Meine toskanische Fischsuppe

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Um das mal gleich klarzustellen: Das hier hat nichts mit Caciucco, Bouliablaisse oder sonstwas zu tun. Ich glaube, das schreibe ich bei jedem Fischsuppen-Post. Und, das ist neu, das Rezept erfordert, dass man vorher irgendwann man so ca. 12 große Garnelen gebraten / gegrillt / gegessen hat. Denn  die Grundsuppe wird aus Garnelenschalen gekocht. Und dem, was noch so rumliegt. Und dafür ist sie ECHT gut.

Rezept für vier Personen:

Zuerst den Fond kochen. Das kann man machen, wann immer man mal ein paar Garnelenschalen und ein bisschen Gemüse zur Hand hat. Das Ganze lässt sich super einfrieren. Jedenfalls: Die Schalen und Köpfe von 12 großen Garnelen in einem Topf mit ein bisschen Öl gut anrösten. Dazu ein bisschen Gemüse – wenn es geht: Fenchel, Champignons, Karotte, Zwiebel, Knoblauch. Was davon halt da ist. Auch die Gemüse ein bisschen mitrösten. Und schließlich einen EL Tomatenmark auch den ein bisschen mitlaufen lassen. Ist alles gut angebraten, mit einem Schuss Weißwein ablöschen, etwas salzen, einmal aufkochen und dann mit Wasser ca. 2 Finger hoch bedeckt auffüllen. Das Ganze dann 40 min. offen und leise köcheln lassen. Nach der Kochzeit durch ein feines Sieb abgießen.

Wenn man das Ganze gleich weiterverarbeitet: Auf recht hoher Hitze zur gewünschten Kräftigkeit einreduzieren. Ich meine, ca. auf 2/3. Es gibt Leute, die reduzieren sowas zur Paste, es gibt welche, denen ist es jetzt schon kräftig genug. Ein bisschen Geduld und immer mal probieren und es wird schon. Wenn wir cool mit der Kraft der Brühe sind: Nochmal mit Salz und Pfeffer nachschmecken und beiseite stellen.

Jetzt haben wir Zeit, ein paar kleinen Einlagen zu machen:

Ich finde, Fenchel und Tomate gehen mega dazu. Also eine Fenchelknolle so dünn wie möglich schneiden oder hobeln (das Fenchelgrün dabei aufheben) in ein bisschen Olivenöl zusammen mit einer angedrückten Knoblauchzehe, Salz und Pfeffer anschwitzen und kurz bevor der Fenchel gut weich ist, ein paar Tomatenstreifen dazu geben. Brät der Fenchel zu sehr, ein bisschen Wasser angießen. Dann beiseite stellen.

Croutons, wir brauchen Croutons! Weißbrot würfeln, mit ein bisschen Olivenöl oder Butter (je nach Neigung und Religion) knusprig braten und nicht verbrennen lassen.

Jetzt noch der Fisch: Es geht eigentlich wirklich jedes Fischfilet, es gehen auch Muscheln, Garnelen, Sepie, was man halt mag und kriegt. Es geht auch ganz ohne. Ich hatte eine ganze, sehr schöne Dorade, die ich filetiert und deren deren Karkasse ich auch noch in der Brühe habe mitziehen lassen (wiederum max. 30 min.). Den Fisch sanft braten und gut.

Anrichten, unbedingt in warmen, tiefen Tellern: Erst ein bisschen heiße Brühe, in die Mitte dann etwas Fenchel, darauf den gebratenen Fisch, darüber die Croutons und ein bisschen vom Fenchelgrün und schließlich nochmal ein bisschen frisches Olivenöl.

Das ist ein wirkliches Festtagsessen, das ein bisschen Mühe braucht, es ist noch die ganz einfache Variante und man muss ein bisschen dran basteln, aber es lohnt sich. Ich meine, das sollte man andächtig essen, mit gar nichts dabei, höchstens ein bisschen Brot und natürlich einem Glas Weißwein und ganz in Ruhe, alleine oder zusammen mit einem geliebten Menschen.

 

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