Arroz con pollo

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Dieses extrem einfache, preiswerte und doch wirklich glücklich machende Gericht, ist eine Nationalspeie in vielen Ländern der Karibik. Ich kenne es aus Kuba. Dort ist es die Luxusvariante das absoluten Alltagsgerichtes: Reis mit schwarzen Bohnen. Fleisch ist in diesen meist nicht besonders reichen Ländern etwas Besonderes. Und viele haben, stellenweise sogar in der Stadt, z.B. auf dem Balkon, ein paar Hühner. Und wenn man eins kocht, ist das wiklich ein gutes Konzept: Der Geschmack des Fleisches zieht in den Reis und macht ihn wunderbar Sadtig und aromatisch. Huhn für alle zum Sattessen. Und immer mehr essen. Ein geselliges Gericht, zusammen vielleicht mit einem Tomatensalat und kaltem Bier perfekt für viele Leute, gerade im Sommer.

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Acht Tentakel für ein Hallelujah

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Meine, nicht gerade wenigen, Texte zum Thema „Oktopus“ (Fun Fact: Plural: „Oktopoden“) gehören zu den mit Abstand unbeliebtesten Texten auf dieser Seite. Kurz nach dem Kalbshirn. Mir ist das Wurscht. Nicht, weil mir das Thema egal wäre, sondern, weil ich mich eben nur ganz nach Lust und Laune mit dem Thema Küche beschäftige. Wäre ich professioneller Küchen-Schreiber, würde ich gerade lustlos den x-ten Aufguss von „Schnitzelvariationen“ oder „Das Beste aus Hack“ oder „Auflauf-Variationen“ für „Meine Familie & Ich“ in die Tasten hacken. Muss ich aber nicht. Deshalb: Mehr zum Oktopus.

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Veggie Heaven: Baba Ganousch, Grillgemüse, hausgemachte Fladenbrot

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In der letzten Zeit gab es ganz schön viel Fleisch. Super, finde ich. Aber irgendwann hab ich einfach genug und dann sehne ich mich regelrecht nach sowas hier. Nicht aus schlechtem Gewissen, sondern einfach, weil ich echt Bock drauf hab. Am Wochenende warf beim Grillen im Park jemand am Schluss eine ganze Aubergine auf den Grill, um sie dann irgendwann zu halbieren und mit Salz und Olivenöl beträufelt auszulöffeln. Das hab ich schon öfter gesehen, aber noch nie gemacht. Jetzt schon, zur Herstellung von Baba Ganousch, einem wunderbaren Auberginenpüree. Dazu ein bisschen Grillgemüse. Aber, kein Quatsch, manchmal sind mir bestimmte Sachen einfach zu wenig Arbeit. Ich koch halt gerne. Und so hab ich mich bei einem Gericht, das sich praktisch von selbst macht, mal wieder meinem Back-Trauma gestellt. Und was soll ich sagen: Es war das erste Mal, das ich mit dem Ergebnis zufrieden war. Und wenn ich das kann, kann es jeder.

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Henkersmahlzeit

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Neulich las ich etwas über die fiktiven Henkers- bzw. letzten Mahlzeiten berühmter Köche. Eine beliebte Interviewfrage, bei der der Fragende wohl hofft, etwas ganz Persönliches heraus zu finden. In der Regel antworten die besternten Befragten mit einfachsten Gerichten, oft aus ihrer Kindheit. Nun weiß ich, wie das mit den Interviews so ist. Alain Ducasse beispielsweise traue ich die Antwort, es sei „ein Butterbrot“ irgendwie nicht so recht zu. Aber „getrüffelte Gänsestopfleber“ war dann vielleicht doch ein bisschen zu uncool… Andererseits: Köche mögen privat oft einfache Sachen, aber von ausgesuchter Qualität. Ferran Adrià nannte „gebratenen grünen Spargel mit Olivenöl und Meersalz“. Treffer! Bei mir jedenfalls. So sehr, dass ich seitdem so unglaublich Bock drauf hatte, das ich am Montag, direkt vor dem Einsetzen der Spargelsaison trotzdem fast einen Bund mexikanischen Grünspargel gekauft hätte, weil es eben knapp noch keinen deutschen gab. Zum Glück war ich dann doch nicht so doof, heute gab es ein prachtvolles Bund frischen, grünen Spargel aus Schrobenhausen. Und ich muss echt sagen: Es war u n g l a u b l i c h  gut. Eigentlich wollte ich noch ein bisschen für die Liebste aufheben, aber die fliegt eh nicht so auf Spargel und so war das halbe Kilo in weniger als fünf Minuten weg, ein Teil direkt im Stehen mit den Fingern aus der Pfanne. Die mit ein paar Kräutern langsam gebratene Maishähnchenbrust war super. Aber ich hätte sie nicht mal gebraucht. Und lustigerweise lies sich beides zusammen auch echt nicht hübsch anrichten – ich habe einiges rumprobiert, weil ich einfach wollte, dass es geil aussieht, doch immer dasselbe: Der Spargel allein auf dem Teller sah einfach wie gemalt aus, sobald ich aber, in welcher Weise auch immer das Huhn dazu gab, war die Ästhetik im Eimer. Adrià, ein Koch, von dem ich mittlerweile meine, dass er, ganz anders als viele seiner Nachahmer, wirklich ein hochintelligenter und so visionärer, wie geerdeter Mensch ist hatte halt Recht: Spargel, Olivenöl, Salz. Mehr geht nicht.

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Kinderleichte Spareribs aus dem Ofen

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Ich steh eigentlich nicht auf Amercian BBQ. Vor allem nicht darauf, dass wir Deutsche daraus so eine Wissenschaft machen und tendenziell mehr Kohle fürs Equipment ausgeben, als für das Fleisch. Aber Spareribs, die man einfach vom Knochen ziehen kann, wollte ich schon lange mal wieder haben. Also erster Versuch und sofort mega geklappt.

Rezept für drei bis vier Personen

Zwei Seiten Schweinerippen á ca. 800 g eine Stunde vor dem Kochen aus dem Kühlschrank nehmen und dann marinieren: Entweder man kauft eine fertige Trockenmarinade. Aber hey, das hier ist ein Kochblog, deshalb: Drei Esslöffel braunen Zucker, einen Esslöffel Salz, einen gehäuften Teeelöffel geräuchertes Paprikapulver, einen Teelöffel gemörserte Pfefferkörner und einen Teelöffel Chilliflocken mischen. Man kann variieren, je nachdem ob man es schärfer oder süßer will. Mit der Trockenmarinade die Rippchen großzügig einreiben. Und dann gut in Alufolie einpacken – mit der glänzenden Seite nach innen. Dann die Rippchen bei 150 Grad für drei Stunden in den Ofen.

Auch eine BBQ Soße kann man kaufen. Aber, Kochblog u.s.w., also: Eine Zwiebel und zwei Knoblauchzehen fein würfeln und in einem Töpfchen mit etwas Öl andünsten. Dann 2 EL Zucker dazu und schmelzen lassen. Mit einem kräftigen Schuss Balsamico ablöschen. Und mit ca. 200 ml. passierter Tomate auffüllen. Dazu 1 TL geräuchertes Paprikapulver, Chilliflocken und Salz nach Geschmack und alles um ca. 1/3 einreduzieren und nochma abschmecken.

Nach Ende der Garzeit die Rippchen auspacken, großzügig mit einem Teil der BBQ Soße einstreichen (den Rest dazu servieren) und bei 250 Grad Oberhitze ca. 10 – 15 min. bräunen.

ODER: Rippchen auspacken, BBQ Soße drauf und auf dem Grill knusprig grillen – das gibt nochmal Rauchgeschmack und natürlich Spaß.

Schließlich entweder im Ganzen servieren oder in einzelne Rippchen schneiden.

Hüttenküche #4 – Spinatknödel, anders

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Österreich, Alm, Knödel. Muss. Hier in ganz vielen Sorten: pur, mit Speck, Käse, Rote Beete und mit Spinat. Drin. Ich finde, so kommt das Gemüse, das ja doch recht zart im Geschmack ist, nicht wirklich zur Geltung. Und man braucht dann auch immer noch eine Soße. Denn Knödel ohne Soße ist einfach nur der halbe Spaß. Deshalb mach ich den Spinat dazu. Ein wirklich einfaches, herzhaftes, vegetarisches (wie bisher alles in meiner kleinen Hütten-Serie) Gericht. Read More

Hüttenküche #3 – Thüringer Rostbrätel

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Wir Thüringer sind große Griller. Soweit, so bekannt. Die Thüringer Bratwurst ist (vielleicht neben Klößen, Goethe und Schiller) so ziemlich das Einzige, was man aus unserem kleinen Bundesländchen auch landesweit kennt. Das Rostbrätel hingegen, ein in Bier, Senf und Zwiebeln eingelegtes und dann auf Holzkohle gegrilltes und dann mit den weich geschmorten Zwiebeln serviertes Schweinenackensteak, kennt man wirklich nur „daheim“. Dabei ist es mindestens so gut, wie die Bratwurst und in Thüringen auch mindestens so bleliebt. Quasi die regionale Abwandlung des Zwiebelrostbratens. In München kann ich auf dem Balkon nicht mit Holzkohle grillen und alles andere ist, da hab ich schon meinen Stolz, einfach sinnlos. Hier hingegen geht das super. Und ich meine wirklich, das ist ein Gericht, das es verdient, Deutschlandweit zu verdientem Ruhm zu kommen. Also ran.

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Hüttenküche #2 – Spinatspätzle vom Kohleofen

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Ich muss sagen: Das Kochen auf dem Kohleofen ist einfacher, als ich es mir vorgestellt hatte. Vor allem ging ich davon aus, dass die Hitze wahnsinnig hoch und schwer zu regulieren sein würde, das war aber nicht der Fall. Wenn man alle Eisenringe in der Platte lässt, ist die Hitze wirklich niedrig und man kann sie sehr gut regulieren, indem man nach und nach mehr Ringe mit dem Schürhaken entfernt. Wirklich nicht so schwierig. Aber bis der Herd mal läuft und so heiß ist, dass man vernünftig kochen kann, dauert es schon eine halbe Stunde. Und natürlich ist die Temperatur nie ganz konstant und man muss sich immer ein bisschen um den Ofen kümmern. Aber gerade das finde ich so schön und sinnlich. Und zu dieser rustikalen Art zu kochen, passt dieses rustikale Gericht gut. Wärmend.

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Hüttenküche #1 – Obazda vom Graukäse

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Seit Weihnachten keine Ferien mehr. Kalt, dunkel. Und zum Winterende, welches mit Abfahrt in München noch nicht erkennbar war, auch ordentlich krank. Die besten Zutaten für richtig schlechte Laune. Jetzt sitze ich im T-Shirt auf der Terrasse eines 200 Jahre alten Bauernhauses in Tirol. Nebenan das Zillertal, ein an sich schönes Tal, aber irgendwie mit hässlichen Dörfchen, die vor allem der Versorgung der Touristenmassen zu dienen scheinen. Glücklicherweise: Unser Haus liegt im ZillerGRUND, einem weitläufigen, steilen Tal, das neben dem Zillertal verläuft und mit diesem nur durch einen Tunnel verbunden wird. Bei der Anreise war es kalt, es lag Schnee, drinnen war es eine echte Aufgabe, das Haus nur mit dem Holzofen warm zu kriegen. Jetzt, zwei Tage später, der erste wirklich warme Tag des Jahres. Eine unglaubliche Aussicht. Es riecht nach Holz, Kuhmist und nasser Erde. Vor dem Haus gackern die Hühner, nebenan im Stall, schlabbern die Kühe. Die Milch und die Eier von nebenan gab es zum Frühstück. Letztere vom alten, holzbefeuerten Küchenofen. Was ich am Hüttendasein, egal, ob in den Alpen oder in Finnland, der Heimat meiner Frau, besonders liebe: Die Ruhe, die Zeit, die man alleine und ohne Ablenkungen mit Sachen wie Feuer machen, Kochen und, ganz wichtig, mit Nichtstun verbringt. Und so schmilzt der Tag dahin. Kochen auf einer Hütte bedeutet oft: Mit limitierten Mitteln aber oft tollen Zutaten etwas einfaches aber gutes hinzubekommen. Hier gibt es nicht viele Gewürze, unendlich viele Zutaten will man auch nicht herschleppen. Und oft gibt es wenig oder wenig gutes Kochgeschirr und wenig Platz. Es reizt mich sehr, unter solchen Umständen zu kochen. Am Platz und am Geschirr mangelt es hier absolut nicht. Und auch der alte Ofen ist einfach großartig – auf so etwas wollte ich wirklich schon immer einmal kochen. Aber heute gibt es nur einen Obazda aus dem lokalen Graukäse, das Rezept des Anreisetages – und für das bleibt der Ofen (noch) aus.

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