Thai-Papaya Salat mit Sepia

schmecken

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Trotz meines großen Interesses an der Thai Küche habe ich diesen absoluten Klassiker erst letzte Woche zum ersten Mal probiert und war wirklich von den Socken. Knackige Streifen von grüner Papaya, Karotte, grüne Bohnen und (überraschend) Kirschtomaten, geröstete Erdnüsse und frische Chilli und vor allem: Ein unglaublich kraftvolles Dressing, zugleich intensiv süß, sauer, fruchtig, würzig und scharf. Eine echte Geschmacksexplosion und zugleich sowas von leicht. Wer den Salat noch nicht kennt, dem empfehle ich, ihn erstmal im Restaurant zu probieren, einfach, um ein Gefühl für die Würzung zu kriegen, denn die ist der Schlüssel. Und dann, das verspreche ich, wird man ihn oft selber machen wollen. Der Salat passt super in einer größeren Portion als Lunch oder leichtes Abendessen. Wenn man Gäste hat, würde ich ihn in einem kleinen Menü, vielleicht mit einem Thai Curry und / oder Pad Thai und einem fruchtigen Dessert (z.B. meiner gelben Grütze) servieren.

Das Einzige, was schwierig ist, ist an die grüne Papaya heran zu kommen. Das ist keine besondere Sorte, sondern einfach eine normale, grün geerntete, große Papaya. Asialäden mit Frischeabteilung haben sie oft. Leider sind sie dort dann auch nicht ganz günstig. Um die 14 € das Kilo. Andererseits reichen auch 100 – 150 Gramm pro Person. Wer die Papaya nicht bekommt, kann den Salat, so meine ich, auch mit einer sehr knackigen, fleischigen Gurke machen. Sicher nicht das Selbe, aber könnte gut sein. Oben drauf geht eine Menge: Rindfleisch, Huhn, Tofu, Garnelen. Oder, wie in meinem Fall, kurz frittierte kleine Sepien. Wer sich über deren Optik wundert: Irgendwie waren meine ein bisschen zu nass, so das sich das Mehl beim Frittieren gelöst hat. War aber nicht schlimm, zart waren sie trotzdem und das Mehl hat ganz leckere, kleine „Croutons“ ergeben…

Rezept für vier Personen

Eine ca. 800 Gramm schwere Thai Papaya mit dem Sparschäler gut schälen, halbieren, die Kerne auskratzen (meine hatte keine) und dann in sehr feine Streifen schneiden. Am besten geht das mit einem Julienne-Schäler (hab ich nicht). Ich habe sie mit der Mandoline in feine Scheiben gehobelt und diese dann mit dem Messer in Streifen geschnitten. Es geht auch einfach nur mit dem Messer, dauert dann halt ein bisschen. Außerdem auch eine große Karotte in Julienne schneiden, bringt Knack und Süße. Eine Hand voll grüne Bohnen putzen und blanchieren und auch fein schneiden (im Original lässt man sie roh, wozu ich mich einfach nicht durchringen konnte.) Eine Hand voll Kirschtomaten vierteln. Zwei Hand voll Erdnüsse ohne Fett rösten und im Mörser (oder mit dem Messer) zerkleinern.

Das Allerwichtigste ist das Dressing. Es muss richtig Kraft haben und dafür wirklich überwürzt sein. Am besten macht man es im Mörser: Den Abrieb und Saft von drei Limetten, sechs Esslöffel Palmzucker oder braunen Zucker, sechs Esslöffel Fischsoße, drei frische Knoblauchzehen und zwei fein geschnittene Chilli in den Mörser geben und gut zermalen. Wer keinen Mörser hat, reibt / hackt die Sachen fein. Dressing mit den Karotten- und Papayastreifen in einer großen Schüssel mischen und kräftig mit den Händen durchkneten. Kirschtomaten und die Hälfte der Erdnüsse dazu. Die Bohnen erst kurz vor dem Servieren, denn durch die viele Säure werden sie sonst grau. Vor dem Servieren nochmal abschmecken: Salz, Säure, Schärfe müssen ausgewogen und kräftig sein.

Mein Topping: Kleine, gefrorene Sepien langsam auftauen. Tentakel vom Körper lösen und ganz lassen (dabei schauen, ob in der Tentakelmitte noch das harte Kauwerkzeug steckt, wenn ja, entfernen. Körper in Streifen schneiden. Alles auf Küchenkrepp abtrocknen. Neutrales Öl in einem Wok oder einer hohen Pfanne erhitzen bis ein Holzstäbchen beim Hineinhalten Blasen bildet. Sepien in Mehl wenden und im heißen Öl eine Minute lang frittieren. Herausnehmen, abtropfen und mit Salz und Chilliflocken würzen.

Salat auf Teller geben, dann die Sepien und die restlichen Erdnüsse darüber, und schließlich noch ein bisschen fein geschnittene Chillischoten. Und wer mag, legt noch ein paar Limettenspalten an die Seite und stellt etwas Fischsoße auf den Tisch.

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