Abkühlung: Kaltes Soba mit gegrilltem Frühlingslauch und Kräuterseitlingen

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Heiß! Viel zu heiß, um was Warmes zu essen. Aber immer nur Salat macht auch nicht froh. Die Japaner wissen mal wieder Bescheid. Sie essen im Sommer gerne eisgekühlte Buchweizennudeln, „Soba“, oft nur ganz pur, mit einer „Tsuyu“ genannten Dipsoße. Hier gibt’s meine, ganz und gar nicht original japanische, von den Zutaten her aber doch sehr stark Japan-inspirierte Version. Ein wunderbares, kühlendes, mega-leichtes, schnell gemachtes Abendessen, das satt und zufrieden macht, aber null belastet.

Rindfleisch mit Ingwer, Zitronengras, Nüssen und Zuckerschoten

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Ich könnte jeden Tag so ein „stir fry“, also ein pfannengerührtes Gericht essen. Ich liebe es so, alles in einer Pfanne zu machen, ich steh auf den Wumms der asiatischen Würzzutaten, die Tatsache, dass die Gerichte trotz ihrer relativen Leichtigkeit wirklich Power haben und ihren unglaublichen Variantenreichtum. Und ich glaube, es sind tolle Gerichte für Leute, die gerne Fleisch mögen, aber weniger davon essen wollen. Denn in dieser Form reichen locker 100 Gramm pro Person und es fehlt einem nix.

Der berühmte Geiger

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Es ist unser bisher teuerstes Konzert. Gage und Produktionskosten zusammengerechnet liegt die Kalkulation im sechsstelligen Bereich. Die gut 800 Tickets sind deshalb richtig teuer – und trotzdem innerhalb von einer Woche ohne jede Werbung weg. Der berühmte Geiger kommt in die Provinz. Und ich soll mich um ihn kümmern. Der Hospitality Rider, also der Vertragszusatz, der Unterbringung, Transport und Catering regelt, ist vierzig Seiten stark. Der mit Abstand umfangreichste, den ich bis dato gesehen habe und auch bis heute sehen werde. Ich glaube, der von den Stones ist dünner. Das heisst, die Stones bringen ihren Kram immer selbst mit. Der berühmte Geiger nicht.

Grünes Chicken Curry „Low and slow“

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Curry heisst ja, im Fall von Thai Curries wie diesem hier: Blitzschnell. Ich stehe voll drauf, könnt ich, wie nur wenige Gerichte, wirklich jeden Tag essen. Hier mal eine Wochenend-Variante von mir, die mehr Garzeit braucht, aber dafür mit saftig-geschmacksvollen Hühnerstücken am Knochen, statt mit der üblichen Hühnerbrust. Nicht besser als das Original, aber anders gut.

The simple things: Pasta aglio e olio

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Eine der sicher allereinfachsten Pastazubereitungen. Und zugleich eine der aller-aller-allerbesten. Vor allem jetzt, wo es jungen, frischen Knoblauch gibt, durch den das ganze aromatisch wird, aber eben kein Knoblauch-Inferno. Für mildes Feuer sorgen frische Chillischoten. Und für Leichtigkeit reichlich Petersilie und ein bisschen Zitronenabrieb. Ein kinderleichtes, lächerlich preiswertes Gericht, dass jeder hinbekommt.

Rezept:

Pasta (Spaghetti, Linguine, Tagliatelle) in reichlich gut gesalzenem Wasser kochen.

Parallel pro Person drei möglichst frische Knoblauchzehen in feine Scheiben schneiden. Frische Chilli nach Geschmack. Und reichlich fein gehackte Blattpetersilie.

In einer Pfanne reichlich bestes Olivenöl nur erwärmen, nicht zu heiß! Knoblauch und Chilli rein, ein bisschen anschwitzen, aber nicht bräunen. Schließlich die Petersilie und Zitronenschale dazu und 30 sek. mitlaufen lassen.

Ist die Pasta fertig, diese tropfnass mit in die Pfanne, nochmal kurz auf den Herd und eine knappe Minute verbinden lassen und ein paarmal kräftig durchschwenken. Ich gebe an der Stelle noch eine Schuss Pastawasser und ein Stück Butter dazu. Letzteres steht in Italien vermutlich unter Todesstrafe, aber wir sind ja nicht in Italien. Ganz zum Schluss nochmal Salz checken und S O F O R T servieren.

Meiner Meinung nach passt zu dieser Pasta kein Parmesan, wer aber welchen haben will, soll es machen.

Kartoffelsalat „Grie Soß Style“ (frei nach Stevan Paul)

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Ich poste doch hier keine Kartoffelsalat Rezepte! Viel zu banal!! Und schlecht fotografieren lassen sie sich auch noch!!! Naja, egal, das hier muss. Die Idee kam aus dem Buch „Monsieur, der Hummer und ich“ von Stefan Paul, einem meiner allerallerliebsten Erzähl-Bücher rund um das Thema Küche. Wollte ich schon lange mal probieren, denn: Anders als die Mehrheit der kulinarisch bewanderten Leute, mag ich Kartoffelsalat durchaus mit Majo, und nicht nur, wie mittlerweile üblich, mit Essig, Öl und Brühe. Ich glaube, der Majo-Äquator verläuft irgendwie auf der Höhe von Nürnberg. Drüber: tendenziell Majo, drunter: Essig, Öl, Brühe. Ich komme aus Majo-Land Thüringen, habe aber die letzten 15 Jahre in Süddeutschland verbracht. Und mag beides. Eines meiner liebsten K-Salat Rezepte: Ein Becher Majo Fleischsalat, ein Esslöffel scharfer Senf, ein paar gehackte saure Gurken und, ganz wichtig, ein Schuss vom Gurkenwasser, alles vermischen, über die Kartoffelscheiben geben – fertig! Das hier ist jetzt ein bisschen subtiler. Und war dann doch SO gut, dass ich es bringen muss.