Mein kleiner Wiesn Guide

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Kurz vor dem kommenden, langen Wiesn-Wochenende, vielleicht ein bisschen (süßer) Senf von mir…. Widerspruch bitte unbedingt und sehr gerne. Ich übe noch. Aber alle Thesen hier wurden mehrfach überprüft.

  • Bayern: Ignorieren – Ihr und NUR Ihr wisst, wie es geht.
  • Tracht: Nicht-Bayern: Ihr könnt es nur falsch machen. Vor zehn und erst recht vor dreißig Jahren ging kein Mensch in der Tracht auf die Wiesn. Irgendwann ging es dann los. Heute würde ich sagen: Wenn Ihr auf Nummer sicher gehen wollt: Jeans und ein schönes Hemd. Wenn Ihr Euch verkleiden wollt: Wirklich kein Ding, macht, was Ihr wollt, aber zwingt keine anderen Nicht-Bayern, es Euch gleich zu tun. Jeder stirbt seinen eigenen (Trachten)Tod. Oder eben nicht.
  • Wenn man einen entspannten Tag haben will, kommt man Wochentags gehen 10 Uhr und sucht sich einen Platz im nicht-reservierten Bereich. (ist mir noch nie gelungen). Oder, noch besser: Man reserviert, ein Jahr vorher (hab ich noch nie gemacht)
  • Wenn das nicht geht: Die schlechteste Zeit, ohne Reservierung in ein Zelt zu kommen, ist von 17:00 bis 19:00 Uhr. Reservierungswechsel.
  • In der Zeit wollen aber viele Menschen ausgehen. Ich empfehle deshalb: Einmal über die Wiesn schlendern, was essen (Hendlbraterei, Ochsenbraterei, Fischer Vroni – würde ich sagen) und dann in einem der netten, beheizten Biergärten der Zelte rumhängen und was trinken. Trotz mäßigem Bier: Beim Löwenbräu ist meistens Platz.
  • Dann kann man sich in ein Zelt mogeln. Am besten einfach an einen Tisch stellen, Bier bei der Bedienung bestellen, sich mit der verbünden (Trinkgeld) und auch gleich mit dem Tisch. Je mehr Frauen in der Gruppe = um so einfacher.
  • Wenn nix geht: Im Augustiner geht es am früheren Abend eher ruhig zu. Und gleichzeitig das beste Bier. Probieren.
  • Letzte Chance: Hofbräu Zelt. Ordentliches Bier und STEHBEREICH in der Mitte. Da kriegt man immer was zu trinken. Und findet auch eine Menge Freunde aus Korea, Australien, USA, England, Italien. Toll!
  • Allerletzte Chance / Zwischenlösung: Direkt oberhalb der Wiesn ist das Wirtshaus zur Bavaria inklusive Biergarten. Das beste Bier, viel günstiger und immer Platz. Das ist keine echte Alternative zur Wiesn aber doch eine zum angepisst nach Hause gehen. Und von dort kann man dann, euphorisiert, einen zweiten Anlauf starten. Der kappt dann. Meistens.
  • Generelle Regel bei allem: LÄCHELN. Die ganze Wiesn ist steng genommen eine Zumutung. Aber das ist uns egal – wir wollen einen tollen Tag haben, mit wem und wo und wie auch immer. Und mit der Einstellung klappt das auch IMMER. GARANTIERT!
  • Nach Schankschluß: Geht schlafen. ALLE Alternativen, die Euch IRGENDWER eröffnet, sind MIST. Ich meine: A L L E.

Weltpremiere: Das ERSTE Desert bei Musikgeschmack: Zwetschgen-Crumble mit Zimtsahne

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In punkto Desert halte ich es, wie in vielen Dingen mit Anthony Bourdain: „FUCK desert, i want some cheese“. Ich will Käse, mit was Süßem -Feigensenf, Trauben, Portwein, ganz egal. Nicht falsch verstehen, ich hab nix gegen was Süßes, ich brauch es nur nicht. Aber ich will, dass die Leute, für die ich koche, glücklich sind. Und ich LIEBE Pflaumen, pardon, Zwetschgen. Und so kam es…

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Chili sin carne

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Braune Wochen bei Musikgeschmack? Passt ja, könnte man sarkastischerweise anmerken. Das war heute auch gar nicht für den Blog gedacht, mehr wie: ich will nicht einkaufen und schau, was noch zu Hause ist. Dann war es aber doch SO gut, dass ich es hier aufnehmen will. Demnächst wird es dann auch wieder bunter.

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Bœuf bourguignon nach Anthony Bourdain

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Ich muss schon sagen, für ein Schmorgericht wie dieses hier, lass ich die meisten Steaks links liegen. Das hier hat einfach viel mehr Tiefe. Und auch toll: zum Schmoren eignen sich in der Regel die preiswerteren Fleischteile – hier das Fleisch von drei großen Beinscheiben. Und wenn große Stücke wie Lammkeule & Co. doch ein bisschen Erfahrung und Kochtechnik brauchen: Dieses Gericht hier kriegt JEDER auf Anhieb hin, einfach bei mittlerer Hitze so lange köcheln, bis das Fleisch butterweich ist, dann die Soße noch ein bisschen einreduzieren und abschmecken (Salz, Pfeffer, Senf und ein bisschen Zucker reichen) und fertig. Dazu einen schönen Semmelknödel oder ein Kartoffelpüree – mehr braucht’s nicht.

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Kommende Konzerttermine

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Wer mich mal nicht nur lesen, sondern auch hören will, der sei herzlichst willkommen auf den Konzerten der nächsten Wochen und Monate. Und ich freue mich besonders, wenn Blog-Leser Hallo sagen! „The Italian Jazz Job“ spielt italienische Songklassiker im jazzigen Gewand – voran die grandiose Sängerin Alice Viola. Mit „Manu“ gibt’s intelligente, vielschichtige Songs irgendwo zwischen Dave Matthews und Kings of Convenience. Auch tolle Songs, diesmal mit Folk-, Bluesrock und Americana-Einschlag gibt’s mit „Mailänder & Friends“. Schaut vorbei!

Huren-Spaghetti, Escort Style (Spaghetti Puttanesca mit frischem Thunfisch)

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Der Titel ist keine Sauerei von mir, Spaghetti Puttanesca sind wirklich Spaghetti „Huren-Art“, im Ursprung deshalb, weil man sie komplett mit Dosenprodukten zubereiten konnte und dafür nicht vor die Tür musste: Spaghetti, Kapern, Oliven, Sardellen und Tomaten, Das ist auch heute immer noch toll. Ich wollte aber ein bisschen mehr Frische, deshalb Kirsch- statt Dosentomaten und als Extra frischer Thunfisch, der roh unter die heiße Pasta gegeben wird.  Die ganze Soße geht schneller, als die Pasta zu kochen, ein 10 Minuten-Gericht. Und in der Variante hier auch sicher was für Gäste.

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Ribollita = Toskanischer Brot-Gemüse-Eintopf

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Es wird Herbst und damit endlich wieder Zeit für solche wärmenden Gerichte. Dieser Eintopf ist ein toskanischer Klassiker und ganz sicher in seinem Ursprung eine Resteverwertung: Altes Brot, das, auf toskanische Art gebacken besonders hart wird, in Scheiben geschnitten und mit dem Eintopf vom Vortag vermischt. Und am besten dann nochmal aufgewärmt (Robollita heißt auch sowas wie „nochmal gekocht“). Ich bleibe dem Rezept weitestgehend treu, aber hier natürlich mit einem frisch gekochten Eintopf und, damit es noch ein bisschen mehr Textur gibt, diesen kurz mit Parmesan überknuspert. Am nächsten Tag schmeckt der in der Tat noch besser. Und vor allem: Das hier ist eine mega Grundlage für eine Party, ich glaub, danach kann man saufen bis in die Früh – und wenn man nochmal Hunger kriegt, ist bestimmt noch Eintopf da…

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Cook yourself German #2 – „Schnitzel mit Kartoffel-Gurken-Salat“ = schnitzel with potato-cucumber salad

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When you ask people about traditional German dishes, they will most likely respond „Sausage“ and „Schnitzel“. I wrote a bit about sausage in the last article – no one in their right mind will make them at home. But the other favourite dish of most Germans is really easy to make at home. And is best combined with another absolut classic – potato salad.

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Ravioli mit Kartoffel-Pecorino-Füllung und ganz einfacher Tomatensoße

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Nachdem ich alle Folgen meiner absolut liebsten Food & Travel Serie „Anthony Bourdain – No Reservations“ inklusive des Nachfolgers „Parts Unknown“ fast auswendig kann und Nachschub nicht in Sicht ist, widme ich mich in der letzten Zeit der Ersatzdroge „Arte – Zu Tisch in…“. Klappt ganz gut. Irgendwelche Ömchen in entlegenen Gegenden Hausmannskost kochen zu sehen beruhight mich ungemein. Hatte ich doch genau so eine Oma. Und erinnert es einen doch auch daran, dass das Einfache oft das Beste ist und beileibe nicht teuer sein muss. In der Sardinien-Folge gab es Teigtaschen mit einer Kartoffel-Pecorino Füllung in die sonst NIX weiter kam. O-Ton: „Manche tun noch Pfeffer dazu, aber WIR machen sowas nicht.“. Dazu eine lange gekochte, ganz simple Tomatensoße. Kartoffeln in der Pasta sind mir nicht ganz fremd, ich kannte sie schon zu Spaghetti mit Pesto und hatte sie auch schon einmal in Florenz probiert und sehr gemocht, aber in der Form nicht gemacht. Da mir außerdem die virtuose Falttechnik der Ömchen aus der Doku doch zu viel Arbeit war, hab ich Ravioli gemacht, mich aber sonst sehr an das absolut pure Rezept gehalten. Und es war himmlisch.

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