Zwiebeln im Plattenbau

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Meine Kindheit und Jugend hab ich im thüringischen DDR Plattenbau gewohnt. War nicht schlimm, ehrlich nicht. Vor der Wende waren das große WGs. Bei jeder Gelegenheit wurden die Grills ausgepackt und bald rauchte und brutzelte es auf jeder freien Fläche. Wer vorbei kam, kam vorbei. Unter zwei Bratwürsten und einem Nackensteak (= Rostbrätl = in Bier, Zwiebeln und Senf marinierter Schweinenacken) ging gar nichts. Und es gibt drei Gerüche, die meine Kindheit im Plattenbau prägen, wie sonst nichts, vor alllem Samstag Vormittag: Durchs Treppenhaus zogen Wolken von a) Rotkraut b) Rouladen und c) gebratenen Zwiebeln.

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Anna-Maris Feierabend-Curry

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Ich hatte hier ja schon ein paar Curryrezepte, aber erstens ist diese Zutatenkombination neu und zweitens habe ich das Ganze nochmal ein bisschen vereinfacht, so dass es ABSOLUT alltagstauglich ist. Denn ich meine, so, nämlich vegan, mit viel Gemüse, gutem Eiweiß und viel viel Geschmack sollten wir oft essen. Und das ist jetzt ein Rezept, dass meine geliebte Frau auf Anhieb, ohne jedes Eingreifen von mit und ohne großes Abschmecken und Gewürze-Balacieren hingekriegt hat. Und zwar in knapp 15 Minuten. Schneller kommt der Bringdienst auch auf keinen Fall.

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Schweinekotlett am Stück gegart

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Ich hab es ja schon oft gesagt: für ein richtig gutes Stück Schweinefleisch lass ich jedes Rinderfilet stehen. Super Qualität ist trotzdem noch günstig. Wie hier beim Kotlett vom Thüringer Duroc Schwein. Das ist wunderbar aromatisch weil durchwachsen und nicht turbomäßig hochgezüchtet. Mit ein bisschen Glück gibt’s diese grandiosen Kotletts auch am Stück mit Knochen, sozusagen ein großes Schweine Rack. Das dann, in Doppelkotletts geschnitten und langsam im Ofen gegart… Mann!!!

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Venedig kulinarisch

Essen und Trinken standen für mich nicht im Mittelpunkt der Venedig Reise. Ich meine, auf dem Land isst man Italien tendenziell besser, als in den Touristenmetropolen und mehr Touristenmetropole als Venedig geht definitiv nicht. Und da ich weder meine Tage mit dem Vergleichen von Speisenkarten, noch auf Tripadvisor verbringen wollte, sondern immer dann und da was gegessen habe, wenn ich eben Hunger hatte, waren meine Erwartungen nicht riesengroß. Mindestens einmal wurden sie aber dann doch haushoch übertroffen. Und ich habe gesehen: Wer erstmal weiss, WAS die regionalen Spezialitäten sind, der findet sie auch auf der Karte. Und wenn auf der ansonsten nicht gerade Lasagne, Spaghetti Carbonara und Menu Touristico ganz oben stehen, ist das sicher auch ein gutes Zeichen.

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Wärmende Einfachheit: Zuppa di orzo

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Ich hab ja schon oft geschrieben, wie sehr mich die Klarheit und Einfachheit der italienischen Küche beeindruckt und für mich auch mehr und mehr zu meinem persönlichen Küchen-Ideal geworden ist. In Venedig saß ich am frühen Nachmittag in einer sehr einfachen Bar, es gab tolle Sandwiches und zwei Suppen. Eine davon war Zuppa di Orzo, eine ganz einfache Gemüsesuppe mit Gerstengraupen, typisch für Norditalien.

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