die Hühnerteile darin wenden, bis diese komplett überzogen und ganz trocken sind. Stärke leicht andrücken.

Einen breiten Topf, Wok oder eine hohe Pfanne drei Finger hoch mit Rapsöl füllen und dieses heiß werden lassen. Wenn an einem Holzstäbchen Blasen aufsteigen, ist das Öl heiß genug. Die Hühnerstücke ins Öl geben und nach ein, zwei Minuten die Hitze von hoch auf mittelhoch stellen und das Huhn 15 min. lang garen. Es geht erstmal darum, es durchzugaren ohne das es verbrennt. Richtig knusprig kommt später. Am Ende sollte es hellbraun sein. Aus dem Fett nehmen und kurz beiseite stellen.

Von der Soße gibt es, so meine ich, tausend Varianten. Hier meine: 5 EL helle, 2 EL dunkle Sojasoße, 3 EL Ketchup, 3 EL Essig, 3 EL braunen Zucker, 2-3 EL scharfe Chillisoße und 1 TL Sesamöl vermischen. In einer Pfanne je 1 TL fein geschnittenen Knoblauch und Ingwer anschwitzen und die Soße dazu und alles langsam sirupartig einkochen.

Wenn sich beim ersten Frittieren viel Mehl gelöst und am Pfannenboden gesammelt hat, Öl einmal vorsichtig in eine Schüssel gießen, Pfanne sauber (und gut trocken!) machen und Öl wieder rein. Richtig heiß werden lassen, die Hühnerteile wieder rein und ein paar Minuten richtig knusprig frittieren. Dann in die Pfanne mit der Soße geben, kurz durchschwenken und gleich mit etwas Sesam bestreut servieren. Nichts dazu. Nur kaltes Bier.

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