In Ananassaft mariniertes Schweinefleisch asiatisch

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Neulich diskutierten wir in kleiner Blogger-Runde, was die asiatischen Köche mit ihrem Fleisch anstellen, das es immer so zart ist. Der hochgeschätzte Blogger-Kollege Stevan Paul meinte, in ein bisschen Natron ziehen lassen und gut. Ersatzweise Ananassaft. Letzteres war mir irgendwie sympathischer. Und hat super geklappt. Und in dieser Variante ist das ein ganz, ganz einfaches Rezept, das jeder hinbekommt.

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Gesammelte Küchengeschichten

Für mich, und auch für Autoren wie Anthony Bourdain, Stevan Paul, Bill Buford oder Vincent Klink sind Essen, Kochen, Lebensmittel und die Erlebnisse mit und Erinnerungen an diese mehr als Ernährung. Sie sind Kultur, Heimat, Trost, Ausdruck, Geschichte… Und all die genannten Autoren schaffen es auf eine Art, dies in einer Form in Worte zu fassen, die mich sehr bewegt, prägt und inspiriert. Ich will das auch hin und wieder versuchen, klar, ich übe noch. Und bin noch nicht mal nah dran. Aber man muss irgendwo anfangen und wenn nur ein paar Menschen ein kleines Gefühl aus den Sachen mitnehmen, oder die Geschichten eine eigene Erinnerung, einen Geruch, ein Bild oder einen Geschmack wach rufen, mit denen der Leser selbst etwas verbindet und ihn vielleicht ein bisschen in meine eigenen Geschichten mitnimmt, dann bin ich schon ziemlich froh. Und deshalb gibt es hier eine kleine Sammlung von einigen meiner Küchenerinnerungen.

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Eine Verneigung vor Alfred Biolek und Blixa Bargeld: Risotto al nero di seppia.

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Die letzten paar Tage war ich krank. Die meiste Zeit lag ich zu Hause. Und wenn ich nicht schlief, schaute ich, dick eingepackt, massenweise alte Alfredissimo Folgen. Eine Zeitreise für mich, denn, damals, in der Zeit der Erstaustrahlungen, öffnete die Sendung mir und meinem kochbegeisterten Vater eine ganze Welt. Nie vorher waren Kochsendungen so unkompliziert und nachvollziehbar, vorher predigte immer irgendeine Instanz von der Kanzel herab ins Land der Unwissenden. Und oft predigte sie Stuss. Bio (WDR intern immer „Herr Dr. Biolek“) war anders. Er predigte nicht, er belehrte nicht, weder zu seinen Gästen (die sich wirklich wie Gäste und nicht als Objekte der TV-Begaffung fühlten), noch zu den Zuschauern. Irgendwann, mitten in der größten Bewunderung für den Mann, der übrigens weit mehr geschafft hat, als das zwanglose, kommunikative Kochen in Deutschland attraktiv zu machen (an sich schon eine Lebensleistung), saß ich mit meinem Vater in einer Kölsch Wirtschaft in Köln am Rheinufer. Am Nebentisch: Alfred Biolek und Freunde. NIEMALS wäre uns eingefallen, den Mann anzusprechen oder gar nach einem Foto zu fragen. Eine Hochachtung, die ich bis heute den Menschen gegenüber, die ich wirklich bewundere, bewahre. Manchen schreib ich heute einen Brief.

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