The real deal – ich bin süchtig…

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Thai-Curry Nudelsuppe mit Tofu. Ich hab ja immer gesagt, dass es mir bei meinen eigenen asiatischen Gehversuchen nicht darum geht, authentisch zu sein. Ich hatte in den letzten Monaten ein paar Schlüsselerlebnisse, die daran etwas geändert haben.

Das erste war eine wunderbare Schüssel „Pho“ in einem guten vietnamesischen Restaurant hier in München. Der Geschmack dieser Brühe hatte nichts mit dem zu tun, was ich bis jetzt benutzt hatte. Eine ganz eigene Würze und tolle Komplexität zwischen süß, sauer und tief-aromatisch.

Und jetzt: London. Zwei mal in einem ganz einfachen Suppenladen am Kings Cross Bahnhof. Draußen kalt, ich auch leicht erkältet. Ein schmuckloser Raum, fast ausschließlich asiatische Kundschaft. Überall leichtes Schlürfen und Schmatzen über dampfenden Suppenschüsseln.

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Ich hatte einmal eine fantastische klare Brühe mit breiten Reisnudeln und langsam gegartem Schweinefleisch und vielen Kräutern. Leicht, klar, tief, groß.

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Beim zweiten Mal: eine scharfe Currysuppe mit Kokosmilch und einer reichen Einlage aus dünnen Nudeln, mehreren Sorten Tofu, Garnelen und Fischklößchen. Himmlisch.

Ich will dann doch mehr wissen. Das geht zum einen über Rezepte, zum Anderen aber, und das hab ich jetzt wieder kapiert: Es geht nur, wenn man das Zeug im Original probiert. Wie sonst sollte man wissen, ob es einfach nur gut, oder echt und richtig schmeckt?

Rezept für meine Thai-Curry Suppe 2.0

Diesmal rein vegetarisch (bis auf die Fischsoße). Als Einlage gehen aber auch gut Fisch, Garnelen, Huhn…

Zuerst brauchen wir eine gute Brühe. Da ich ganz vegetarisch bleiben will: In 2 l Wasser ein gewürfeltes Bund Suppengrün, eine geviertelte Tomate, 2 kleine getrocknete Chilischoten und vielleicht 1 estrichenen EL Salz aufkochen und ca. 40 min. bei mittlerer Hitze köcheln lassen. Durch ein Sieb passieren, zurück in den Topf, ein ordentliches Stück Ingwer und ein paar Knoblauchzehen in Scheiben schneiden und ca. 10 min. in der Brühe ziehen lassen. Diese kräftig mit heller Sojasoße und Fischsoße würzen. Das scheint mir eine gute Basis.

In einem zweiten Topf 2 EL Zucker anschwitzen. Darin 2 EL rote Thai Currypaste anbraten. Mit 1 l Brühe und einer Dose Kokosmilch ablöschen. Einmal kräftig aufkochen. Ein paar kräftige Spritzer Sesamöl dazu. Vorsicht: SEHR intensiv, lieber erstmal rantasten. Dann je eine Hand voll fein geschnittene Frühlingszwiebeln, Chinakohl, Sojasproßen und in Würfel geschnittenen Tofu dazu. Nur ziehen lassen, nicht mehr kochen. Mit Salz, Zucker und Zitronensaft abschmecken.

Die Reisnudeln in eine Schüssel geben, mit heißem Wasser übergießen und ein paar Minuten ziehen lassen. Dann abgießen. Zum Servieren eine Hand voll Nudeln in eine Schüssel geben und mit der heißen Suppe übergießen.

Am meisten Spaß macht das Essen mit Stäbchen und einem Löffel. Mit den Stäbchen ein Bündel Nudeln aus der Suppe holen und hörbar einschlürfen. Die Suppe selbst löffeln.

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