Kleine Erwiderung auf „Mia san mia? Nein, blöd san mia.“

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Vor kurzem schrieb Max Scharnigg erst in seinem Blog, dann in der SZ eine flammende München-Kritik die im Netz seit einer Weile die Runde macht und viel beklatscht wird – unter dem Titel „Mia san mia? Nein, blöd san mia.“ und der These, die Stadt sei „reich und erbärmlich“.  Ich lebe hier seit gut acht Jahren und neige dazu, München fast bedingungslos zu lieben. Nicht, weil ich nichts zu kritisieren hätte. Sondern wegen dem Gefühl, hier richtig und aufgehoben zu sein. Dennoch, im Kern kann ich viele Argumente Scharniggs verstehen und teile sie auch.

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Ein paar Gedanken zu Rinderrouladen und der modernen Küche

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Ich hab ja schon oft über die Bratensonntage meiner Kindheit in Thüringen gesprochen. Der ABSOLUTE Höhepunkt dabei, und sicher, nicht nur für mich, sondern für ganz ganz viele Menschen eines der beliebtesten Gerichte der deutschen Küche: Rinderrouladen. Alle, die hier eine Weile mitlesen wissen: Ich steh auf Klassiker und will an denen auch nicht viel rummachen. Trotzdem interessieren mich per se auch kreative Köche. Und so denke ich schon auch immer mal: Wenn es ein klassisches Gericht gibt, das ich wirklich in- und auswendig kenne und in der Originalform im Schlaf beherrsche und mal drüber nachdenken will, wie man das irgendwie moderner und eigener machen kann, dann sind das Rinderrouladen.

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What Remains of Edith Finch

Wenn ich hier Videospiele vorstelle, dann, weil sie etwas wirklich Besonderes sind, aus der Norm fallen, mich bewegen und auch für andere (erwachsene) Leute ein Anreiz sein könnten, sich näher mit einem, möglicherweise fremden und Vorurteils-beladenen Medium zu beschäftigen. Das alles passt auf bitter-süße Storytelling Spiel „What Remains of Edith Finch“ für Windows PC und PS4.

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Indisches Kartoffel-Karotten-Spinat Curry

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Mensch – es wird doch nicht auch irgendwann mit ein paar indischen Basics klappen? Heute, wirklich ohne viel Anstrengung und Zutaten-Wahnsinn das bisher beste indische Curry hingekriegt. Wirklich, wirklich gut. Veggie Küche, wie ich sie mag: mit Power und ganz und gar normalen, natürlichen Zutaten. Und: ich steh im Moment auf ein-Pfannen-Gerichte (und die neue Le Creuset Gusseisenpfanne). Entspannt zu machen, entspannt zu essen.

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Rotes Garnelen-Curry mit grünen Bohnen und Paprika

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Langsam hab ich den Dreh raus. Eines der besten, weil rundesten Currys, die ich bisher gemacht habe. Vor allem hab ich verstanden: Es geht um die Harmonie der Zutaten: Also, zum Einen: nicht sechs Gemüse, sondern lieber zwei, drei, die in sich passen und auch gut mit der Protein-Zutat (also hier den Garnelen) harmonieren. Und es geht um die Balance aus Schärfe, Süße und Salzigkeit in der Soße. Dafür reichen: Eine gute Currypaste,  (Palm)Zucker, Fischsoße und Kokosmilch.

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Keine Angst vor der Hollandaise

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Aus gegebenem Anlass (Spargelzeit) möchte ich hier nochmal ausdrücklich zur Eigenherstellung von Sauce Hollandaise animieren. Klar, man muss ein bisschen wissen, wie’s geht. Aber ich verstehe nicht, dass die Leute, stellenweise sogar in der Gastronomie regelrecht Angst haben, das mal zu probieren. Denn das Ergebnis ist himmlisch und wer es einmal gemacht hat, dem kommt für den Rest des Lebens kein Fertigprodukt mehr ins Haus. Und das Ganze klappt auch ohne Wasserbad und tausend Hände. Nur mit der Ruhe. Read More

Frühlingsfest

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Vor meiner München Zeit hätte mich wohl kein Mensch auf die Wiesn geriegt. Nicht, dass ich keine Volksfeste mag, im Gegenteil. Aber Massenveranstaltungen treiben mich eigentlich in die Flucht. Als ich dann her zog und ein paar Mal (ohne Reservierung) da war, merkte ich: es ist alles noch viel schlimmer. Doch es muss irgendeinen Abend gegeben haben, da wurde ich unwiederbringlich angefixt. Seitdem kann ich es kaum erwarten, bis die Luft (ich wohne ca. 5 min. Fußweg von der Wiesn weg) wieder flirrt im Duft von Hendl und Süßigkeiten und man an starken Tagen sogar direkt vor unserer Haustür die Leute hört, wie in einem Hummelnest.

Nun ist es so: Es gib in München, Ende April bis Anfang Mai, an selber Stelle und sogar z.T. mit Originalausstattung das Frühlingsfest. Ich wollte es eigentlich meiden, denn im Prinzip kenn ich mich aus. Heute aber, naja, kurz mal hinschauen. Und was soll ich sagen: wenn jemand schon mal die Fantasie hatte, der einzige Überlebende eines Atomkriegs in  einer sonst menschenleeren Stadt zu sein: Für den dürfte es was sein. Und für alle, die sich gerade in der Pubertät befinden, auch.

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