Ein perfektes Brathähnchen

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Brathähnchen aus dem Ofen sind wieder mal so ein perfektes Beispiel dafür, dass die scheinbar einfachen Sachen oft die schwierigsten sind. Denn: Wir haben das alle schon hundertmal gegessen und wissen genau, wie es schmecken soll. Das hier ist für mich, nach vielen Varianten, für den Moment der Best-Stand der Dinge. Ich schreibe auch bewusst „EIN“ perfektes Brathähnchen. Denn alle Rezepte, die behaupten, sie seien die EINE perfekte Variante, lügen. Aber ich meine, das hier ist richtig gut und absolut leicht zu machen. Und macht einfach glücklich. Das Schwerste an der Sache ist auch gleichzeitig das Wichtigste: Ein gutes Huhn zu kriegen.

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Berlin oder Bad Kissingen? Beides!

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Hinter mir liegen knappe vier spannende Tage auf dem Jazzfest Berlin. Und dieses, wie auch, immer wieder, die ganze Stadt, geht mir immer noch durch den Kopf. Ich glaube, Berlin ist, ganz neutral betrachtet, eine Blase. Und das Jazzfest ist eine Blase in der Blase. Ich beschäftige mich nun auch schon über 20 Jahre mit dem, was so unter „Jazz“ firmiert. Dennoch begegne ich besonders in Berlin immer wieder einer Menge Namen, von denen ich noch nie gehört habe. Und wenn ich mich dann mit denen beschäftige, wie aktuell Makaya McCraven, ist das oft faszinierend und ungehört. Das ist toll. Ich habe aber auch das Gefühl, dass ganz viel davon, was in Berlin passiert, schon in München nicht mehr wirklich möglich wäre. Und erst recht nicht in Würzburg, Ulm, Erfurt, Husum oder Neustadt an der Weinstraße. Die Leute suchen mehrheitlich andere Dinge in der Musik oder es gibt schlicht keinen Ort für diese Art von Szene. Berlin ist ein Raumschiff. Und in dem sitzt auch der allergrößte Teil des deutschen Kultur- und Musikjournalismus. Ich verstehe in vielerlei Hinsicht, warum das so ist. Klar ist aber auch, Musik gibt es überall und Leute, die Bock darauf haben, welche zu machen oder zu hören, ebenso. Und so wünsche ich mir, genau, wie ich fasziniert auf Berlin schaue und immer wieder gerne da bin, obwohl mich die Stadt ziemlich anstrengt, dass auch die Berliner immer mal wieder in Ulm, Bad Kissingen, Oberammergau oder Kiel vorbeischauen. Zur Erdung. Denn Perspektive ist eine tolle Sache. Und ich freu mich schon auf das nächste Mal Berlin.

 

Maccheroni mit Blumenkohl-Pesto

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Es war ein bisschen still hier in letzter Zeit. Das liegt daran, dass ich wirklich viel unterwegs war und, wenn daheim, ein paar Sachen ausprobiert habe, die ich nicht so überzeugend fand, hier aber nur Rezepte poste, die wirklich funktionieren. Und außerdem arbeite ich gerade an ein bisschen grundsätzlicheren Dingen in Sachen Küchen-Schreiberei. Aber hier nun ein Gericht, von dem ich meine, dass ich es klassisch italienisch noch nicht gesehen habe, das aber so schmeckt, als wäre es so. Ein cremig-nussiges Pesto mit leichten Röst-Noten, das sich perfekt um die Pasta schmiegt. Und einer der schönsten Einsatzmöglichkeiten für mein liebstes Wintergemüse Blumenkohl. Und: kinderleicht, vegetarisch, schnell und preiswert.

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Lauwarmer Salat von Herbstgemüsen

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Wirklich ein Salat nach meinem Geschmack, und das heisst: Nicht nur ein paar Blätter und nicht nur Rohkost. Sondern wunderbar Ofen-geröstetes, lauwarmes Gemüse, ein bisschen cremig-salziger Käse und ein rundes, mildes Dressing. Und: Das hier ist weniger ein Rezept, als ein Prinzip, denn man kann es unendlich variieren.

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Thunfisch-Involtini mit Fregola Sarda

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Richtig guter Thunfisch ist immer noch am allerbesten fast roh. Ein dickes Steak, von jeder Seite vielleicht 30 Sekunden scharf angebraten und gut. Diese Variante hier ist was für alle, die es ein bisschen weniger pur und roh mögen. Der Thunfisch sollte aber immer noch saftig sein und schmeckt dann, besonders in dieser sehr würzigen Zubereitung, wirklich wie zartes Fleisch. Und die leicht süß-saure Fregola Sarda, eine typisch sardische Pastaform, die beim Trocknen kräftig angeröstet wird, passt wirklich perfekt zu jeder Art von Fisch und Meeresfrüchten. Oder auch ganz veggie. Wer diese nicht kriegt, kann sich auch mit den türkischen oder griechischen Reis-Nudeln, oder auch Sternchen- oder Buchstaben-Nudeln behelfen und die vor dem Kochen in ein bisschen Öl hellbraun anrösten und dann mit Wasser aufgießen und garen.

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Don’t call it pasta: Bandnudeln mit Pfifferlingen, Radiesschen und Schnittlauch

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Was ist eigentlich mit der guten alten Nudel passiert? Meine Oma machte schon Pasta, da kannte kein Mensch das Wort. Auch mit geht es ja meistens so: Nudeln sind italienisch und sie zu machen richtet sich nach den Regeln der italienischen Küche. Aber manchmal finde ich diese Regeln auch ein bisschen starr. Und so brachten mich die recht schönen Pfifferlinge im Gemüseladen heute auf die Idee, eine Pasta mit ehr „deutschem“ Charakter zu machen….

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Die weltbesten hausgemachten Pommes

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Ich wollte eigentlich keine Pommes mehr selbst machen. Ich hab es ein paar Mal nach verschiedenen Methoden probiert und so richtig gut waren sie nie. Aber neulich sah ich in der wunderbaren Netflix Serie „Mind of a chef“ ein Fish & Chips Rezept von der englischen Köchin April Bloomfield und einmal wollte ich es dann doch noch versuchen. Herausgekommen sind die wahrscheinlich besten Pommes, die ich, inklusive irgendwelcher Frittenbuden, je gegessen habe. Und einfach ist das Rezept auch noch.

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Salat „Marais Salant“

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Ist so ein Ding mit den Namen in der Küche. Das hier war eigentlich als eine Abwandlung meines Lieblingssalates, Salade Nicoise, gedacht. Aber am Ende war es dann doch eine Sache für sich und da darf man dann doch auch mal einen eigenen Namen basteln. Aber, gar nicht so leicht. Modern würde man es wohl „Kartoffel – Grüne Bohne – Ei – Sardelle – Kaper“ nennen. In den 80ern wohl „Schlemmerteller“ und im Hausfrauen-Speak „Kartoffel-Bohnensalat“. Ich hab mir aber echt Mühe gegeben, bei der Zubereitung jeder einzelnen Komponente und so darf es auch ein bisschen nobel klingen, finde ich jedenfalls. Ich finde, Ganze schmeckt nach „Salzwiese“, also diesem Übergang zwischen Meer und Land, auf dem oft Muscheln und salzige Pflanzen wachsen. Und ein paar Hühner und Fische und eventuell einen Kartoffelacker, finden sich da sicher auch in der Nähe. Dass es nun Französisch geworden ist, ist eine kleine Hommage an das Vorbild aus Nizza, es ist eben eine nördlichere Version. Gemacht ist sie wirklich einfach. Und geschmacklich, ich lob mich ja ungern, echt grandios.

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