Blumenkohl, Butterbrösel, Kartoffel 2.0

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Ich hab es hier ja schon öfter geschrieben: Eines der liebsten Gerichte meiner Kindheit war gekochter Blumenkohl mit einer Schmelze aus Semmelbröseln und Butter und dazu einfach nur gekochte Kartoffeln. Und heute liebe ich Blumenkohl am allerliebsten gebraten. Darauf hatte ich heute auch wieder Bock und habe überlegt, was dazu passen könnte und ich meine, ich habe ohne jeden Vorsatz den Geschmack meiner Kindheit nachgekocht. Und es war mega. Was mich dabei besonders freut: Ich habe mir vorgenommen, öfter zu versuchen, aus ganz einfachen, preiswerten Zutaten etwas Tolles zu kochen und ich glaube, das hier ist was Tolles. Eine super Vorspeise, dann vielleicht lieber mit Pastinakenpüree, oder ein schönes Abendessen.

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Mein Salade Nicoise

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Klar, das hat jetzt nicht ganz so viel mit dem Original gemein. Aber erstens hab ich das „Original“ schon oft gemacht und zweitens ist mir doch bei steigener Beherrschung der Klassiker deren Heiligkeit gar nicht mehr so heilig. Jedenfalls ist das ein gigantisch guter Salat. Und ein gar nicht ganz so einfacher, aber mit ein bisschen Hingabe geht es dann doch locker: Das Ding lebt von den Zutaten und davon, das diese dann wirklich optimal gegart und gewürzt werden, so dass sie ihren Charakter behalten und der nur ein bisschen unterstrichen wird. Das entscheidet schließlich darüber, ob dieser Salat eine Zumutung oder eine Offenbarung wird. Anders als viele andere Salate ist dieser hier durchaus eine Mahlzeit für sich.

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Chinesischer Hot Pot in München

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Ich schreib ja hier eigentlich kaum Restaurantvorstellungen. Das liegt zum einen daran, dass es a) schon massig online-Restaurantkritiken für jede x-beliebige Pommesbude gibt und ich b) sowieso nicht viel essen gehe, sondern ehr selbst koche und einlade. Das hier ist mir aber ein Bedürfnis, da meiner Meinung nach wenig bekannt und für mich wirklich ein großes Vergnügen: Chinesischer Feuertopf – ein sehr geselliges Fondue mit Fleisch, Meeresfrüchten, Gemüse, Nudeln und einer, idealerweise sauscharf-würzigen Brühe. In München gibt es zwei Läden, die ich beide empfehlen kann und deshalb gibt’s hier ein bisschen mehr zum Thema.

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Neue Rubrik: Die schnelle Nummer. #1 Office Chicken Curry

Sind wir mal ehrlich: Auch wenn wir kochen können, uns bewusst ernähren, wissen wie es geht, fehlt besonders arbeitenden Menschen, oder z.B. Menschen mit Kindern einfach oft die Zeit zum Kochen. Oder zum Einkaufen. Oder beides. Deshalb gibt es hier immer mal Sachen, die mega-schnell gehen, sich auch (wie in meinem Fall) in der Büroküche ohne große Gewürze, Techniken und mit minimalem Aufwasch machen lassen. Anders als zu Hause: Alles ist erlaubt, auch Convenience, TK, was auch immer. Ich glaube, das sind gute Büro-Mittagsessen, Campingerichte, Sachen, die man machen kann, wenn man von einer Reise kommt und schnell am Flughafen oder Bahnhof irgendwas in den Rucksack steckt… Und ich glaube, es könnten auch Gerichte für Leute sein, die sonst gar nicht kochen und ein bisschen anfangen wollen. Jedenfalls: Hier kommt mein Vorschlag Nr. 1 und der braucht genau zwei Hauptzutaten und war echt gut.

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Geschmorter Chicoree mit Tomaten

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Lange hatte ich keinen Chicoree und das, obwohl ich diesen sehr mag. Man muss aber auch sagen, was das Zeug früher zu bitter war, bis nah an die Grenze der Ungeießbarkeit, das ist heute oft komplett weggezüchtet, was zur Folge hat, dass dieses tolle Gemüse dann nur noch wässrig schmeckt. Es lohnt sich definitiv, den Chicoree beim Gemüsehändler zu kaufen und nicht den unter Plastik im Supermarkt. So zubereitet ist das ein, ganz zufällig veganes, aromatisches, preiswertes, einfaches Gericht, was super in die Jahreszeit passt. Und warm genau so gut schmeckt, wie kalt. Eine ideale, mega-leichte Vorspeise, die Lust auf mehr macht, oder, z.B. mit ein bisschen Fisch ein schönes Hauptgericht.

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Auf der Haut gebratener Wolfsbarsch mit Fregola Sarda und Ruccola

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Das hier ist kein traditionelles italienisches Gericht, aber ich meine, es könnte eines sein, denn es hat genau den Spirit, wegen dem ich die italienische Küche mehr liebe, als jede andere: Ein paar Zutaten, die optimal zusammen passen nicht verfälscht und verfremdet, sondern klar und prägnant. Ich finde, dieses Gericht kann man mit mehr Zutaten, Kräutern oder Gewürzen verändern, aber irgendwie nicht verbessern, es ist einfach rund und gut, so wie es ist. Und noch dazu mega einfach zu machen, so denn die Qualität der Zutaten passt. Das heisst, die Herausforderung liegt eigentlich allein im Einkauf….

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Gebratene Blutwurst auf rotem Zwiebelkompott mit Kartoffelcroutons

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Das hier ist ein total improvisiertes Gericht. Auslöser: Bei uns im Viertel gibt es einen Metzgerladen. In der Auslage liegen immer vier Stapel Wurst. Sonst nichts. Und nie sehe ich einen Menschen in dem Laden, weder hinter, noch vor der Theke. Aber gestern trieb mich die Neugier doch rein. Und direkt, nachdem ich den Laden betrat, ging auch drinnen eine Tür auf, aus der ein Männchen kam, das mich begrüßte. Nach etwas Verlegenheits-Gequassel und eigentlich mehr, um als, wahrscheinlich einziger Kunde des Tages nicht ohne Kauf den Laden zu verlassen, entschied ich mich für einen Ring geräucherter Blutwurst. Denn gute Blutwurst liebe ich. Und ich dachte, wenn sie nur vier Sachen machen, dann vielleicht gut. Und ja, sie war gut. Trocken und fest, nicht so sehr zu kalt Essen, aber ideal zum Braten. Und dann kamen mir im Nachdenken über die weitere Verwendungen zwei Ideen: Als Ravioli, auf Rahmsauerkraut (das mach ich auf jeden Fall noch) und in Verbindung mit was würzig-Süßem, einfach gebraten.

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Hausgemachte schwarze Tagliatelle mit Lachs, grünem Spargel und Tomaten

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Nach dem ersten schwarzen Risotto war noch ein halbes Glässchen Sepia-Tinte übrig – Grund genug für den ersten schwarzen Pastateig. Die Nudeln waren grandios – pechschwarz, viel intensiver, als die gekauften, die oft beim Kochen einfach grau werden und auch geschmacklich bringt die Tinte etwas. Nicht, wie man vielleicht meinen könnte, irgendwie fischig, sondern einfach ganz eigen, leicht nach Meer. Und damit natürlich ideal für Pasta mit Fisch.

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Romanasalat mit Thunfisch-Sashimi und warmen Avocadospalten

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Letzte Woche war ich in Berlin und im wirklich sehr, sehr, sehr guten japanischen Restaurant 983 Ryotei. Obwohl das kein günstiger Laden ist (ich war netterweise eingeladen), gab es dort, und das hat mir besonders gut gefallen, in lockerer Atmosphäre, eine ganz schnörkellose, klare, unkomplizierte Produktküche mit kaum mehr als zwei, drei Komponenten auf dem Teller. Besonders beeindruckt hat mich ein Romanasalat mit Sashimi, Tempura von Garnelen und einem unfassbaren Dressing. Das hier ist jetzt absolut nicht der Versuch, den Salat nachzumachen. Aber die Idee, Sashimi mit knackigem Salat und einem würzigen Dressing zu kombinieren, fand ich wirklich toll. Und in meiner Variante ist das alles in maximal zehn Minuten und, bis auf den Thunfisch, der wirklich top sein muss, ohne exotische Zutaten, gemacht. Perfekt als frische Vorspeise oder als leichte Abendessen. Am besten von einer großen Platte, von der sich alle mit Stäbchen bedienen.

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