Wer san mia?

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Mich treibt immer wieder der Diskurs Münchner / Preisn um. Auf der einen Seite meine ich, jeder soll da leben und so leben, wie er mag. Auf der anderen Seite liebe ich diese Stadt auch wegen ihres besonderen Charakters, der leider in der Tat immer mehr flöten geht.

Ich meine, es ist gut, dass man, wenn man irgendwo hinzieht, man raus geht aus seinem Schneckenhaus, auch wenns einen immer mal vor den Kopf stößt, und sich die Stadt, das Land, die Leute, erarbeitet. Indem man was kapiert, von der Kultur, von der Geschichte, und sich mit diesen Dingen auseinandersetzt. Und in München als Auswärtiger eben nicht in seinem Freundeskreis aus Münsteraner Jung-Architekten und Wiesbadener Zahnärzten schmort. Ich glaube, dieses Thema gibt es in vielen Großstädten – in München und Berlin ist es wohl am deutlichsten spürbar.

Es geht nicht darum, sich unterzuordnen. Ich als Ossi fühle mich hier nach acht Jahren als Münchner. Aber auch, weil ich mich der Stadt geöffnet habe, mich auch mal zurücknehmen konnte und nicht immer meinen Ossi-Stolz, den ich eh nicht hab, vor mir hergetragen hab. Ich meine, egal wo man auf der Welt ist, man soll sich selbst nicht aufgeben, aber man soll den Orten erlauben, wirklich ein Teil von einem zu werden. Sonst wird man nicht glücklich. Oder zumindest: immer ein Preis‘. Tu was für Deine Stadt!

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