Ratatouille, ganz klassisch

schmecken

Rattatouille gehört zu den, zumindest hierzulande, meist-verhunzten Gerichten, die man so in der Gastronomie kriegen kann. Kaum einer macht es gescheid, denn die Zubereitung macht ein bisschen Arbeit und die meisten Leute kennen es nicht besser. Die Liste der Sünden ist lang: Brocken gekochtem Gemüse, in sauren Tomatensoßen, mit getrockneten Herbs de Provence, Rosmarin-Ästen, Knoblauch-Inferno, mal zu matschig, mal zuz knackig, in Öl schwimmend, oder als fader Fleischersatz. Und viele Rezepte sagen, die französische Originalversion sei zu umständlich und es ginge viiiiel leichter. Ich meine, es gibt viele Arten, eine Gemüsepfanne aus Zucchini, Aubergine, Paprika und Tomate herzustellen, aber nur wenige ergeben ein richtiges, gutes Ratatouille. Eines, das seinen Ruf Wert ist.

Rezept

Die allerbesten Auberginen, Zucchini, gelbe und rote Paprika, sowie Tomaten kaufen, derer man habhaft werden kann. Mengen zu gleichen Teilen. Das Gemüse, außer den Tomaten, putzen und in 1×1 cm kleine Würfel schneiden. Diese in wenig Olivenöl separat, also entweder nacheinander oder in mehreren Pfannen parallel, zusammen mit ein bisschen Salz langsam weich schmoren. Mittlere Hitze, langsam, das kann, pro Gemüse, eine Viertelstunde dauern. Wenn die Sachen zu dunkel werde, Hitze weiter runter und ggf. ein bisschen Wasser dazu. Am Ende sollen die Gemüse leicht gebräunt und weich, also nicht al dente sein. Parallel die Tomaten überbrühen, häuten, entkernen, in Würfel schneiden und auch in ein bisschen Olivenöl zusammen mit ein bisschen Salz und Zucker nur 30 Sekunden anschwenken und wieder aus der Pfanne nehmen.

Erst wenn alle Gemüse gar sind, das Ratatouille zusammenbauen: In einer großen Pfanne oder einem Topf Olivenöl erhitzen, eine fein geschnittene rote Zwiebeln und ein paar ganze, angedrückte Knoblauchzehen anschwitzen. Zucchini, Auberginen, Paprika dazu. Salz, Pfeffer, ein bisschen frischen Oregano oder Basilikum, einen kleinen (!) Schuss Weinessig und ein bisschen scharfes Paprikapulver. Alles 10 min. zusammen leise brutzeln lassen. Dann die Tomaten dazu und diese nur noch eine Minute mitziehen lassen. Auf dem Teller noch einen kleinen Schuss bestes Olivenöl drüber.

Ratatouille geht am besten zu gebratenem oder gegrillten Lammfleisch. Oder zu kräftigem, gebratenem Fisch. Vegetarisch am allerbesten zusammen mit einem Spiegelei. Und kalt bzw. zimmerwarm auf geröstetem Brot.

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