Verkackt: Worst of 2016

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Ach sieht das hier immer schön aus, gell? Aber wichtig: Was schön aussieht, muss nicht gut schmecken. Und was hässlich ist, kann durchaus lecker sein. Diese Gerichte hier waren beides nicht – weder hübsch, noch lecker. Sondern einfach nur Mist. Meine worst-of-2016. Zum Auftakt: Okra in Tomatensoße mit Feta. Nein, schmecken gar nicht schleimig… DOCH, tun sie. Bei mir jedenfalls. Dazu eine saure Tomatensoße und aus Hilflosigkeit noch ein Stück schönen Feta in die Sache versenkt. Merke: Schlechten Gerichten keine guten Zutaten hinterherwerfen.

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Rote Beete Suppe mit Tofufrikadellen. Soll ich noch was sagen? Grisselige, erdige, gift-pink-farbene Suppe mit gebratenem Radiergummi. Tofu ist gut, aber für sich, nicht als Fleischersatz. Dann lieber Fleisch.

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Viel zu rosa gebratener und beschissen nachbearbeiteter Schweinenacken. Wässrige Tomatensoße. Nur der Fenchel war gut. Dennoch: ein Bild zum Abgewöhnen.

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Die gefüllten Tomaten waren gut. Die „Köfte“ auch. Aber ein Rote Beete-Meerrettich-Hummus? Was zum Teufel hab ich mir dabei gedacht?

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„Calcotada“. In einer Doku sag ich etwas über das spanische Zwiebelfest. Dicke Lauchzwiebeln wurden über Holzkohlefeuer gegrillt, das zarte Innere dann in eine Soße getunkt und verschlungen. Dazu literweise Rotwein. Was für ein geiles, klares, sinnliches Gericht. Das geht bestimmt auch mit unseren normalen Frühlingszwiebeln im Ofen. Geht es NICHT: zäh, vertrocknet, kaum zu beißen, ohne Geschmack. Man hatte das Gefühl, die Dinger kriechen einem im Ganzen den Hals runter. Aber das mit den Zwiebeln auf dem Feuer mach ich mal, das sah immer noch großartig aus.

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Pastinakensuppe mit Petersilienpesto. Im Original richtig dunkelgrau (Photoshop sei Dank), vollkommen eindimensional, dann zuviel dran rumgebastelt. Aus Hilflosigkeit ein reines Petersilienpesto dazu: schmeckt, wie einmal in den Rasen gebissen.

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Kartoffelgulasch: Sieht gut aus, schmeckte schrecklich. Die Idee: Ein Gulasch ansetzen, wie mit Fleisch, aber eben nur mit Kartoffeln. Rotwein, Tomatenmark, Zwiebeln . Alles zusammen schmoren. Durch die Säure der Tomaten garten die Kartoffeln ganz wachsig, alles sauer, weinlastig. Größere Mengen Schärfe und Zucker machten es schlimmer. Grauenhaft.

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Auch das hier sieht nett aus, war aber zum Abgewöhnen. Garneelen und Salat ok. Aber mein erster Versuch mit den italienischen Graupen „Orzo“ als Risotto: VIEL zu kurz gekocht, VIEL zu süß durch Rosinen und Nüsse (war etwas süditalienisch gedacht), in dieser Süße absolut unpassend zu den Garneelen. Warum ich am Schluss noch einen Löffel Curry drangegeben habe? Wahrscheinlich Verzweiflung… Das hatte ich tatsächlich im Blog. Damals befand ich es als: „ausbaufähig“.

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Entenbrust, Rotweinsoße, Kürbispüree, gebratener Blumenkohl, Granatapfel. Einfalt PUR. Einer der seltenen Momente, in denen ich absichtlich / vorsätzlich was „Kreatives“ kochen wollte. Nichts von dem Zeug passt zusammen, auf eine Art das schlimmste Gericht hier, weil einfach nur dämlich.

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English fish pie. Nach einem London Aufenthalt das Gefühl gehabt, mal was Englisches zu kochen. Ich glaube, der schmeckt genau so, wie er soll: Fischfilets in einer pampigen Soße, überbacken mit Kartoffelpüree. Schmeckt zwei Löffel lang gut, dann wird’s ein einförmiger Mampf. Muss nicht.

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