Mehr spielen!

firewatch_thumb800

Ich geb’s zu: Ich spiele. Seit ich zehn Jahre alt bin. Ewig lang auf dem PC, mit großen Schäden für mein soziales Vorankommen (hätte ich nicht parallel auch immer mit riesen Begeisterung Schlagzeug gespielt, hätte es wohl eine Weile lang wenig Gründe gegeben, vor die Tür zu gehen). Und seit ungefäht zehn Jahren, nun auch mit positiver Sozialprognose, auf diversen Konsolen. Nicht nur Kinder, sondern auch viele (junge) Erwachsene tun das. Meine Generation (1980) ist mit Videospielen groß geworden. Die Reflexe haben abgenommen, man hat auch sonst noch was vor im Leben aber Spaß macht es immer noch.

Was mit zunehmender Kommerzialisierung des Marktes aber immer mehr nervt: Innovationsarmut, konzeptionelle Mutlosigkeit und Spiele mit erwachsenen Inhalten in denen man auch man was anderes macht, als Ballern und Zeug sammeln. Und in meinem Fall ganz wichtig: Spiele, die nicht stressen, sondern entspannen, trotzdem interessant sind und auch irgendwann mal durchgespielt sind.

Eine wunderbare Entwicklung, sowohl auf PC, als auch den Konsolen, ist die zunehmende Anzahl von Indie-Games. Spiele von sehr kleinen Entwicklern, preiswert und mutig. Und oft auch für Erwachsene tauglich, die noch nie ein Spiel gespielt haben bzw. sicher schienen, das sei alles Kinderkram und nix für sie.

Ein Spiel, dass mir in dem Zuzsammenhang gerade besonders gut gefallen hat ist „Firewatch“. Man streift als eine Art Feueraufscher durch einen amerikanischen Nationalpark. Immer begleitet von Oberaufseherin „Delilah“, die über Funk Kontakt hält. Bald schon stellt sich die Frage, ob wirklich alles so friedlich ist, wie die Idylle glauben lässt. In dem Spiel kann man eigentlich nur laufen, Dinge ansehen / lesen und mit Delilah reden. Keine Kämpfe, praktisch nichts zum Aufsammeln, keine Gegner, keine Levels, nur eine offene Welt, die nach und nach ihre Geschichte preisgibt. Besonders gut geschrieben sind die Dialoge zwischen dem Spieler und Delilah, die, zusammen mit der fantastischen, sehr ungewöhlichen Optik und Atmosphäre den großen Reiz des Spiels ausmachen. Spielerisch ist das Ganze überhaupt keine Herausforderung, man kann weder sterben, noch sonst wie verlieren, braucht keine guten Reflexe und keinerlei Spielerfahrung.

„Firewatch“ gibt es für nur 20 € für PC und PS4. Und sei wirklich allen empfohlen, die ein „anderes“ interakivtes Unterhaltungserlebnis suchen.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s