Verkackt 2017: Meine“besten“ Küchen-Fails

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Zugegeben: Die Zeiten, in denen ich auch mal komplett Un-Essbares produziert habe, sind schon vorbei. Aber es gibt immer wieder Sachen, die echt nicht klappen. Optisch, geschmacklich oder beides. Und ich bleibe der Regel treu: Rezepte, die nicht funktionieren, werden nicht gepostet, selbst wenn sie hübsch aussehen. Und manchmal tun sie nicht mal das, wie dieser „schöne“ Rondini mit zweierlei Pampe zeigt. Hier also ein kleiner ehrlicher Jahresrückblick.

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Der jüngste Fehlversuch: Nachdem ich seit einer Weile entzückt bin von gebratenem Blumenkohl, hier nun der Versuch von gebratenem Rosenkohl, mit einem Kürbis-Kartoffel-Stampf. Was beim Blumenkohl klappt, geht bei mir beim Rosenkohl gar nicht: Zäh, bitter und vor allem: nach 1-2 Stunden zerreist es einem die Eingeweide. Ich bleib also dabei: Rosenkohl nur weich. Außerdem alles zu stark geröstet: angebrannte getrocknete Tomaten, harte Karottenstücke. Und ein Stampf, der nicht nach Kürbis schmeckt, aber durch die Zugabe von Kurkuma nach alten Polstermöbeln. Und auch optisch nichts Gutes tut.

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A propos Optik: Hier ein Gericht, bei dem ich mich absolut davon habe verleiten lassen, etwas optisch ausgefallenes zu Kochen: Kabeljau mit Rotwein-Venere-Risotto und konfierten Tomaten. Sieht affig aus. Der Fisch ist ok. Aber der Reis: viel, viel, viel zu bissfest, erinnert an ein salziges Müsli mit Rotweinnoten. Dafür die Tomaten mit so viel Zucker, das man sie auch mit einer Kugel Vanilleeis hätte servieren können.

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Und gleich die perfekte Überleitung zu einem anderen übersüßen Gericht: Das sollte ein knuspriger Wolfsbarsch nach Thai Art werden. Es wurde ein FETTIGER Wolfsbarsch mit viel zu viel Süße (ich weiß gar nicht mehr, was es war), gekontert von der über-Salzigkeit stark reduzierter Sojasoße. Und ich finde, meine Anrichteweise macht es schlimmer. Der arme Fisch…

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Lammkotletts mit Auberginenmus und Tomatenkompott. So die Idee. Lamm ok. Auberginenmuß: Nach dem Garen geschmacksfrei, ich dachte, ein bisschen süß-sauer, wie bei einer Caponata macht es besser. Es wurde schlimmer. Vielleicht noch ein bisschen Currypulver, für mehr Wumms – naja, den Rest kann man sich denken. Warum es so beschissen Nato-grün ist, weiss ich nicht. Tomatenkompott: Selber Fehler, wie schon oft: süß bis zur Desert-Grenze. Zusammen mit dem Muß eine üble Mischung.

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Das sollte ein Pfannen-geschmortes Huhn mit Weißwein werden. Warum ist die Soße so dunkelbraun? Die Idee: Huhn langsam braten, dann mit ein bisschen Weißwein ablöschen für eine kleine, schnelle Soße. Nur: Huhn war zu billig, es briet nicht, sondern kochte, auch ohne Flüssigkeitszugabe. Also hochgeschaltet, Power der Gusseisenpfanne überschätzt und mit reichlich „Röststoffen“ belohnt. Dann alles mit Weißwein angegossen. Probiert. Schlimm. Balsamico, Honig, Brühe dazu. Immer noch schlimm. Als hätte jemand eine Zigarettenkippe in der Soße versenkt. Zutaten versauen quält mich immer, bei Fleisch ganz besonders.

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Hühnerleber-Ragout mit Kartoffelpüree: Ohne Worte, meine ich. Ein trauriges Häufchen.

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Der Preis für das albernste Gericht des Jahres geht an diesen mit Feta gefüllten Rondini mit irgendeinem wässerigen Stampf und einer, wenn ich mich recht erinnere, Curry-Tomaten-Sahnesoße. Die aus Hilflosigkeit dazugelegten, frittierten Salbeiblätter und der übliche Kringel Olivenöl, der hier echt nicht passt, runden das Bild ab.

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