Tortellini al brodo, sort of…

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Ich mag Weihnachten. Aber es überfordert mich auch. Woran das liegt? Erwartungen. In meinem Job als Kommunikationsmanager, hab ich hundert Leute, die Erwartungen haben: Unsere, meine eigenen, Künstler, Manager, Partner, Veranstalter, Journalisten…. Das ist cool, denn jeder hat diese Ansprüche zu Recht. Es ist unser Job. Auch privat kann ich VIEL geben. So lange ICH entscheiden kann, was und wieviel. Alles drüber ist nicht so leicht, wie verständlich auch immer. Mein Job kulminiert bis zum 23.12.. Und in den letzten Jahren sind mir die Erwartungen der Weihnachtszeit zu viel geworden. Das heisst, sie waren schon lange zu viel, aber seit drei Jahren traue ich mich, etwas dagegen zu unternehmen. Und so bin ich auch dieses Wochenende alleine in München. Und setze mich am Montag in den Zug nach Venedig, die, im Winter, wahrscheinlich schönste Stadt der Welt. EUCH nehm ich natürlich mit. Das soll mich aber alles nicht daran hindern, war Nettes hier zu Hause zu kochen. Vor den Feiertagen, mit traditionell reichhaltiger Kost, kommt mir dieses Gericht hier, Tortellini al brodo, wirklich perfekt vor. Wärmend, schlicht, leicht und doch etwas ganz Besonderes.

Wobei ich sagen muss: Das hier ist kein einfaches Gericht. Und ich will es auch gar nicht zu sehr erklären. Wer zum ersten Mal Pasta macht, soll erst mal den Teig ausprobieren und ein paar Tagliatelle machen. Und beim nächsten Mal ein paar Ravioli. Einfach nur in Butter mit ein bisschen Käse. Rezepte dafür gibt es hier reichlich – einfach die Suche benutzen.

Alle, die das geschafft haben, wissen eh, worüber ich hier rede. Wobei: weder mein Rezept, noch die Imperfektion meiner Tortellini ist auch nur annähernd original. Aber gut ist es allemal und geschmacklich ganz schön nah dran…

Als erstes eine Hühnerbrühe kochen – mit Suppengrün und einem geviertelten Huhn, bitte kein Suppenhuhn, sondern eins, das man auch essen möchte. Brühe kräftig mit Salz, frisch gemahlenem Pfeffer, ein bisschen Muskatnuss und einem Schuss Sojasoße würzen.

Dann Huhn aus der Brühe, Fleisch von den Knochen lösen, fein hacken und mit ca. 1/3 weichem Käse, idealerweise Taleggio vermischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Nudelteig herstellen (pro 100 g Hartweizengries auf ein Ei). Ausrollen, mit Ei bepinseln, die Füllung in Kichererbsen-größen Kügelchen auf dem Teig verteilen, Teig in Quadrate schneiden, zum Dreieck falten, die Spitzen um den kleinen Finger rollen und die mittlere Spitze nach hinten umschlagen.

Pasta ca. 2 min. in Salzwasser kochen, direkt in einen Teller mit der Brühe geben, dazu eine Hand voll frischer, blanchierter Erbsen oder blanchierter, in feine Streifen geschnittener breiter Bohnen. Noch ein bisschen Olivenöl, frisch gemahlener Pfeffer und eine Prise Muskat obendrauf.

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