Gnocchetti Sarda mit Garnelen und Zucchini

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Gestern war der Fischwagen im Ort. Wie immer am oberitalienischen Mittelmeer war die Auswahl bescheiden. Ich fürchte, das Mittelmeer ist leer. Ich habe in Genua am Hafen (!) ganze Fischgeschäfte gesehen, die ausschließlich Tiefkühlware von sonstwo in der Auslage hatten. Hier gibt es, glaubwürdig, Sardinen, Doraden vielleicht Oktopus. Ich konnte aber bei den schönen, großen Garnelen nicht nein sagen. In schwächstem Italienisch versuchte ich, zu erfragen, ob sie den „locale“ seien. Man versicherte mir, sie seien, sogar der Ort wurde mir genannt. Vielleicht stimmt’s, vielleicht waren sie aus einer asiatischen Aquakultur. Das Wort des Fisch-Mannes sollte mir einfach mal genügen. Und in der Zubereitung hier waren sie echt gut. Und eine Idee, die Garnelen gleich zweimal zu verwenden, hätte ich auch noch.

Rezept für vier Personen

Pastawasser aufstellen. Zwölf große Garnelen mit Kopf und Schale am Schwanzrücken einschneiden und den Darm entfernen. Nach zwei, drei Stück hat man den Dreh raus. Die Fummelei lohnt sich, denn Garnelen schmecken in der Schale gebraten einfach besser, weil diese viel Geschmack hat. Mehr dazu später…

Eine große Pfanne heiß werden lassen, dann ein bisschen Olivenöl rein und ein paar Knoblauchzehen in der Schale. Dann die Garnelen dazu und von jeder Seite zwei Minuten anbraten. Dann aus der Pfanne nehmen. Inzwischen sollte das Pastawasser kochen. Dieses gut salzen und ca. 400 Gramm kleine Muschelnudeln hinein geben und nach Packungsangabe (oder Gefühl) kochen.

In den Bratansatz der Garnelen zwei Hand von in Scheiben geschnittene, kleine Zucchini und zwei Hand voll halbierte Kirschtomaten geben. Wenn diese ein bisschen angeschwitzt sind, mit einem kräftigen Schuss Weißwein ablöschen und ein bisschen passierte Tomaten (oder selbstgekochte Tomatensoße) dazu geben. Außerdem: Salz, Pfeffer und ein bisschen Chilli. Und ein bisschen einkochen. Dann die Garnelen wieder in die Soße geben und Hitze ganz niedrig schalten.

Wenn die Pasta fertig ist – abgießen, mit in die Pfanne geben, etwas frisches Olivenöl, frisch geriebenen Parmesan dazu (ich meine, die Regel „kein Parmesan zu Fisch“ gilt nicht für Garnelen, bei mir jedenfalls nicht) und alles ein paar mal kräftig schwenken.

Gleich servieren. Tut man das im Familienkreis, hätte ich einen Vorschlag: Wir pulen die Garnelen mit sauberen Händen aus. Und heben die Schalen und Köpfe auf. Denn aus denen kann man noch einen wunderbaren Fond kochen mit dem man z.B. eine Fischsuppe kochen kann. Wie das geht, erzähle ich demächst.

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