Garnelen Triangoli mit Thai Curry Fond und Lauchzwiebeln

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Ich hab in letzter Zeit viele Filme über kreative Küchenstars gesehen. Früher hab ich immer gedacht, ich will eigentlich nicht kreativ sein, ich will vor allem erstmal die Klassiker meistern, so wie ein Maler für meine Begriffe erstmal ein gescheites Pferd hinkriegen soll, bevor er sich an irgendein Gekleckse wagt. Aber die Vorstellung, sich irgendwann doch mal Gerichte auszudenken, die dann funktionieren, der ist schon toll und heute dachte ich – überleg doch mal. Naja, das hier ist rausgekommen, zwischendurch hatte ich es fast verkackt. Aber am Ende war es so mega-gut, vielleicht das Beste, was ich dieses Jahr gekocht habe. Auf jeden Fall kann sich der / die, für den ich DAS HIER nochmal mache sicher sein, dass da ein großer Platz in meinem Herzen für die Person frei ist.

Rezept, ausnahmsweise mit halbwegs brauchbarer Einkaufsliste, da ich einfach nur geflashed wäre, wenn’s WIRKLICH jemand nachkocht (und mir vielleicht noch berichtet):

500 g TK Garnelen mit Schale
200 g Semola di grano duro / Pastamehl
2 Eier
1 Bund Frühlingslauch
1 Becher Sahne
Rote Thai Currypaste
2 Knoblauchzehen
1 Stück Ingwer
1 Chilischote
1 Zwiebel
2 Karotten
ggf. mehr Gemüsereste
1 EL Tomatenmark
150 ml trockener Weißwein
150 ml Gemüsebrühe (insant geht auch)
1 Kartoffel, am besten mehligkochend
Butter
Sojasoße
Zucker, Salz, Öl

Pürierstab
Pastamaschine

Garnelen langsam auftauen. Für den Pastateig 200 g Hartweitzengrieß und 2 Eier zu einem festen Teig verkneten. In Klarsichtfolie im Kühlschrank min. 30 min. ruhen lassen.

In der Zwischenzeit die Garnelen schälen und die Schalen in einem Topf mit 2 EL Öl anbraten. Wenn es kräftig riecht, die gewürfelten Karotten und die Zwiebel, sowie die dunklen Enden von Frühlingslauch (und ggf. weitere Gemüseabschitte von Fenchel, Sellerie, Pilzen, Lauch) dazu geben und kurz mitrösten. 1 EL Tomatenmark dazu und weiter laufen lassen. Mit dem Weißwein und der Gemüsebrühe ablöschen, ein bisschen salzen und ca. 30 min. köcheln lassen und dann durch ein Sieb passieren. Was man jetzt produziert hat, ist ein Garnelen-Fond (*staun*).

1 gehäuften TL rote Currypaste in einem weiteren Topf in Öl anbraten, 1 EL Zucker dazu. Mit dem Garnelenfond auffüllen. Eine fein gewürfelte Kartoffel dazu und weich köcheln, dann mit der Sahne auffüllen und mit dem Pürierstab fein pürieren und abschmecken. Beiseite stellen.

Garnelen sehr fein hacken, mit 2 fein gehackten Knoblauchzehen, 1 daumengroßen Stück Ingwer und 1/2 bis 1 fein gehackten Chillischote (ohne Kerne und Trennwände) mischen. Das Grün von den Frühligszwiebeln so weit abschneiden, dass die das Weiße und noch 5 cm Grün übrig bleiben. Hacken und noch unter die Garnelenmasse mischen. Salzen.

Pastawasser aufstellen. Pastateig mit der Pastamaschine dünn auswalzen und mit einem Teigrädchen (oder Messer) in nicht zu kleine Quadrate ausrollen. Auf jedes Quadrat etwas von der Füllung geben, Ränder leicht anfeuchten und zum Dreieck umschlagen und zudrücken.

Pastawasser kräftig salzen und darin die längs halbierten Lauchzwiebeln blanchieren und dann in eine Pfann mit Butter geben, etwas Zucker dazu, schwenken, Sojasoße dazu, Schwenken und beiseite.

Jetzt die Pasta ein paar Minuten im Wasser köcheln. Vor Schluss einmal probieren. In einer Pfanne mit ein bisschen Butter schwenken.

Soße 1x aufkochen, ein ordentliches Stück Butter rein, mit dem Pürierstab noch 1x aufschäumen.

Dann Soße in den Teller, Pasta drauf, Lauch drauf und mit ein bisschen sehr fein geschnittenem Frühlingslauch besteuen. Sofort servieren.

UFF. Klingt kompliziert. Die einzige echte Tücke ist das Füllen des Teigs. Nicht zu kleine Quadrate machen (wie ich erst), sonst kriegt man die Dinger nicht dicht. Lieber ein bisschen größer und großzügiger. Und überhaupt ist Pastateig machen halt ein bisschen Erfahrungssache. Wenn man den Teig zum ersten Mal auf größter Stufe in die Pastamaschine steckt und durchdreht, kann der ruhig bröckeln und reißen. Einfach falten, LANGSAM nochmal durchdrehen. Falten. Nochmal durch. Und langsam wird’s. Ansonsten ist es echt nicht so wild. Und geschmacklich bin ich vom Hocker – wie gesagt: Wenn’s wirklich jemand nachkocht und mit berichtet, flipp ich aus!

 

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