Kürbisrisotto mit Ziegenkäse und getrockneten Tomaten

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Risotto ist immer doof zu fotografieren. Es sei denn, man kocht ihn zu fest, zwängt ihn in einen dieser dämlichen Servierringe und streut noch allerlei Quatsch drauf und drum. Ich mach das nicht, denn wer auf sowas steht, wird eh kein echtes Risotto mögen. Nämlich ganz ohne Ablenkungen und überflüssigen Kram, nicht als Beilage, sondern einfach als eigenständiges Gericht, bei dem einem nicht sämtliche Konsistezen, Aggregatzustände und Geschmacksrichtungen um die Ohren fliegen, sondern einfach, Gabel für Gabel, ein runder Geschmack und eine wärmende Beschaffenheit….

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Leicht süß-saures Pilz-Rahm-Ragout vom Kalbsherz mit Breznknödel

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Ich bin, in den Dingen, die mich wirlich interessieren, ein echt neugieriger Mensch. Und in der Küche langweilt es mich eigentlich, das selbe Gericht zweimal zu kochen. Und so fängt man irgendwann zwangsläufig an, nach Sachen zu schauen, die vielleicht im ersten Moment etwas ungewöhnlich wirken. Innereien mag ich sowieso und je mehr ich probiere, praktisch immer mit positivem Ergebniss, ob nun gebackenes Kalbshirn in Wien, Saures Lüngerl in München oder Salat mit rosa gebratenen Kaninchennieren in Frankreich, um so mehr mag ich sie und um so „mutiger“ werde ich auch. Herz hatte ich noch nie, weder außer Haus, noch selbstgemacht. Ein unglaublich günstiges Stück Fleisch, mit vielleicht 5 -7 € pro Kilo. Und da ich meine, das, wenn man schon Tiere tötet, man sie dann auch von Nase bis Schwanz verwerten soll und eben gemerkt habe, dass die günstigen Stücke wie Backe, Wade oder z.B. Herz oft, richtig behandelt wunderbar sind, will ich hier einfach mehr ausprobieren. Es lohnt sich.

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Herbst: Unglaubliche Tagliatelle mit Nuss-Pesto, Steinpilzen und Ruccola

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Ich denke mir ja selten Rezepte komplett neu aus – meistens sind es eher Abwandlungen von Bekanntem. Aber das hier hab ich zumindest noch auf keiner Karte und in keinem Kochbuch gesehen (und, nein, ich will keine Links, die das Gegenteil beweisen, für MICH ist es neu). Und ich muss echt sagen: Eine bessere Pasta hab ich lange, lange nicht mehr gegessen. Ich meine auch, selbst wenn das hier nicht traditionell italienisch ist, dann doch auf eine absolut italienische Art. Und: vergesst alle Sommertrüffel dieser Welt: Das hier ist so viel, viel besser. Und passt mega in die Saison. Machen!!!!

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Ma Po Dou Fo – Tofu mit Wumms (und magischem Szechuan Pfeffer)

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Vor ein paar Wochen hatte ich hier in München im sehr authentischen China-Restaurant „yulan“ ein Erweckungserlebnis namens „Ma Po Dou Fo“. Ein Tofugericht mit schwarzer Bohnenpaste, Hackfleisch und, ganz neu für mich: Szechuan Pfeffer. Eine schweißtreibende und zugleich süchtig machende Sache. Und wie ich nun gelernt habe, absolut einfach selbst zu machen. Die absolute Entdeckung, auch diesmal wieder: Der Szechuan Pfeffer – ein Gewürz, komplett anders, als irgendwas sonst. Und verführend.

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Schlachtfest am Rennsteig

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Haus meines Großvaters (hinten), mit Hühner- und Scheinestall (rechts)

Ich habe schon öfter über die Küche in der DDR geschrieben. Es gibt ja einige drollige TV Dokus über das Thema. Und in denen kommt das Land nicht wirklich gut weg. Halt die Broiler-Enklave, die man erwartet und gerne belächelt. So wie es überhaut meiner Meinung einer vernünftigen Dokumentation des Lebens in diesem Teil unseres Landes jenseits von Stasi-Grusel und Ost-Humor a la „Goodbye Lenin“ mangelt. Aber, zurück zur Küche: War das Kantinen- und Fastfood- Niveau in der BRD damals wirklich so viel höher? Man muss ja sagen, bis in die 80er war ganz Deutschland eine ziemliche Mampf-Wüste – viel und reichhaltig und fertig. Die wirkliche Küche der DDR spielte sich aber nun mal nicht in Mitropa, Kantine und Brolierbar ab, sondern zu Hause. Und da waren die Menschen erfindungsreich ohne Ende. Die Devise lautete: Was es nicht gibt (das Meiste), wird selbstgemacht.

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