Udon home style

Mein erster Versuch mit selbstgemachten Udon, also dicken, japanischen Nudeln, nur aus Wasser, Mehl und ein bisschen Salz. Ich bin total glücklich mit dem Ergebnis, auch wenn nichts, weder die Nudeln, noch die Brühe, wirklich echt japanisch sind. Aber ich meine, man sollte beim Kochen zu Hause keine Angst und keine Sorgen haben. Klar ist die Brühe in der Suppenküche, über Stunden aus Knochen, Kombu, Fischflocken und Gemüse gekocht der Hammer. Aber zu Hause tut es auch eine einfache Gemüse- oder Hühnerbrühe, ein Löffel Miso, ein bisschen Ingwer, Sojasoße und vielleicht ein bisschen Sesamöl. Und wenn die Nudeln ein bisschen ungleichmäßig sind, schmecken tun sie trotzdem.

Rezept für vier Personen

Für die Nudeln brauchen wir ca. 400 g normales Mehl, ca. 200 ml Wasser und einen TL Salz. Letzteres in das Wasser geben und dieses nach und nach in das Mehl einarbeiten. Dann Teig auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche transferieren und zwei, drei Minuten kräftig kneten. Das ist wichtig für die spätere Elastizität der Nudeln. Ist der Teig zu klebrig, noch etwas Mehl dazu, ist er zu trocken, noch etwas Wasser, wobei letzteres schwieriger ist, also lieber etwas zu weich anfangen. Am Ende sollte der Teig eine Marzipan-ähnliche Festigkeit haben. Dann in Klarsichtfolie einwickeln und 30 min. bei Zimmertemperatur ruhen lassen. Dann Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben, mit einem Nudelholz ca. 5 mm dünn ausrollen, auf die Hälfte zusammenklappen, wieder ausrollen und das alles 3x wiederholen (YouTube hilft). Teig mit Speisetärke bestreuen, wenden, nochmal dasselbe und dann vierfach zu einer flachen Rolle falten und diese in 3 mm starke Streifen schneiden und schließlich alles mit den Händen auflockern. (Hatte ich erwähnt, dass Youtube hilft? Ist wirklich einfacher, als es klingt). Die Nudeln sollte man tatsächlich gleich weiterverwenden. D.h. in reichlich Salzwasser 2 min. kochen und dann abgießen und entweder in eine Suppe geben oder mit Gemüse, Tofu, Fleisch oder Fisch braten.

Ich habe sie in eine Suppe gegeben und die geht so: In 1 l Hühner- oder Gemüsebrühe 1 EL Miso, einen kräftigen Schuss Sojasoße, etwas frischen, in Scheiben geschnittenen Ingwer, 1 TL Zucker und 1 TL Sesamöl geben und alles 15 min. ziehen lassen.

Gemüse nach Laune in dünnste Streifen schneiden. Ich hatte: Spitzkohl, Karotte, Zuckerschoten und Frühlingswiebeln. Eine Portion Nudeln in eine Schüssel geben, Gemüse dazu und mit der kochend heißen Brühe übergießen.

Einlagen nach Wahl, ich hatte gebratene und mit süßer Sojasoße gewürzte Auberginenscheiben und ein bisschen Fleisch vom Suppenhuhn. Es gehen auch Schweinefleisch, Entenbrust, Streakstreifen, gebratener Tofu, weich gekochte Eier, Shrimps und sicher noch ganz Vieles mehr.

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