Mein Jahresrückblick. 3 von 3. Schmecken.

img_3575_sw

Alles probieren. Für mich war 2016 das Jahr der kulinarischen Reiseberichte.

Ganz besonders habe ich alles aufgesogen, was das Netz zu Anthony Bourdain hergab, speziell die Shows „No reservation“ und „Places Unknown“ inklusive der dazugehörigen Bücher. Ich liebe den Mann, seine Coolness, seine Sprache, seine Neugier. Und er hat mich inspiriert, alles zu probieren. Ich war noch nie mäkelig, aber ich habe immer Lust, mein Geschmacksgrenzen zu erweitern. Natürlich erstmal außer Haus, damit man weiß, wie es schmecken soll, aber dann auch zu Hause. Ich bin jetzt noch nicht beim großen Insekten-Menü angekommen und hab es auch nicht vor. Essen soll keine Mutprobe sein. Aber man kann damit wie Welt erschmecken. Bei mir waren das 2016 so bekannte Sachen wie Austern (immer noch nicht soo mein Fall, aber ich bin noch nicht sicher) oder zwei Mal selbst gekochte Pasta mit frischem Trüffel (Sucht). Aber auch Ungewöhnlicheres, wie ein ganzes, gebackenes Kalbshirn in Wien (toll), Tintenfisch geschmort in seiner eigenen Tinte in Venedig (wunderbar) oder Saures Lüngerl in München (einmal reicht). Und generell mehr Mut zur Schärfe. Bei uns um die Ecke gibt es einen wirklich echten Chinesen, in manchen Gerichten besteht der Chilli Anteil bei knapp 50 Prozent, aber die Sachen sind köstlich. Ich will 2017 noch mehr probieren, mich mehr trauen, aber immer nur so lange es Spaß macht.

Die andere Sache: Für mich gab es in den letzten zwei Jahren lange nur ein Küchen-Ideal: Italien. Ein Ideal wird diese Küche für mich immer bleiben. Aber besonders durch den genannten Chinesen in München, ein weiteres, wunderbares Vietnamesisches Restaurant und vor allem einen totalen Flash in London’s Chinatown mit fantastischen Suppen, tief-armoatischen Fleischgerichten und tollen Teigwaren haben mich die asiatischen Küchen gepackt. Ich hatte immer so meine Basics und nie wirklich den Ehrgeiz, authentisch zu sein, weil ich wenig nach Rezept koche und das auch immer eine ganze Menge neuer, z.T. frischer Würzzutaten voraussetzt. Aber ich glaube, nun will ich es doch genauer wissen, ein paar Bücher kaufen und ein paar Rezepte ausprobieren. Das passt auch deshalb, weil ich nicht mehr so auf schwere Küche, aber mega auf intensive Speisen stehe. Und asiatische Gerichte sind eben oft intensiv, ohne wirklich schwer zu sein. Das will ich. Legen wir also los!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s