Rumpsteak mit Dijon-Senfsoße und Spinat

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Ich liebe Steaks. Und ich finde, man kann sich zu dem Thema außer -einfach nur Braten – schon ein paar Sachen einfallen lassen. Was ich aber in dem Zusammenhang überhaupt nicht mag: Zu versuchen, ohne einen  Fond o.ä. eine Restaurant-mäßige dunkle Soße zu zimmern. Nach vielen Eigenversuchen, mal desertmäßig süß, mal krachsauer, mal einfach nur versalzen und einer Menge Gemurkse mit Balsamico, Sojasoße, Rotwein, Tomatenmark und Marmelade, das meist nur dazu führt, OPTISCH an das Restaurant-Ding ranzukommen, meine ich: ES GEHT NICHT. Entweder man reduziert im Bratensatz einen guten Fond mit etwas Rotwein und bindet ein bisschen Butter. Oder man LÄSST es und macht sich eine andere schöne Soße, wie die hier. In fünf Minuten. Und ohne Fuzz.

Rezept

Erst den Spinat zubereiten: in einer Pfanne eine fein gewürfelte Schalotte und eine fein gewürfelte Knoblauchzehe anschwitzen. Eine Hand TK Spinat dazu. Salz, Pfeffer, Muskat. Langsam zerfallen lassen. Kurz vor dem Servieren ein Stück Butter rein.

Steak 1 Stunde vor dem Braten aus dem Kühlschrank, leicht einölen und salzen. In einer sehr heißen Pfanne ohne extra Fett von jeder Seite 2 min. anbraten. Dabei minütlich drehen. Ca. 10 min. den auf 80 Grad heißen Ofen, am besten auf einen Teller mit etwas Küchentuch.

In der Zwischenzeit die Soße machen: Überschüssiges Öl aus der Pfanne gießen, dafür ein Stück Butter dazu. Darin eine fein gewürfelte Schalotte anschwitzen. Mit 100 ml Weißwein ablöschen und leicht einkochen. 100 ml. Gemüse- oder Fleischbrühe dazu. Aufkochen. In 200 ml. Schlagsahne 1 gestrichenen TL Speisestärke auflösen und auch dazu. Kräftig aufkochen lassen. Dann von der Pfanne in einen kleinen Soßentopf umfüllen und mit dem Pürierstab aufmixen. Wieder auf den Herd und zur gewünschten Bindung einkochen. Vom Herd nehmen und 2 EL schafen, glatten und 1 EL körnigen Dijonsenf dazu geben und gut einrühren. Mit Pfeffer und Salz abschmecken. Nicht mehr richtig kochen – der Senf verfliegt und kriegt schlimmstenfalls so einen Schweißgeruch (kennt Ihr den noch von hargekochten Eiern in Senfsoße in der Kantine?).

Steak aufschneiden und auf den Schnittflächen nochmal salzen und Pfeffern. Auf der Senfsoße anrichten. Den Spinat separat.

OK – bei mir aus ästhetischer Sicht zu viel Soße. Aber ich mag Soße. Und dadurch, dass der Spinat extra war, war es auch kein Einheitsgeschmack. Aber ein Löffel weniger Soße wäre schon feiner und dem guten Fleisch wegen eigentlich auch richtig gewesen. Ganz verzichtet habe ich auf eine weitere Beilage: So fühlt man sich nach diesem doch gehaltvollen Gericht immer noch nicht übervoll und verdünnt die schönen Aromen von Fleisch, Spinat und Soße nicht mit irgendwas. So will ich nicht immer essen, aber immer öfter.

 

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