Bœuf bourguignon nach Anthony Bourdain

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Ich muss schon sagen, für ein Schmorgericht wie dieses hier, lass ich die meisten Steaks links liegen. Das hier hat einfach viel mehr Tiefe. Und auch toll: zum Schmoren eignen sich in der Regel die preiswerteren Fleischteile – hier das Fleisch von drei großen Beinscheiben. Und wenn große Stücke wie Lammkeule & Co. doch ein bisschen Erfahrung und Kochtechnik brauchen: Dieses Gericht hier kriegt JEDER auf Anhieb hin, einfach bei mittlerer Hitze so lange köcheln, bis das Fleisch butterweich ist, dann die Soße noch ein bisschen einreduzieren und abschmecken (Salz, Pfeffer, Senf und ein bisschen Zucker reichen) und fertig. Dazu einen schönen Semmelknödel oder ein Kartoffelpüree – mehr braucht’s nicht.

Huren-Spaghetti, Escort Style (Spaghetti Puttanesca mit frischem Thunfisch)

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Der Titel ist keine Sauerei von mir, Spaghetti Puttanesca sind wirklich Spaghetti „Huren-Art“, im Ursprung deshalb, weil man sie komplett mit Dosenprodukten zubereiten konnte und dafür nicht vor die Tür musste: Spaghetti, Kapern, Oliven, Sardellen und Tomaten, Das ist auch heute immer noch toll. Ich wollte aber ein bisschen mehr Frische, deshalb Kirsch- statt Dosentomaten und als Extra frischer Thunfisch, der roh unter die heiße Pasta gegeben wird.  Die ganze Soße geht schneller, als die Pasta zu kochen, ein 10 Minuten-Gericht. Und in der Variante hier auch sicher was für Gäste.

Ribollita = Toskanischer Brot-Gemüse-Eintopf

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Es wird Herbst und damit endlich wieder Zeit für solche wärmenden Gerichte. Dieser Eintopf ist ein toskanischer Klassiker und ganz sicher in seinem Ursprung eine Resteverwertung: Altes Brot, das, auf toskanische Art gebacken besonders hart wird, in Scheiben geschnitten und mit dem Eintopf vom Vortag vermischt. Und am besten dann nochmal aufgewärmt (Robollita heißt auch sowas wie „nochmal gekocht“). Ich bleibe dem Rezept weitestgehend treu, aber hier natürlich mit einem frisch gekochten Eintopf und, damit es noch ein bisschen mehr Textur gibt, diesen kurz mit Parmesan überknuspert. Am nächsten Tag schmeckt der in der Tat noch besser. Und vor allem: Das hier ist eine mega Grundlage für eine Party, ich glaub, danach kann man saufen bis in die Früh – und wenn man nochmal Hunger kriegt, ist bestimmt noch Eintopf da…

Ravioli mit Kartoffel-Pecorino-Füllung und ganz einfacher Tomatensoße

Allgemein

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Nachdem ich alle Folgen meiner absolut liebsten Food & Travel Serie „Anthony Bourdain – No Reservations“ inklusive des Nachfolgers „Parts Unknown“ fast auswendig kann und Nachschub nicht in Sicht ist, widme ich mich in der letzten Zeit der Ersatzdroge „Arte – Zu Tisch in…“. Klappt ganz gut. Irgendwelche Ömchen in entlegenen Gegenden Hausmannskost kochen zu sehen beruhight mich ungemein. Hatte ich doch genau so eine Oma. Und erinnert es einen doch auch daran, dass das Einfache oft das Beste ist und beileibe nicht teuer sein muss. In der Sardinien-Folge gab es Teigtaschen mit einer Kartoffel-Pecorino Füllung in die sonst NIX weiter kam. O-Ton: „Manche tun noch Pfeffer dazu, aber WIR machen sowas nicht.“. Dazu eine lange gekochte, ganz simple Tomatensoße. Kartoffeln in der Pasta sind mir nicht ganz fremd, ich kannte sie schon zu Spaghetti mit Pesto und hatte sie auch schon einmal in Florenz probiert und sehr gemocht, aber in der Form nicht gemacht. Da mir außerdem die virtuose Falttechnik der Ömchen aus der Doku doch zu viel Arbeit war, hab ich Ravioli gemacht, mich aber sonst sehr an das absolut pure Rezept gehalten. Und es war himmlisch.