Einfache Veggie Miso Ramen

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Lange hab ich gedacht, dass man sich an Ramen gar nicht erst selbst ranwagen soll: Zu viele Zutaten, zu viel Vorbereitung. Aber ich liebe das Zeug. Und ich hatte vom Risotto noch reichlich frisch gekochte Gemüsebrühe. Und ich hab dann gedacht: Ich schau mal im Asialaden, was ich krieg und mach einfach. Und ich bin echt überrascht, wie nah ich dem Original gekommen bin, obwohl ich nicht alle Zutaten genau so hatte, wie im Original gedacht. Aber wenn man einen Geschmack im Kopf hat, kommt man doch erstaunlich schnell in die richtige Richtung. Also hier mein erster, schneller und wirklich guter Versuch. Und die Erkenntnis: Das gibt es jetzt öfter.

Rezept für zwei bis drei Personen

Man braucht wirklich eine selbst gekochte Gemüsebrühe. Instant ist hier echt keine Lösung. Aber die kann man immer mal machen und gut und gerne eine Woche im Kühlschrank aufheben und immer wieder hernemen, wenn man sie braucht. Für meine Variante: Eine große Karotte, 1/2 Kopf Sellerie und eine Fenchelknolle putzen und würfeln. In einem großen Topf eine große, halbierte Zwiebel inkl. der Schale ohne Fett am Topfboden bei mittlerer Hitze an den Schnittflächen fast schwarz rösten. Dann ein bisschen neutrales Öl dazu und auch die restlichen Gemüse gut anrösten. Dann mit 2 l Wasser auffüllen und aufkochen. Ein bisschen salzen, 1-2 halbierte Tomaten und einen Bund Petersilie dazu. Außerdem Pfefferkörner, eine halbe frische Chillischote und ein bisschen Knoblauch und Ingwer. Chilli, Knoblauch und Ingwer braucht man für die „normale“ Brühe nicht, in so einem asiatischen Kontext sind sie aber gut. Dann alles eine Stunde auf mittlerer Hitze köcheln lassen, passieren und fertig.

Für die Miso-Brühe 3-4 Esslöffel dunkle Misopaste in einem Topf mit 1-2 EL Butter anschwitzen. Einen guten TL Honig dazu. Dann mit 1 l Brühe ablöschen und aufkochen. Dazu einen kräftigen Schuss helle Sojasoße, etwas Sesamöl und Chilliflocken. Abschmecken, die Brühe soll kräftig und rund schmecken.

Die Ramennudeln kochen. Wenn man welche kriegt. Ich war sogar in Düsseldorf, der deutschen Stadt mit der größten japanischen Community, in einem großen Japan-Supermarkt und sie hatten keine. Also habe ich die chinesischen Reisnudeln genommen, die man in jedem Asiamarkt kriegt. Die hellen, nicht die durchsichtigen. Für 3 Personen vielleicht vier Bündel in kochendem Wasser sehr bissfest kochen und dann, ausnahmsweise, abschrecken. Das sorgt dafür, dass sie später in der Suppe Biss behalten.

Und jetzt haben wir schon das Wichtigste. Als Toppings eignen sich alle möglichen, sehr fein geschnittenen Gemüse – ich hatte Baby Pak Choi und Sojasprossen. Und natürlich pro Schüssel zwei halbe, weichgekochte Eier. Man kann unendlich variieren, mit Gemüse, Fleisch, Fisch, Tofu….

Zum Servieren die Brühe nochmal richtig aufkochen lassen. In jede Schüssel eine Portion kalte Nudeln geben und die Toppings anlegen, das Gemüse roh – es reicht, wenn es in der Suppe ein bisschen gar zieht, vorausgesetzt, man hat es fein geschnitten. Dann mit der heißen Suppe auffüllen und gleich servieren.

Gerade an kalten Tagen ein Seelen-wärmendes Vergnügen.

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