Post von Vincent

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Seit bestimmt 25 Jahren interessiere ich mich für das Thema Küche im allerweitesten Sinne. Über die Jahre ist mein Interesse an dem Thema weit über das reine Kochen hinaus gewachsen, hin zur Philosophie, der Kultur und den Geschichten und Köpfen der Küche. Eine Schlüsselfigur war und ist der großartige, weise Vincent Klink. Zuerst seine Autobiografie „Sitting Küchenbull“ und davon ausgehend seine Reisegeschichten, Blogeinträge, Artikel in ZEIT & Co. und sein wunderbarer Blog auf www.wielandshoehe.de Und da Vincent nicht nur ein unglaublich schlauer, sondern auch noch ein unfassbar netter Mensch ist, hat sich zwischen uns eine kleine Brieffreundschaft entwickelt. Das, wie immer in feiner Füller-Schrift geschriebene Kärtchen, welches dieser Tage als Reaktion auf mein bescheidenes, erstes Küchen-Büchlein ins Haus flatterte, gehört zu den schönsten Ermutigungen des schreibenden, fotografierenden, Küchen-denkenden Teils meines Lebens. Und es erfüllt mich mit großer Dankbarkeit darüber, dass es Menschen wie Vincent überhaupt gibt.

Wintersonne: Chicoreesalat mit Apfel, Mandarine, roter Zwiebel und Salz-Krokant

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Es passiert selten, dass ich mir ein neues Gericht einfach nur vorstelle und dann einmal mache und es gleich 100%ig funktioniert. Und es passiert noch seltener, dass ich bei einem schlichten Salat wirklich ausflippe. Das hier, lasst Euch von der milden Optik nicht täuschen, ist eine absolute Granate: Knackig, süß, sauer, bitter, salzig, knusprig, fruchtig. Und es kriegt jeder hin, nur: Man braucht guten Chicoree, der wirklich noch ein bisschen bitter schmeckt. Lose gekauft im Gemüseladen sind die Chancen wohl am besten. Und natürlich tolle Mandarinen und gute Äpfel. Und man muss mutig würzen, denn das hier ist kein Obstsalat, sondern ein herzhaftes Gericht. Und das geht als kleine Zwischenmahlzeit, oder, wahrscheinlich am besten, als Vorspeise, die Lust macht auf alles, was da noch kommt.

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Miesmuscheln mit Sahne, Lissabon Style

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Jedes Jahr die selbe Geschichte: Die Frauen- und Küchenzeitschriften stellen direkt um von „die schönsten Weihnachtsrezepte“ zu „die besten Diäten“. Macht den Quatsch eigendlich ernsthaft jemand mit? Jedenfalls: Miesmuscheln sind ein wunderbar kalorienarmes Lebensmittel. Genau das Richtige, um nach den Feiertagen ein paar Pfunde zu verlieren. Um das zu verhindern, gibt es hier ein Rezept, bei dem man, wenn man nach dem Essen die Zugspitze besteigt, oben immer noch die Hälfte der Energie übrig hat. Denn Anfang Januar brauchen wir vor allem: Wärme und ein bisschen Trost. Kenner essen diese Muscheln übrigens gerne mit einer Portion Pommes. 🙂

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