Hüttenküche #3 – Thüringer Rostbrätel

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Wir Thüringer sind große Griller. Soweit, so bekannt. Die Thüringer Bratwurst ist (vielleicht neben Klößen, Goethe und Schiller) so ziemlich das Einzige, was man aus unserem kleinen Bundesländchen auch landesweit kennt. Das Rostbrätel hingegen, ein in Bier, Senf und Zwiebeln eingelegtes und dann auf Holzkohle gegrilltes und dann mit den weich geschmorten Zwiebeln serviertes Schweinenackensteak, kennt man wirklich nur „daheim“. Dabei ist es mindestens so gut, wie die Bratwurst und in Thüringen auch mindestens so bleliebt. Quasi die regionale Abwandlung des Zwiebelrostbratens. In München kann ich auf dem Balkon nicht mit Holzkohle grillen und alles andere ist, da hab ich schon meinen Stolz, einfach sinnlos. Hier hingegen geht das super. Und ich meine wirklich, das ist ein Gericht, das es verdient, Deutschlandweit zu verdientem Ruhm zu kommen. Also ran.

Rezept für drei bis vier Personen

Ein Kilo Schweinenacken in fünf bis sechs Steaks schneiden. Vier große Zwiebeln in Ringe schneiden, zum Fleisch geben, eine halbe Flasche nicht zu bitteres Bier (wer es komplett un-bitter will, nimmt Weißbier), einen Schuss Öl und drei EL mittelscharfen Senf dazu und mindestens zwei Stunden, gerne auch über Nacht marinieren. Ich steh allgemein nicht auf Bornsenf, die Marke des Ostens, aber hier passt er schon gut.

Steaks mindestens eine Stunde vor dem Braten / Grillen aus dem Kühlschrank nehmen. Alles in eine Schüssel mit einem Sieb geben und die Marinade abtropfen lassen. Steaks gut von den Zwiebeln befreien. Jetzt erst salzen. Und über Holzkohle gut braun grillen, dabei gelegentlich mit ein bisschen Bier ablöschen – es geht auch mit Butter und Öl in der Pfanne.

Parallel die Zwiebeln ohne die Marinade in einer kleinen Pfanne (auf dem Grill oder dem Herd) in Butter anbraten, wenn sie einigermaßen weich sind, mit der Marinade ablöschen und auf mittlerer Hitze ganz weich schmoren, dann ein bisschen salzen und mit mehr Hitze hellbraun braten, ggf. noch ein bisschen Bier dazu, so dass man am Ende schlotzige Bratzwiebeln hat. An den guten thüringer Grills schmoren die Steaks zusammen mit den Zwiebeln in Warmhalteblechen manchmal noch ein Weilchen ganz leicht mit. Ich mag sie aber auch knackig und frisch.

Steaks mit den Zwiebeln servieren. Als Beilage eignen sich: Senfbrot oder Bratkartoffeln. Am Grill gibt man sie einfach mit ein bisschen Senf und Zwiebeln in eine Semmel.

Machen!

 

Ein Kommentar

  1. Machen wir so, solange ich mich zurück entsinnen kann …
    Die Prozedur mit den Zwiebeln wird beim Grillen etwas vernachlässigt (Sollte man ändern!).
    Zum Einlegen nehme ich am liebsten Schwarzbier.

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