Kürbisrisotto mit Ziegenkäse und getrockneten Tomaten

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Risotto ist immer doof zu fotografieren. Es sei denn, man kocht ihn zu fest, zwängt ihn in einen dieser dämlichen Servierringe und streut noch allerlei Quatsch drauf und drum. Ich mach das nicht, denn wer auf sowas steht, wird eh kein echtes Risotto mögen. Nämlich ganz ohne Ablenkungen und überflüssigen Kram, nicht als Beilage, sondern einfach als eigenständiges Gericht, bei dem einem nicht sämtliche Konsistezen, Aggregatzustände und Geschmacksrichtungen um die Ohren fliegen, sondern einfach, Gabel für Gabel, ein runder Geschmack und eine wärmende Beschaffenheit….

Rezept

Vegetarier machen das mit Gemüsebrühe, ansonsten, und das wäre auch mein Ideal, würde ich Hühnerbrühe nehmen. Die wirklich, wenn es irgendwie geht, selbstgekocht. Klar, aus dem Glas geht auch, aber ein Bündel Suppengrün kostet maximal 2 Euro und daraus kriegt man locker 2 Liter Brühe, die auch nur 30 min. kochen muss. Einfach waschen, würfeln und in einen Topf mit Wasser, ein paar Pfefferkörnern, Lorbeerblättern und ein bisschen Salz geben, aufkochen und 30 min. köcheln lassen. Für die Hühnerbrühe noch Hühnerkarkassen dazu und ca. 1 Stunde köcheln…

Für vier echt hungrige Esser 2 Tassen Risotto Reis in eine hohe Pfanne oder einen schweren Topf mit ein bisschen heißem Olivenöl geben und ein paar Minuten unter Rühren anschwitzen. Eine fein gewürfelte Schalotte und Knoblauchzehe dazu geben und ein bisschen mitlaufen lassen, aber nicht bräunen. Dann mit einem ordentlichen Schuss trockenem Weißwein ablöschen, diesen einkochen lassen und dann zwei Hand voll gewürfelten Kürbis (1×1 cm) dazu geben und mit ein paar Kellen heißer Brühe auffüllen. Diese auf mittlerer Hitze unter Rühren einköcheln lassen und immer wieder kellenweise nachschöpfen bis der Reis cremig ist aber jedes Korn noch ein kleines bisschen Biss hat.

Dann Risotto von der Hitze nehmen und dazu: eine große Hand geriebenen Parmesan, 4 EL (oder mehr) Butter, kräftig frisch gemahlener Pfeffer und ein bisschen gemahlene Muskatnuss, 100 g Ziegenkäse, 100 g fein geschnittene, in Öl eingelegte, getrocknete Tomaten. Alles mit Schwung zusammenrühren, so das es cremig emulgiert. Wenn zu fest, mit ein bisschen Brühe verdünnen. Es sollte ungefähr wie ein Milchreis sein.

Gleich auf vorgewärmte Teller geben und mit ein bisschen mehr frischem Pfeffer und Parmesan servieren.

Klassisch ist Risotto ein „Primo“ – also erster richtiger Gang in einem italienischen Essen. Wenn als Hauptgericht serviert, passt sicher ein frischer Salat gut dazu, aber nicht mehr.

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