Toskana #4 – Kaninchen mit Weißwein-Balsamico Sud und Speck aus Greve

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Karnickel gibt es hier in jedem Supermarkt – in Deutschland ja eher selten, man scheut sich wohl ob der Niedlichkeit der Tiere. Ich finde das scheinheilig. Aber das ist jedem seine eigene Sache. Das Rezept hier ist mir wirklich aufgrund der Zutaten, die grad da waren eigefallen, ich glaube nicht, dass das ein Original ist. Aber es hat echt gut geschmeckt. Und geht auch gut mit Hühnerteilen und einem wie auch immer gearteten, luftgetrockneten Speck.

Rezept für ein Kaninchen = 3 Personen

Ca. 150 Gramm sehr guten, luftgetrockneten Bauchspeck in nicht zu dünne Scheiben schneiden und in einer großen Pfanne anbraten. Das Kaninchen ggf. in Stücke zerteilen, Leber und Nieren aufheben. Kaninchenteile etwas salzen, zum Speck in die Pfanne geben und gut anbraten. Parallel eine Hand voll Schalotten schälen, halbieren und ebenfalls mit in die Pfanne. Schließlich ein paar frische Rosmarinzweige und Lorbeerblätter (wenn getrocknet: nur eins).

Mit 250 ml. trockenem Weißwein ablöschen und in einen Topf verfrachten. Dort ca. 1 Stunde mit geschlossenem Deckel langsam weich schmoren. Nach Ende der Garzeit die Kaninchenteile entnehmen, 100 ml Balsamico Essig angießen und alles auf hoher Hitze zur gewünschten Konsistenz reduzieren. Falls alles beim Kochen schon reduziert ist, andersrum mit ein bisschen Wasser den Bratensatz loskochen, dann den Essig dazu und nochmal ein bisschen einkochen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Parallel die Leber und die Nieren zartrosa in ein bisschen Butter braten.

Zum Anrichten eine Scheibe Weißbrot in die Mitte eines tiefen Tellers legen, darauf dann ein paar Kaninchenteile, ein, zwei Scheiben Speck und Schalotten, sowie ggf. noch eine Niere und ein Stück Leber (bei mir waren die direkt in der Küche noch weg, komisch…) und ein paar Löffel Soße. Außerdem erlaube ich mir hier mal, des Duftes wegen und weil er einfach hübsch aussieht, den obligatorischen Rosmarinzweig.

Das mit der Brotscheibe hatte ich hier gerade bei einem ziemlich französisch anmutenden, aber traditionell toskanischen Schmorgericht. Sie ersezt echt den Semmelknödel.

Ach so: Der Speck kam diesmal von einem echt wunderbaren Metzger „Falorni“ ca. 50 km von hier, aus Greve im Chianti. Der hatte auch gigantische T-Bones vom regionalen Channini Rind. Ich werd mich wohl am Wochenende nochmal auf den Weg machen, denn am Montag kommt Besuch und zumindest einmal will ich die ganz echte Bistecca Fiorentina hier auf den Grill schmeißen. Und ich glaube, DIE sind die Richtigen.

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