Arroz con pollo

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Dieses extrem einfache, preiswerte und doch wirklich glücklich machende Gericht, ist eine Nationalspeie in vielen Ländern der Karibik. Ich kenne es aus Kuba. Dort ist es die Luxusvariante das absoluten Alltagsgerichtes: Reis mit schwarzen Bohnen. Fleisch ist in diesen meist nicht besonders reichen Ländern etwas Besonderes. Und viele haben, stellenweise sogar in der Stadt, z.B. auf dem Balkon, ein paar Hühner. Und wenn man eins kocht, ist das wiklich ein gutes Konzept: Der Geschmack des Fleisches zieht in den Reis und macht ihn wunderbar Sadtig und aromatisch. Huhn für alle zum Sattessen. Und immer mehr essen. Ein geselliges Gericht, zusammen vielleicht mit einem Tomatensalat und kaltem Bier perfekt für viele Leute, gerade im Sommer.

Acht Tentakel für ein Hallelujah

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Meine, nicht gerade wenigen, Texte zum Thema „Oktopus“ (Fun Fact: Plural: „Oktopoden“) gehören zu den mit Abstand unbeliebtesten Texten auf dieser Seite. Kurz nach dem Kalbshirn. Mir ist das Wurscht. Nicht, weil mir das Thema egal wäre, sondern, weil ich mich eben nur ganz nach Lust und Laune mit dem Thema Küche beschäftige. Wäre ich professioneller Küchen-Schreiber, würde ich gerade lustlos den x-ten Aufguss von „Schnitzelvariationen“ oder „Das Beste aus Hack“ oder „Auflauf-Variationen“ für „Meine Familie & Ich“ in die Tasten hacken. Muss ich aber nicht. Deshalb: Mehr zum Oktopus.

Hüttenküche #4 – Spinatknödel, anders

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Österreich, Alm, Knödel. Muss. Hier in ganz vielen Sorten: pur, mit Speck, Käse, Rote Beete und mit Spinat. Drin. Ich finde, so kommt das Gemüse, das ja doch recht zart im Geschmack ist, nicht wirklich zur Geltung. Und man braucht dann auch immer noch eine Soße. Denn Knödel ohne Soße ist einfach nur der halbe Spaß. Deshalb mach ich den Spinat dazu. Ein wirklich einfaches, herzhaftes, vegetarisches (wie bisher alles in meiner kleinen Hütten-Serie) Gericht.

Hüttenküche #3 – Thüringer Rostbrätel

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Wir Thüringer sind große Griller. Soweit, so bekannt. Die Thüringer Bratwurst ist (vielleicht neben Klößen, Goethe und Schiller) so ziemlich das Einzige, was man aus unserem kleinen Bundesländchen auch landesweit kennt. Das Rostbrätel hingegen, ein in Bier, Senf und Zwiebeln eingelegtes und dann auf Holzkohle gegrilltes und dann mit den weich geschmorten Zwiebeln serviertes Schweinenackensteak, kennt man wirklich nur „daheim“. Dabei ist es mindestens so gut, wie die Bratwurst und in Thüringen auch mindestens so bleliebt. Quasi die regionale Abwandlung des Zwiebelrostbratens. In München kann ich auf dem Balkon nicht mit Holzkohle grillen und alles andere ist, da hab ich schon meinen Stolz, einfach sinnlos. Hier hingegen geht das super. Und ich meine wirklich, das ist ein Gericht, das es verdient, Deutschlandweit zu verdientem Ruhm zu kommen. Also ran.

Hüttenküche #2 – Spinatspätzle vom Kohleofen

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Ich muss sagen: Das Kochen auf dem Kohleofen ist einfacher, als ich es mir vorgestellt hatte. Vor allem ging ich davon aus, dass die Hitze wahnsinnig hoch und schwer zu regulieren sein würde, das war aber nicht der Fall. Wenn man alle Eisenringe in der Platte lässt, ist die Hitze wirklich niedrig und man kann sie sehr gut regulieren, indem man nach und nach mehr Ringe mit dem Schürhaken entfernt. Wirklich nicht so schwierig. Aber bis der Herd mal läuft und so heiß ist, dass man vernünftig kochen kann, dauert es schon eine halbe Stunde. Und natürlich ist die Temperatur nie ganz konstant und man muss sich immer ein bisschen um den Ofen kümmern. Aber gerade das finde ich so schön und sinnlich. Und zu dieser rustikalen Art zu kochen, passt dieses rustikale Gericht gut. Wärmend.

Hüttenküche #1 – Obazda vom Graukäse

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Seit Weihnachten keine Ferien mehr. Kalt, dunkel. Und zum Winterende, welches mit Abfahrt in München noch nicht erkennbar war, auch ordentlich krank. Die besten Zutaten für richtig schlechte Laune. Jetzt sitze ich im T-Shirt auf der Terrasse eines 200 Jahre alten Bauernhauses in Tirol. Nebenan das Zillertal, ein an sich schönes Tal, aber irgendwie mit hässlichen Dörfchen, die vor allem der Versorgung der Touristenmassen zu dienen scheinen. Glücklicherweise: Unser Haus liegt im ZillerGRUND, einem weitläufigen, steilen Tal, das neben dem Zillertal verläuft und mit diesem nur durch einen Tunnel verbunden wird. Bei der Anreise war es kalt, es lag Schnee, drinnen war es eine echte Aufgabe, das Haus nur mit dem Holzofen warm zu kriegen. Jetzt, zwei Tage später, der erste wirklich warme Tag des Jahres. Eine unglaubliche Aussicht. Es riecht nach Holz, Kuhmist und nasser Erde. Vor dem Haus gackern die Hühner, nebenan im Stall, schlabbern die Kühe. Die Milch und die Eier von nebenan gab es zum Frühstück. Letztere vom alten, holzbefeuerten Küchenofen. Was ich am Hüttendasein, egal, ob in den Alpen oder in Finnland, der Heimat meiner Frau, besonders liebe: Die Ruhe, die Zeit, die man alleine und ohne Ablenkungen mit Sachen wie Feuer machen, Kochen und, ganz wichtig, mit Nichtstun verbringt. Und so schmilzt der Tag dahin. Kochen auf einer Hütte bedeutet oft: Mit limitierten Mitteln aber oft tollen Zutaten etwas einfaches aber gutes hinzubekommen. Hier gibt es nicht viele Gewürze, unendlich viele Zutaten will man auch nicht herschleppen. Und oft gibt es wenig oder wenig gutes Kochgeschirr und wenig Platz. Es reizt mich sehr, unter solchen Umständen zu kochen. Am Platz und am Geschirr mangelt es hier absolut nicht. Und auch der alte Ofen ist einfach großartig – auf so etwas wollte ich wirklich schon immer einmal kochen. Aber heute gibt es nur einen Obazda aus dem lokalen Graukäse, das Rezept des Anreisetages – und für das bleibt der Ofen (noch) aus.