Plädoyer für den Oktopus #1: Gröstl vom Oktopus mit Quellern und Aioli

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Ich probier ja eine Menge aus. Vieles find ich ok, manches gut, ein paar Sachen grandios. Ein Kalbsherz werd ich so schnell nicht mehr anpacken. Einfach auch nach dem Probieren ein komisches Produkt. Am sauren Lüngel werd ich weiterhin rumprobieren, ist ein sehr eigenes Gericht, aber jedes Mal, wenn ich es auf der Karte sehe, bestell ich es und esse es auch gerne. Die kulinarische Erweckung der letzten Jahre für mich aber: Der Oktopus. Je öfter ich mit den Tierchen koche, umso mehr steh ich drauf. Irgendwo zwischen Fleisch und Fisch, eigentlich mehr auf der Fleisch-Seite. Leicht, richtig gekocht mürbe und doch mit Biss, aromatisch, saftig, vielseitig, gutmütig Aromen-freudig. Hier kommt mein erster Versuch, Skeptikern die Dinger näher zu bringen.

Mozzarella in melanzana mit Tomatenrisotto

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In Venedig bekam ich ein besonders schönes Häppchen in einer Osteria: Mozzarella in carrozza. Im Original ein mit Schinken und Mozzarella gefülltes und dann frittiertes Sandwich. Die Venedig Variante enthielt statt Schinken aber Sardellen. Fisch und Käse? Geht doch nicht. Geht DOCH. Jedenfalls in diesem Fall. Das brachte mich dann heute auf diese Idee: Gerillte Aubergine statt Brot und ein kleines Risotto dazu. Auch wenn mir an sich ein Risotto für sich alleine reicht – und den meisten Italienern auch. Aber ich meine: das SCHMECKTE wirklich italienisch und ich glaube auch, man würde es mir als „echt“ abnehmen…

Duroc-Schweinerücken mit Meerrettich-Kruste, glasierten Roten Beeten und Pfeffer-Birnen

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Ich hab es hier ja schon ein paar mal geschrieben: Ich bin eigentlich kein so kreativer Koch, also niemand, der sich am laufenden Band neue Gerichte ausdenkt. Es gibt einfach so viele Klassiker zu meistern und eventuell natürlich auch ein bisschen nach dem eigenen Geschmack zu verändern. Aber ich will mich eigentlich doch ein bisschen mehr trauen, auch ein paar eigene Gerichte hinzukriegen. Bedingung IMMER: DIe Sachen müssen immer in erster Linie so sein, dass ich und die Leute um mich rum sie gerne essen möchten, auf keinen Fall Kochen für’s Internet oder nach irgendwelchen Moden. Das hier entstand ganz ungeplant, die Sachen waren wirklich einfach nur da und wollten irgendwie verarbeitet werden. Und ich meine, das war ziemlich rund.