Veggie Heaven: Baba Ganousch, Grillgemüse, hausgemachte Fladenbrot

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In der letzten Zeit gab es ganz schön viel Fleisch. Super, finde ich. Aber irgendwann hab ich einfach genug und dann sehne ich mich regelrecht nach sowas hier. Nicht aus schlechtem Gewissen, sondern einfach, weil ich echt Bock drauf hab. Am Wochenende warf beim Grillen im Park jemand am Schluss eine ganze Aubergine auf den Grill, um sie dann irgendwann zu halbieren und mit Salz und Olivenöl beträufelt auszulöffeln. Das hab ich schon öfter gesehen, aber noch nie gemacht. Jetzt schon, zur Herstellung von Baba Ganousch, einem wunderbaren Auberginenpüree. Dazu ein bisschen Grillgemüse. Aber, kein Quatsch, manchmal sind mir bestimmte Sachen einfach zu wenig Arbeit. Ich koch halt gerne. Und so hab ich mich bei einem Gericht, das sich praktisch von selbst macht, mal wieder meinem Back-Trauma gestellt. Und was soll ich sagen: Es war das erste Mal, das ich mit dem Ergebnis zufrieden war. Und wenn ich das kann, kann es jeder.

Rezept für vier Personen:

Zuerst den Teig für die Fladenbrote zubereiten: 500 Gramm Mehl in eine Schüssel geben. 400 ml lauwarmes Wasser (das ist die ca. Gesamtmenge) abmessen. Eine Kuhle ins Mehl drücken, dort ein Päckchen Trockenhefe, einen TL Zucker und ein bisschen von dem Wasser geben, alles verrühren, auch ein bisschen vom Mehl mit einrühren und alles zugedeckt an einem warmen Ort 15 min. ruhen lassen.

Parallel das Gemüse in den Ofen: Zwei Auberginen rundum mit einer Gabel einstechen und in eine ofenfeste Form geben. Zwei längs halbierte Spitzpaprika und eine in große Stücke geschnittene Zucchini in eine zweite Form geben, ein paar Kräuterzweige, Olivenöl und Salz dazu, alles mischen. Und beide Formen bei 220 Grad in den Ofen. Ggf. die Auberginen oben und die Gemüse unten – letztere kann man am Ende nochmal kurz mit Oberhitze bräunen. So lange im Ofen lassen bis die Auberginen ganz weich sind. Dann alles aus dem Ofen nehmen. Auberginen längs halbieren und auskühlen lassen.

Parallel weiter im Teig: Nach 15 min. fast alles vom restlichen Wasser, ein Ei, einen TL Salz und einen ordentlichen Schuss Olivenöl dazu und alles vermengen. Wenn der Teig arg klebt, noch ein bisschen Mehl. Wieder zugedeckt noch 30 min., ruhen lassen.

In der Zwischenzeit das Baba Ganousch fertig machen: Mit einem Löffel das Fruchtfleisch aus den Auberginen löffeln und in eine Schüssel geben. Dazu: 1 EL Tahina (Sesampaste), den Saft und die Schale einer Zitrone, einen ordentlichen Schuss gutes Olivenöl, Salz, Chilliflocken und ein bisschen Kreuzkümmel. Dann alles mit einem großen Schneebesen kräftig zerdrücken und zusammen rühren. Im Schneebesen verfangen sich eventuelle große Fasern, die kann man beiseite geben. Wer es ganz fein mag, nimmt den Pürierstab. Wer mag, gibt jetzt noch 1-2 Löffel fetten türkischen oder griechischen Joghurt dazu. Ich hab es diesmal gelassen. Jetzt nach Geschmack noch ein bisschen gehackte Petersilie und ein bisschen fein geriebenen, möglichst ganz frischen, jungen Knoblauch dazu und noch ein bisschen stehen lassen – ich mag das am liebsten, wie die Gemüse, zimmerwarm und nicht eiskalt.

Wieder zum Teig: Diesen in vier Teile teilen, halbwegs rund formen und ein bisschen auseinander ziehen, auf ein bemehltes Brett geben und, Überraschung, nochmal 30 min., gerne auch eine Stunde ruhen lassen. Dann Ofen auf maximale Hitze vorheizen und dann auf 220 Grad „runter“ stellen. Die Fladenbrote mit Eigelb bepinseln und mit Sesam bestreuen, auf ein Backblech mit Backpapier geben und ca. 15 min. hellbraun backen. Ich habe zwei „plain“ gemacht und dann noch zwei Focaccia-Style mit getrockneten Tomaten, Rosmarin und ein paar Artischocken, die ich noch hatte.

Vor dem Servieren sowohl das Grillgemüse, als auch das Baba Ganousch nochmal mit Salz und eventuell ein bisschen Zitronensaft abschmecken. Baba Ganousch auf den Teller, in die Mitte eine Mulde und in die noch ein bisschen Olivenöl, Gemüse und Fladenbrot dazu. Und klar, ich würde niemandem absprechen, dass sich auf dem Teller auch noch ein paar Lammkotletts super machen würden. Die Auberginencreme geht natürlich auch super als Dip oder Brotaufstrich und hält sich, gut verschlossen im Kühlschrank auch ein paar Tage.

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