Risotto mit Artischocken

schmecken

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Heute war mir so richtig nach Gemüse. Zeit für einen Besuch in meinem Lieblingsladen „Verdi“ in der Münchner Landwehrstraße. Mal wieder Artischocken? Ich fremdele ja eigentlich mit den Dingern. Na gut: Gebratene Artischocken mit Kürbiscréme, dazu Portulak in Mandarinen-Vinaigrette und dann noch irgendeinen Knusper…. Salzkrokant von Haselnüssen? Papadam? Vielleicht alles irgendwie asiatisch? Doch ein bisschen rosa gebratenen Lammrücken dazu? Kommt bestimmt geil an im Blog… Immer, wenn ich sowas denke und mache, denke ich hinterher: Hättest Du Rindviech doch was Einfaches gemacht, das du wirklich magst, anstatt auf Teufel komm raus kreativ zu sein. Also zurückspulen. Erstmal die Artischocken richtig machen. Und wenn ich sonst irgendwas in der Küche kann, dann Risotto. Gut so.

An Artischocken scheiden sich ja eh die Geister. Die eingelegten Dinger auf der Pizza sind ok, aber eigentlich schmecken sie nur sauer und ein bisschen brackig. Frisch sind sie eine ziemliche Arbeit und beweisen außerdem, dass auch ein einfaches Gemüsegericht richtig schön teuer werden kann. Aber richtig gemacht, sind sie wirklich toll, zart im Biss, nussig und steinpilzig. Und dafür dann schon wieder günstig.

Beim Einkaufen aufpassen: Ich würde mittelgroße nehmen, die noch gut geschlossen sind. Und pro Stück sollten sie maximal einen Euro kosten. Pro Person für dieses Gericht drei, vier Stück. Zuerst den Stiel ca. zwei cm unter dem Boden abschneiden. Dann mit einem Sägemesser die oberen drei Viertel der Artischocke wegschneiden. Dann alle zähen Blätter abreißen, den Stielansatz und die Unterseite des Bodens großzügig mit einem kleinen Messer schälen, die Oberkante der Blattansätze auch und aus der Mitte das Heu mit einem scharfkantigen, kleinen Löffel entfernen. Und die geputzten Artischocken dann in Zitronenwasser lagern. Üben. Ab der Dritten geht es besser.

Für das Risotto die Artischocken in je sechs Tranchen schneiden. Butter und Olivenöl, sowie zwei angedrückte Knoblauchzehen in eine Pfanne geben und die Artischocken hellbraun anbraten und dabei ein bisschen salzen. Dann einen Schuss Brühe dazu, noch ein bisschen dünsten bis diese wieder verdampft ist, am Schluss nochmal ein Stückchen Butter dazu und ein bisschen nachbräunen.

Risotto wie immer: Rundkornreis in Olivenöl anschwitzen, feinst geschnittene Schalotte dazu, mit Weißwein ablöschen und dann unter Rühren und der kellenweisen Zugabe heißer Gemüsebrühe zu 3/4 garen. Dann die Artischocken nebst Bratfett dazu, ein paar aufheben. Risotto zu Ende kochen, reichlich Butter, Parmesan und frisch gemahlenen Pfeffer dazu, gleich auf vorgewärmte Teller geben, und noch etwas Parmesan und die restlichen Artischockenstücke obendrauf. Ich wollte das mal pur, aber ein paar grüne Erbsen machen sich, glaube ich, auch sehr gut in so einem Artischockenrisotto.

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