Schweinefleisch, zweimal gebraten

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ALF: „Was iss’n das?“
Willie: „Schweinefleisch, zweimal gebraten.“
ALF: „Sieht eher aus, wie zweimal gegessen. Haaaa-ha-ha-haaaaa!“

Schon vor ungefähr 25 Jahren fragte ich mich: Wie kann man denn was ZWEIMAL braten? Jetzt weiss ich es endlich. Und ich weiss auch: Das ist RICHTIG gut.

Rezept für vier Personen:

Wir (das Küchen-Wir), brauchen ca. 800 g guten Schweinenacken. Das mit dem Gut ist gar nicht so leicht. Selbst bei Aldi gibt es inzwischen zumindest qualitativ gutes Rindfleisch. Aber dem Schweinefleisch haftet immer noch das Image des billigen Sattmachers an. Ich finde: gutes Schweinefleisch steht einem hochwertigen Stück Rindfleisch in nichts nach. Das wässrige, geschmacksfreie Turbo-Fleisch aus der Industrie-Mast ist das Grauen. Ich denk immer noch: teurer ist erstmal meistens besser. Metzger ist besser als eingeschweißt im Supermarkt. Duroc Schwein ist super, wenn auch keineswegs alt oder bio, sowas wie Mangalitza oder Havelländer Apfelschwein der Hammer, aber für diese, so aromastarke, Zubereitung, fast schon wieder zu schade.

Jedenfalls: Den Schweinenacken in einen Topf mit gut gesalzenem, kochenden Wasser, in dem auch ein paar getrocknete Chillischoten schwimmen dürfen, geben, Hitze auf mittelniedrig schalten und 20 min. ziehen lassen. Dann aus dem Topf nehmen und auf Zimmertemperatur erkalten lassen. In der Zwischenzeit kann man die Gemüse schneiden. Und das sind je zwei grüne und rote Paprikaschoten, in breite Streifen,  und auch einen Bund Frühlingszwiebeln. Außerdem, etwas feiner, ein daumengroßes Stück Ingwer und zwei, drei Knoblauchzehen. Schließlich das Fleisch GEGEN die Faser in möglichst dünne, kleine Scheibchen schneiden. Je dünner, desto besser.

Einen Wok oder eine große Pfanne gut heiß werden lassen. Dann etwas Rapsöl hinein und erstmal die Paprikastreifen. Unter regelmäßigem Rühren eine Weile braten. Dann die Frühlingszwiebeln dazu und ein bisschen Salz und Zucker. Noch ein bisschen weiter Pfannenrühren. Die Paprika soll am Ende nicht mehr knackig sein. Fünf Minuten vor Schluss den Ingwer und Knoblauch dazu. Und schließlich alles aus der Pfanne nehmen und auf einem Teller parken.

Nochmal ein bisschen Öl in die Pfanne und dann das Fleisch dazu. Unter Rühren ein bisschen anbraten und dann die Würze dazu: Drei große EL Schwarze Bohnenpaste, 1 EL Zucker, einen ordentlichen Schwall asiatische „Hot Sauce“ (ersatzweise Sambal Olek), ein EL chinesisches Five Spice (ersatzweise Currypulver), ein Schuss Sojasoße und ca. 100 ml. Sherry. Aufkochen und noch ein bisschen schmurgeln lassen. Dann das Gemüse wieder dazu, umrühren und noch 5-10 min. leise köcheln lassen.

Dazu muss eigentlich Reis. Und am besten ein kaltes Bier. Wer mag (und ich mag), schärft noch mir mehr Hot Sauce nach.

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