Linsen ganz schnell #1: Linsensalat mit fränkischer Bratwurst

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Klar, Linsensalat ist jetzt nicht ganz neu, auch nicht in der Kombination. Aber ich möchte mal dran erinnern: nix gegen eine schöne Salsiccia, aber eine frische (!), also ungebrühte, fränkische oder thüringer Bratwurst von einem guten Metzger, der diese noch handwerklich am Morgen selbst herstellt, hält nicht nur mit. Die ist für mich eigentlich sogar der größte Genuss. Und dazu gibt’s den Linsensalat deshalb auch mal (fast) ganz heimisch gewürzt. Ein absoluter Genuss. Und, wie ich meine, genau das richtige für die ersten Grillabende.

Rezept:

Linsen am besten ein paar Stunden oder über Nacht einweichen, dann kochen sie schneller und gleichmäßiger. Es muss aber nicht sein. Linsen in reichlich Wasser auf mittlerer Hitze langsam gar kochen. Meine Meinung: weich! Linsen mit Biss sind, besonders im Salat, in der besseren Küche die Regel, ich steh gar nicht drauf – man kaut ewig, sie sind schwer verdaulich und weicher auch aromatischer. Dann abgießen.

Eine Karotte, eine Stange Sellerie und eine Chillischote fein würfeln und zu den Linsen geben. Vom Sellerie auch ein bisschen Grün. Gut passt noch eine Frühlingszwiebel. Nur hatte ich keine,

Für die Menge einer  großen Hand voll getrockneter Linsen folgendes Dressing: je 1 EL Dijonsenf, süßer Senf, Zucker und 1 knapper TL Salz. Mit einem ordentlichen Schuss (vielleicht 4 EL) Apfelessig gut vermischen und dann ca. die selbe Menge Rapsöl dazu. Nach Laune ein bisschen frischer, geriebener Ingwer. Dressing mit den Linsen vermischen. Zehn Minuten stehen lassen und dann nochmal abschmecken. Sollte kräftig süß-sauer sein.

Am Schluss die Bratwürste braten. Ich hatte fränkische, die ich in der Hälfte nochmal zu einem kleinen Pärchen zusammengedreht habe. Am besten natürlich auch dem Holzkohlegrill. In der Pfanne geht es natürlich auch, auf sanfter, vielleicht mittlerer Hitze, damit sie nicht platzen oder verbrennen.

Bratwürste auf den Linsen anrichten, vielleicht ein bisschen armoatisches Öl wie Kürbiskernöl darüber.

Wirklich gute, vor allem frische Bratwürste sind heute eine Seltenheit. Die in großen Supermärkten sind mir oft zu übersalzen, gewürzarm und zu fett. Es lohnt sich, einen guten Metzger zu finden, der die Dinger wirklich selbst macht. Ein paar Tipps in München, speziell für gute Wurst (zum Fleisch komm ich mal bei anderer Gelegenheit):

Mein Metzger um die Ecke: Metzgerei Weindinger, Gollierstraße 41. Keine Website.
Kein ganz besonderer Laden, nix, um extra ins Viertel zu kommen. Aber einfach nett, wie ein typischer, kleiner Dorfmetzger. Und die Fränkischen von heute kamen von da und waren großartig.

Der Klassiker: Metzgerei Magnus Bauch, Thalkirchner Str. 61 – 63.
Eine solide Größe, beliefert auch viele gute Wirtshäuser. Alles in Eigenproduktion in konstant sehr guter Qualität.

Mein Geheimtipp, auch was überhaupt authentische, bayrische Küche in absolut original Ambiente angeht: Gaststätte Großmarkthalle, Kochelseestr. 13.
Gaststätte direkt auf dem Gelände der Münchener Großmarkthalle mit eigener Metzgerei. Die bisher BESTEN Weiswürste Münchens, rein aus Kalbfleisch, wirklich toll.
Und, wie gesagt, wunderbar zum Essen, allerdings nur zwischen 7 und 17 Uhr – denn die Hauptklientel sind die Leute vom Großmarkt mit ihren Arbeitszeiten – und die verstehen was vom Essen…

Und tatsächlich, wer mal in München zu Besuch ist: Die Metzger am Viktualienmarkt, sowohl in der Metzgerzeile nahe Tal, als auch auf dem Markt selbst, sind meiner Meinung nach alle sehr gut und auch absolut bezahlbar. Lohnt sich also nicht nur zum Schauen, sondern auch zum Einkaufen.

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