Unglaubliches Barsch-Kotelett mit Blattbrokkoli und kleine Kartoffeln

dav

Das hier ist jetzt wirklich ein bisschen gemein, denn dieses Rezept ist so einfach wie zu Hause praktisch unumsetzbar: Krieg ein dickes Kotelett von einem tages-fangfrischen Riesen-Barsch und brat es. Ich bring das hier dennoch, weil ich ja berichten wollte, was aus den Sachen vom Markt wurde. Und ich kann nur sagen: Ich weiss gar nicht, ob ich überhaupt schon einmal ein so gutes Stück Fisch gegessen habe.

Mir fällt beim Schreiben auf, dass ich einen blöden Fehler gemacht habe: Ich weiss nicht wirklich, wie der Fisch heisst. Auf dem Markt hatte ich mir mit dem Handy das Schildchen übersetzt, das neben dem Fisch lag. Es spuckte „Zackenbarsch“ aus. Nur gibt es die, wie ich jetzt lerne, im Atlantik gar nicht. Ich denke trozdem, das „Barsch“ nicht verkehrt ist. Jedenfalls waren es Fische von bestimmt 1 1/2 Metern. Ich glaube nicht, dass ich die Tierchen schon in meinen üblichen Fischläden gesehen habe. Wahrscheinlich gibt es etwas Artverwandtes, aber solche Riesenexemplare, wie hier auf dem Markt, wären mir aufgefallen. Ich hatte eine bestimmt 350 Gramm starke Scheibe vom dicken Teil des Schwanzes. Die einfach nur mit ein bisschen Olivenöl eingerieben und in der Grillpfanne auf jeder Seite vier Minuten gebraten, am Ende ein bisschen von meinem Knoblauch-Petersilienöl dazu. Und dazu, ganz schlicht, ein bisschen blanchierter Blattbrokkoli mit Olivenöl. Und ein paar gebratene kleine Kartoffeln.

Der Fisch war u n g l a u b l i c h gut. Fest und fleischig, von außen leicht gebräunt, mit ein paar knusprigen Stellen, innen gleichzeitig wahnsinnig saftig, durch, aber an der dicken Gräte, die sicher auch noch massig Geschmack abgab, noch glasig. Und von unvergleichlichem Geschmack, nicht ein winziges bisschen fischig, schon im Rohzustand nach nichts anderem, als ein bisschen Meerwasser riechend. Wirklich der absolute Wahnsinn. Mir selbst muss ich dahingehend auf die Schulter klopfen, das ich diesen mir unbekannten Fisch auf Anhieb so hinbekommen habe.

Also: Wann immer ich den wieder kriege, jederzeit und unbedingt wieder. In der Frische und noch dazu zu diesem Preis von nicht mal sieben Euro für so ein stattliches Steak, wird das dauern. Ich hatte sogar kurz ernsthaft erwogen, nochmal rauszufahren und Nachschub zu holen, aber das hätte sicher zwei Stunden gedauert und ein bisschen außer Haus will ich ja auch essen.

Was mich besonders freut: Man kann in Deutschland viele Sachen kaufen, aber es gibt dann doch immer wieder Dinge, die man nur unterwegs bekommt. Und die deshalb etwas erinnerungswürdiges, außergewöhnliches bleiben.

Nachtrag: Ich konnte doch noch zwei Fotos wiederherstellen, auf denen der Fisch im Ganzen zu sehen ist. Sollte jemand wissen, was das genau ist, wäre ich sehr neugierig.

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