In Cidre geschmortes Huhn mit Äpfeln und Schalotten

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Von den Aromen her sicher mehr ein Herbstgericht. Es ist mir aber gestern eingefallen (nicht, dass es das nicht schon so oder so ähnlich gäbe, aber das hier ist mein Rezept) und ich wollte kein halbes Jahr warten. Zartes, saftiges Huhn in einer leichten, fruchtigen Soße, locker in einer guten Stunde gemacht und geht ganz ganz leicht auch für viele Leute. (Wenn es RICHTIG viele sind, würde ich das in einem tiefen Backblech im Ofen machen – vielleicht so bei 160 Grad. Dann geht’s auch für zehn bis fünfzehn Leute.)

Rezept für vier Personen

Sechs Hühnerkeulen erst zwischen Keule und Bruststück teilen (das Gelenk fühlen und da locker durchschneiden) und dann das Bruststück nochmal halbieren (beherzt, mit ein bisschen Druck und einem großen, nicht all zu teuren, aber scharfen Messer). Gut von allen Seiten salzen und ein bisschen Zimmertemperatur liegen lassen.

10 – 15 Schalotten pellen (Fummelarbeit, aber Zwiebeln sind mir hier zu dominant) und ansonsten ganz lassen. Nach Laune 2-3 möglichst feste, saure Äpfel vierteln, Kerngehäuse weg, Viertel nochmal halbieren.

Huhn in Mehl oder Speisestärke wenden und in einer großen, möglichst schweren Pfanne, zu der es einen Deckel gibt (oder Bräter, notfalls auch Kochtopf) mit ein bisschen Olivenöl anbraten. Auf halber Strecke Äpfel und Schalotten dazu. Alles soll ein bisschen Farbe kriegen. Aber auch nicht so heiß, dass es raucht. Pfeffern. Und mit ca. ½ Liter Cidre ablöschen. Trocken oder süß nach Laune. Beides geht.

Ca. 1 Stunde bei mittlerer Hitze (6 von 9) mit Deckel schmoren. Nach der Hälfte der Zeit 2 EL fein gehackten frischen Thymian und ein paar Rosmarinzweige dazu).

Nach Ende der Garzeit Huhn und Gemüse aus der Pfanne nehmen, In eine ofenfeste Form geben und im Backhofen unter dem Grill bei maximaler Hitze ein paar Minuten bräunen.

Soße auf die Hälfte einkochen, vielleicht mit ein kleines bisschen Stärke binden, dann einen EL körnigen Dijonsenf dazu, abschmecken und nicht mehr kochen lassen. Fleisch und Gemüse wieder in die Soße und am besten so auf den Tisch.

Beilagen: Ich gebe hier nur eine geröstete Scheibe Weißbrot unten in einen tiefen Teller und ein bisschen Huhn und Soße drauf und fertig. Man könnte aber auch Äpfel und Schalotten aus der Soße fischen, grob hacken und unter ein Kartoffelpüree mischen.  Wenn‘s ein bisschen gehaltvoller und deftiger sein soll, ist das grandios.

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