Geschmortes Red-thai-curry Hühnchen mit Paprika, Pilzen und Zuckerschoten

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Ich glaube nicht, dass das ein original Thai Rezept ist. Aber da ich schon immer fand, das butterweich geschmorte Hühnerkeulen viel besser sind, als lahme Hühnerbrust, steh ich drauf. Und ich glaube, auch kaum ein Thai würde das stehen lassen. Ein mega aromatisches Rezept, das wirklich jeder hinbekommt, mit Zutaten, die man leicht bekommt, von einer gescheiten Currypaste mal abgesehen…

Rezept für vier Personen:

Ca. 1500 g Hühnerkeulen in vier Teile schneiden. Salzen und in Mehl wenden. In einer großen Pfanne, zu der es einen Deckel gibt oder in einem großen Topf in ein bisschen neutralem Öl scharf anbraten. Dann ca. 3 Esslöffel rote Currypaste und 4 EL braunen Zucker oder 2 Stück Palmzucker dazu geben. Im Supermarkt hab ich noch KEINE gute Currypaste bekommen, im Asialaden IMMER. also dort kaufen. Wenn man auf dem Land wohnt, sich von Stadt-Freunden welche schicken lassen. Alles zusammen anrösten bis es ernsthaft in der Nase kribbelt. Dann mit einer Dose Kokosmilch und einer Dose Wasser ablöschen und zugedeckt bei mittlerer Hitze ca. 1 Stunde köcheln lassen bis das Fleisch ganz weich ist. Zehn Minuten vor Schluss: Noch eine Dose Kokosmilch und ein paar kräftige Schuss Fischsoße (beides Pflicht) und, wenn da, ein großes Stück Ingwer und ein paar Knoblauchzehen, fein gehackt. Wenn sich sehr viel Fett auf der Oberfläche abgesetzt hat, kann man das abschöpfen, macht nix besser, nur fetter.

 

Wenn das Fleisch weich ist, hat man zwei Möglicheiten. Wenn man es den Essern ganz leicht machen will, fischt man das Fleisch aus der Soße, trennt es vom Knochen und gibt es wieder hinein. Ich lass es einfach so. Dann dazu: Eine gelbe und eine rote Paprikaschote, jeweils in Streifen geschnitten und zwei Hand voll in Scheiben gechnittene Champignons. Ca. fünf Minuten zusammen kochen. Dann noch zwei Hand voll Zuckerschoten dazu und nochmal zwei Minuten kochen lassen. Nochmal mit Salz, Zucker und ggf. ein bisschen Limettensaft abschmecken.

In tiefen Tellern servieren. Man kann Reis dazu servieren, ich brauch ihn nicht. Viel Schmorflüssigkeit – für mich ist das viel mehr ein Eintopf, als ein Pfannengericht.

Zur Dosierung der Currypaste:

Ich meine, 3 Esslöffel auf die Menge Flüssigkeit sind scharf, aber lecker. So, dass einem beim Essen der Schweiß von der Stirn läuft, es aber noch absolut lecker ist und nicht wehtut. Wer es sauscharf mag, nimmt mehr, wer noch nicht viel Thai Currys gegessen / gekocht hat, nimmt zwei Esslöffel. Frisch gekaufte Paste ist schärfer als welche, die schon lange offen im Kühlschrank liegt. Generell: grün – am schärfsten, gelb – mittel, rot – verträglich.

Ich mag scharfes Essen, aber ich meine, das Schärfeempfinden ist immer individuell, NIE sollte man seine Gäste vorführen oder auf die Probe stellen. Wenn man weiss, dass empfindliche Leute dabei sind, lieber ein bisschen milder. Essen soll Spaß machen und keine Mutprobe sein.

Allgemein zum Thai-Curry:

Die Currypaste ist aus meiner Sicht eine sehr gute Basis. Und auch die Fischsoße braucht man für einen authentischen Geschmack. Und unbedingt ordentlich Süße, aber da tut es anstatt Palmzucker echt auch brauner oder zur Not weißer Zucker. Aber es geht um ein Mix aus Schärfe, Würze, Salz und Süße.

je mehr frische Würzzutaten man dazu bekommt, um so netter, aber kein Muss, denn sie sind schon in der Paste drin. Dennoch: Wenn man folgendes (teilweise) frisch kriegt, rein damit: Ingwer, Kaffir-Limettenblätter, Zitronengras, Knoblauch, Chillischote. Aber bloß nicht überanstrengen, die Paste tut echt einen sehr ordentlichen Job.

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