Gebratene Baby-Artischocken „Verdi“ mit gegrillten Paprika, kleinen Kartoffeln, Ruccola und Koriander-Minz Joghurt.

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Hier in München gibt es einen wunderbare „türkischen“ Supermarkt namens „Verdi“. Heute war ich wieder mal da und hab mich überwältigen lassen von dem Angebot an, besonders, Gemüse und Kräutern. Und hab mich zum ersten Mal an frische Artischocken getraut. Und weiß jetzt: die sind ein absoluter Hochgenuss, kein Vergleich zur Dosenware. Aber einer, den man sich wirklich mühsam erarbeiten muss.

Ich liebe „türkische“ Supermärkte. Der mit Abstand beste in München ist „Verdi“ in der Landwehrstraße (www.verdi-supermarket.de). Ich meine, jeder sollte einmal dort vorbei schauen. Absolut umwerfend ist das Gemüseangebot: riesige Bündel frischester Kräuter, violette Auberinen, unendlich viele Tomatensorten, eine Menge Blattgemüse, das man hier gar nicht kennt, Kochbananen, massig verschiedene frische Bohnen und Erbsen, Okra und und und… Das selbe beim Obst. Mega-frisch und absolut bezahlbar. Außerdem gibt es fantastisches Lammfleisch (und auch Rind, Huhn und Fisch), sensationelle, hausgemachte Sucuc („das ist der FC Bayern der Salami“), Oliven, Schaf- und Zigenkäse, Gewürze….

Heute war ich wieder da und entdeckte sehr hübsche, kleine Artischocken, die ich gelegentlich schon einmal im Restaurant gegessen, aber nie selbst gemacht hatte. Mit ein bisschen mehr tollem Gemüse, frischen Kräutern und dem tollen, 10%igen türkischen Joghurt kam dabei ein wirklich sehr gutes, vegetarisches Gericht raus (das man auf Wunsch aber ruhig auch mit zwei Lammkotletts dekorieren darf, aber echt nicht muss). Und die Erkenntnis: frische Artischocken, einfach nur gebraten sind a) absolut geil und b) eine heiden-Arbeit.

Rezept für zwei hungrige Personen

Zwei Spitzpaprika längs vierteln und entkernen. Zwei Hand voll kleiner Kartoffeln gut waschen und halbieren. Auf ein Blech mit 1 EL Fenchelsamen, ordentlich Olivenöl und ein bissche Salz und bei 220 Grad in den Ofen. Ca. 15 min. bis leicht braun und gar. Warmstellen.

In der Zwischenzeit die Artischocken putzen: Die oberen 2/3 abschneiden, dann vom Rest mit einem kleinen, schafen Messer alle Außenblätter entfernen und den Stil großzügig schälen. So putzen, dass nur noch das helle Artischockenfleisch übrig bleibt. Dann halbieren und das eventuell vorhandene Heu in der Mitte der Blüte entfernen. Sofort in eine Schüssel mit Zitronenwasser legen. Die ersten paar sehen hässlich aus, nach fünf Stück hat man den Dreh raus, nacch zehn die Nase voll.

Artischocken gut abtropfen und in einer Pfanne mit Olivenöl und einer angedrückten Knoblauchzehe bei mittlerer Hitze langsam braten. Ein bisschen salzen und pfeffern. Gegen Schluss ruhig nochmal hochschalten und etwas bräunen. Ein paar Tropfen Zitronensaft und ein Schuss frisches Olivenöl ganz am Schluss sind toll.

Für den Dip eine Hand voll Koriandergrün und ein paar Minzblätter fein schneiden. Mit 10%igem türkischem Joghurt fermischen. Dazu: ein bisschen fein geriebener Knoblauch, Zitronenabrieb, Olivenöl, Salz, Pfeffer. Gut vermischen.

Ein bisschen frischen Ruccola nur mit ein paar Tropfen Olivenöl, Zitronensaft und ein paar Körnchen Salz marinieren. Alles zusammen anrichten.

Die Artischocken waren eine SENATION: Zart, unvergleichlich nussig, mild, mit leichten Brataromen. Und einfach ganz, ganz eigen. Und eine andere Sache, als die aus dem Glas. Ein echtes Luxus-Gemüse.

Hier noch die nicht ganz vegetarische Variante. War super. Aber bei der Veggie Version feht einem nix. Ich konnte nur beim Metzger heute nicht die Finger von den Lammkotletts lassen. Die einfach nur salzen in Olivenöl anbraten. Dann mehr Öl dazu, ein bisschen frischen, geschnittenen Knoblauch, Pfeffer und ein nettes Kraut (Rosmarin, Thymian, Sabei…) und alles in eine ofenfeste Form geben und bei 100 rosa-gar ziehen lassen.

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