Blubber und quietsch

IMG_3714

In der sehr schönen Netflix Doku „Mind of a chef“ sagte eine renommierte britische Küchenchefin, sie könne ohne so etwas wie „bubble and squeak“ nicht leben. Wenn das so ist, dachte ich… Und bei dem Namen dämmerte auch was. Nach einmal Probieren muss ich sagen: Ich kann die Frau verstehen. Ist sicher nochmal was anderes, wenn man das seit Kindheit kennt. Aber definitiv ist das: ein deftiges, extrem preiswertes, wunderbares vegetarisches Gericht ohne jeden Anflug von Krankenhaus-, Reformhaus- und Tofu-Ersatz Geschmack. Und einen deutschen Namen hab ich auch schon: Kartoffelschmarrn.

Auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech ca. 1/2 am besten mehlig kochende Kartoffeln und 1/2 anderer Gemüse verteilen, die schön weich werden – ich hatte Karotten und Pastinaken. Was sicher auch gut geht: Kürbis, Süßkartoffel, Rote Beete, Zwiebeln, Rüben. Ol drüber, kräftig salzen und im Ofen ganz weich garen. Bei mir dauerte das eine gute 1/2 Stunde bei 250 Grad. Aus dem Ofen nehmen und mit einem groben Kartoffelstampfer (oder was sonst so da ist und halbwegs zum Stampfen geeignet ist) grob zerstampfen. Kräftig mit Salz und Pfeffer abschmecken und nach Laune würzen. Ich hatte ein bisschen fein geschnittenen Rosmarin. Es gehen sicher alle Kräuter nach Laune, aber auch Muskat, Paprika, Kümmel, Fenchelsamen…

Dann Masse ein bisschen abkühlen lassen, 2 EL Mehl und 1 Ei dazu geben und gut vermischen. Masse in einer großen, beschichteten (!) Pfanne mit etwas Öl verteilen, glatt streichen und langsam (Stufe 6-7 von 9) braun braten. Wenn man meint, dass das soweit ist, mit Hilfe eines Tellers 1x wenden und auf der anderen Seite fertig braten.

Dazu passt wunderbar ein Salat. Hier Feldsalat, ruhig mit einem recht saueren Dressing aus scharfem Senf, weißem Balsamico, Olivenöl und einem guten Schuss Worchstershire Sauce. Darauf ein paar von der Liebsten seit neuestem im Glas gezüchteten Sprossen. Yam.

Ursprünglich ist das, meine ich, eine Resteverwertung und funktioniert auch als solche. Ein paar Kartoffeln und ein bisschen Gemüse übrig – das gibt nochmal ein nettes Gericht. Sicher passen dazu auch ein paar Spiegeleier, vielleicht ein netter Dip. Ich kanns mir aber, vor allem Kaiserschmarrn-mäßig zerzupft auch super als Beilage zu Schmorgerichten mit viel Soße vorstellen.

War nicht das letzte Mal.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s