Tröstende Kürbislasagne

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Langsam reichts mit dem Winter. Ich halt mich ja so gut es geht an die Jahreszeiten in der Küche. Aber langsam will ich wieder hellere, buntere Aromen. Um ein Herbst- und Wintergemüse hab ich aber bislang noch einen relativ großen Bogen gemacht, denn ich steh nicht so drauf: Kürbis. Entweder man macht ihn relativ pur, dann schmeckt er nach wenig, oder man gibt Curry & Co dazu, dann schmeckt er nicht mehr nach Kürbis. Dieses Rezept hier, eine Abwandlung einer Idee von Vincent Klink, umschifft beides: Kürbis pur in einem Umfeld, dass ihm wirklich schmeichelt, mit seinen beiden besten Freunden, Muskat und Salbei. Und so überstehen wir alle auch noch ein paar kalte Tage.

Rezept für vier Personen

Kürbis (ich hatte Butternut, Muskat- oder Hokaido-Kürbis gehen auch) schälen und entkernen und schließlich in feine Scheibchen schneiden.

In einer großen Pfanne drei EL Butter und einen EL Olivenöl erhitzen und eine Hand voll Salbeiblätter (frisch) ein paar Minuten knusprig braten und aus der Butter nehmen. In die selbe Butter den Kürbis geben, Salz, Pfeffer, kräftig frisch geriebene Muskatnuss und eine ordentliche Prise Zucker und unter Rühren 10 min. braten, dabei kann ruhig ein bisschen Farbe entstehen. Dann eine Tasse Gemüsebrühe angießen (Instant ok) und alles zugedeckt nochmal 10 min. köcheln, bis der Kürbis weich ist. Er kann ruhig zerfallen.

Parallel eine kleine Bechamel kochen. Die ist optional, wer es leichter will, lässt sie weg. Aber für mich braucht Lasagne diese überbackene obere Schicht. Jedenfalls: in einem Töpfchen einen EL Butter schmelzen, einen EL Mehl dazu, anschwitzen und mit ca. 250 ml Milch angießen, ein Lorbeerblatt dazu, Salz, Pfeffer und alles unter Rühren ein paar Minuten auf mittlerer Hitze einkochen. Aufpassen, brennt leicht an.

Ein ordentliches Stück Parmesan reiben. Eine Hand voll in die Bechamel einrühren, den Rest aufheben.

Ofen vorheizen, volle Kanne!

Lasagne bauen: In eine ofenfeste Form unten eine Kelle Kürbis, dann Lasagneblätter, dann ein bisschen Parmesan, dann wieder Nudeln, dann wieder Kürbis und Käse u.s.w.. Mit Kürbis oben abschließen. Und ganz obendrauf die Bechamel verteilen. Wer die weggelassen hat, schließt nur mit Kürbis ab und streut 10 min. vor Schluss eine Hand voll Parmesan drüber. Nicht früher, sonst wird er zu dunkel und trocken und schmeckt mies.

Lasagne in den Ofen, jetzt auf 180 Grad Ober- und Unterhitze, und ca. 35-40 min. backen (Packungsangabe bei den Nudeln beachten). Wenn die Lasagne zu braun wird, kann man sie mit ein bisschen Alufolie abdecken. Alles ist fertig, wenn sich mit einem kleinen Messerchen gut durchstechen lässt.

Was ich dann noch ganz wichtig finde: Lasagne aus dem Ofen nehmen und zehn Minuten bei Zimmertemperatur stehen lassen. Erst dann hat sie eine essbare Temperatur und lässt sich auch ein bisschen schöner zerteilen. In Stücke schneiden und auf jedes noch ein paar knusprige Salbeiblätter drauf.

Ein kleiner bitterer Salat wäre super, vielleicht Ruccola mit ein paar getrockneten Tomaten und Pinienkernen.

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