Rinderroulade

schmecken

Nach der Veggie-Variante gestern, möchte ich doch auch meine Version dieses Klassikers bringen. Denn, es ist schon seltsam: (fast) jeder steht drauf, aber angeboten und gemacht wird er immer seltener. Diese Version hier ist, bis auf eine Abwandlung, wirklich sehr nah an dem Original, und das kommt für mich aus dem Osten. Das heisst auch: wenig Zutaten, Soße eher hell und reichlich, als weinig und reduziert. Mit mürbem Fleisch und dem Geschmack von Senf, Speck und sauren Gurken. Ein echtes Sonntagsessen.

Ich finde, für ein gutes Ergebnis braucht man eine gewisse Menge. Vier Rouladen sind Minimum, besser sechs. Einfrieren ist Mist, Leute einladen viel besser. Und das ist dann auch ein Gericht, das ich niemals nur für mich machen will. Ich bleibe, wie gesagt, ziemlich beim Original – mit einer Ausnahme: ich fülle die Rouladen auch mit ein bisschen Hackfleisch. Das macht sie noch mürber. Und größer!

Also: Sechs Rouladen vom Metzger zuschneiden lassen. Ein kg gemischtes Hackfleisch mit Salz und Pfeffer würzen. Rouladen ausbreiten, salzen und pfeffern und mit Bautzener Senf bestreichen (kein Dijon). Dann Bacon, eine dünne Schicht Hackfleisch, Streifen von sauren Gurken und Zwiebeln. Aufrollen, dabei die Ränder ein bisschen nach innen falten und schließlich mit Zahnstochern verschließen.

Rouladen in einem Bräter in Öl anbraten, dann herausnehmen. Je eine Kaffeetasse voll grob geschnittene Zwiebel, Sellerieknolle und Karotte in den Bräter, anrösten, etwas Zucker und ein EL Tomatenmark und 1 TL süßes Paprikapulver und ein bisschen mitbraten. Dann mit einem Schuss Weißwein ablöschen, aufkochen und schließlich drei Finger hoch Rinder- oder Gemüsebrühe angießen und zwei Lorbeerblätter dazu. Rouladen wieder dazu und ca. zwei Stunden sanft (!) schmoren.

Wenn die Rouladen weich sind, aus dem Sud nehmen, ebenso die Lorbeerblätter und den Sud mit dem Mixstab pürieren. Ggf. bis zur gewünschten Kraft und Konsistenz einkochen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Rouladen nochmal in die Soße und noch eine Viertelstunde auf ganz niedriger Hitze ziehen lassen.

Rotkohl dazu ist klassisch. Ich mag aber noch lieber Rosenkohl. Und natürlich Kartoffelklöße, wobei ich echt meine, ein guter Fertigteig ist voll in Ordnung. Die hausgemachte thüringer Variante, die ausschließlich aus Kartoffeln und ein bisschen Salz und sonst nix gemacht wird, ist wirklich eine Herausforderung.

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